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Gerd Albrecht
Gerd Albrecht in Hamburg, 1996

Gerd Albrecht (Essen (Nordrhein-Westfalen), 19. Juli1935Berlin, 2. Februar2014) war ein DeutscheDirigent.

Biografie

Gerd Albrechts Vater Hans war ein bekannter Musikwissenschaftler. Gerd studierte Musik in Hamburg und Kiel. Im Alter von 22 Jahren gewann er den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb der Besançon für junge Dirigenten (2012 war er musikalischer Leiter dieses Wettbewerbs).

Er begann als Dirigent in Lübeck, dann in Kassel 1972 wurde er Chefdirigent an der Deutsche Oper in Berlin. Später wurde er Musikdirektor an der Tonhalle-Orchester Zürich. Von 1988 bis 1997 war er Generalmusikdirektor der Hamburgische Staatsoper und Chefdirigent der Hamburger Philharmoniker.

Albrecht wurde der erste ausländische Führer der Tschechisches Philharmonisches Orchester, ein Amt, das er von 1993 bis 1996 innehatte. Es waren die Musiker des Orchesters selbst, die ihn zu ihrem neuen Leiter wählten. Er trat nach einem politischen Streit zurück. Viele Tschechen konnten nicht akzeptieren, dass ein Ausländer, insbesondere ein Deutscher, ihr nationales Orchester leitete. Albrecht selbst beklagte, dass er von der tschechischen Führung nicht genügend Unterstützung erhalte und behauptete, ein Opfer der schwelenden antideutschen Stimmung in Tschechien zu sein.

Albrecht war später auch Chef des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio (1997-2007) und der Dänisches Radio-Sinfonieorchester in Kopenhagen (2000-2004).

Albrecht bemühte sich besonders, Kinder für klassische Musik zu begeistern. Er gründete das "Klingende Museum" in Hamburg mit Instrumenten, die man spielen konnte. Es gab auch einen Bus, der Instrumente zu Schulen, Festivals und anderen Veranstaltungen brachte. Außerdem dirigierte er regelmäßig Jugendorchester.[1]

Albrecht war ein Förderer der neuen oder seiner Meinung nach zu Unrecht vergessenen Musik von Komponisten wie Aribert Reimann und György Ligetia. Er setzte sich auch für Komponisten ein, deren Musik unter der Nationalsozialismus wenn Entartete Musik wurde beschriftet als Alexander von Zemlinsky (Der König Kandaules hatte 1996 in Hamburg uraufgeführt), Egon Wellesz, Manfred Gurlitt, Ervin Schulhoff, Viktor Ullmann oder Franz Schreker. Sind umfassend Diskographie enthält neben festen Werten wie Beethoven und Dvořák Werke dieser Komponisten und von Hans Werner Henze, Joep Fransens, Allan Pettersson, Volker David Kirchner, Othmar Schoeck und Aribert Reimann.

Albrecht war zweimal verheiratet, zunächst mit der Opernsängerin Friederike Sailer, von der er sich später scheiden ließ, und dann mit Ursula Schöffler, einer Nichte der Opernsängerin Paul Schöffler.

Externe Links