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Gerda Wegener | ||||
Gerda Wegener (1904) | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Vollständiger Name | Gerda Marie Frederikke Gottlieb | |||
| Geboren | Hammelev, 15. März1885 | |||
| Verstorben | Frederiksberg, 28. Juli1940 | |||
| Geburtsland | ||||
| Beruf(e) | Maler | |||
| Leitdaten | ||||
| Stil(e) | Jugendstil | |||
| RKD-Profil | ||||
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Gerda Wegener, geboren als Gerda Marie Frederikke Gottlieb (Hammelev, 15. März1886 – Frederiksberg, 28. Juli1940), war ein dänisch Grafikdesigner, Zeichner, Maler und Illustrator, der im Stil der Jugendstil.[1] Sie ist bekannt für ihre fein stilisierten (manchmal erotisch) Bilder. Sie war erfolgreich in Paris, starb aber relativ unbekannt in Dänemark.
Lebenszyklus
Gerda Gottlieb wurde am 15. März 1886 in Hammelev geboren und überlebte als einzige von vier die Kindheit. Ihr Vater Emil war LutheranerPastor und abstammen von Hugenotten der im 18. Jahrhundert aus Frankreich nach Dänemark geflohen war. Gerda konnte gut zeichnen und wurde darin geschult. Die Familie ist umgezogen Hobro und Gerda perfektionierte sich später in Kopenhagen zum Königlich Dänische Kunstakademie.
1904 heiratete Gerda Einar Wegener, einen gefeierten Landschaftsmaler, den sie an der Akademie kennengelernt hatte. 1912 zogen sie nach Paris, wo eine angespannte Vorkriegsatmosphäre herrschte. Es war eine Zeit der Extreme: Umbrüche und Ausschweifungen. Es war die Zeit von Sturm und Drang, Avantgarde, Kabarett Voltaire (Zürich), Dadaismus und Surrealismus. Sie waren berauscht vom dekadenten Pariser Künstlermilieu zwischen Jugendstil und Art Deco. Sie lebten im angesagten Eiffel-Viertel in Paris. In ihrer Sommerresidenz am Loire sie empfingen die freigeistigen Vertreter der internationalen Kunstwelt. Gerda stellte regelmäßig in der 'Ole Haslunds Gallery' in Kopenhagen aus.
Ihr Ehemann Einar Wegener posierte für ihre Porträts oft in Frauenkleidung und entdeckte so ihre Identität als Transfrau. Sie hat selbst angefangen Lili Elbe (auch Lille oder Lillie geschrieben und auch Lilian oder Lillian genannt) und wurde in dieser Eigenschaft als Einars Schwester dargestellt. Sie war Gerdas Lieblingsmodel wegen ihrer kleinen Brüste, die damals in der Kunst angesagt waren. 1930 war sie eine der ersten weltweit, die sich einigen transsexuellen Operationen unterzog (und starb 1931, vermutlich an einem Lungenembolie nach ihrer fünften Operation). 1930 erklärte der König Christian X aus Dänemark die Ehe zwischen Gerda und Einar/Lili ungültig.
1931 heiratete Gerda Wegener (Fer)Nando Porta, einen leitenden Offizier der italienischen Luftwaffe, ebenfalls Diplomat, mit dem Gerda nach Marokko zog, sich aber 1936 von dem scheiden ließ. In Marokko konnte sie bei ihm nicht ihr volles künstlerisches Potenzial entfalten.
1938 kehrte sie nach Dänemark zurück. 1939 veranstaltete sie dort ihre letzte Ausstellung, die jedoch nicht erfolgreich war, da ihre Arbeit aus der Mode gekommen war. Sie überlebte, indem sie Gemälde verkaufte, die sie gemalt hatte Postkarten. 1940, kurz nach der Invasion von Nazi Deutschland, starb sie im Alter von 54 Jahren in Armut und Einsamkeit.
Arbeit
Orgien, Dekadenz, extravagante, bizarre und bisexuelle Beziehungen ließ sie in ihrem Privatleben und dessen künstlerischer Verarbeitung nicht viel aus. Wegener wurde mit ihren feinlinigen, teils erotischen Jugendstildrucken bekannt, deren Kompositionen ausgewogen sind und in denen die Arabeske ist ständig erkennbar. Obwohl die Sujets manchmal im erotischen Sinne gewagt sind, blieb ihre Arbeit künstlerisch.
Sie war produktiv, malte auf Leinen, fertigte Porträts, Aquarelle und veröffentlichte nummerierte Lithographien. Sie war Illustratorin für führende französische Zeitschriften wie die Mode, La Vie Parisienne, Fantasie, das Rire und La Baîonnette, und von Büchern einschließlich Le Livre des Vikings d'Après les anciennes Sagas (Charles Guyot, 1924), Une Aventure d'Amour à Venise (Giacomo Casanova, 1927), Les Contes de La Fontaine (Jean de la Fontaine, 1928-1929), Eric Allatinis Contes de mon Pere le Jars (1929) und Sur Talons Rouges (1929) und 1934 Theophile Gautier's Vermögen.
Gerda Wegener gilt international als bedeutende Künstlerin und als Vertreterin der Kunstrichtungen des Jugendstils bzw. des Jugendstils. Centre Georges Pompidou das Gemälde ist in Paris La Dame à l'Anemone. Im Kopenhagen das Erotikmuseum hat ein Kunstwerk Wegeners in seiner Sammlung. Bekannte Werke sind 'Les femmes fatales' (1933), 'Portrait of Lillian (Lauritzen)' (möglicherweise ein weiteres Pseudonym für Einars weibliches Alter Ego) (1924) und 'Air de Capri' (1923).
Popkultur
Veröffentlicht im Jahr 2000 David Ebershoff der Roman Das dänische Mädchen (The Danish Girl) über das Leben von Lili Elbe und ihre Beziehung zu Gerda Wegener. Das Buch wurde 2015 verfilmt als Das dänische Mädchen. Weder Buch noch Film beschäftigen sich mit Wegeners Sexualität oder dem Ende ihrer Beziehung, im Film wird die Intensität des Lebens zwischen diesen beiden Künstlern und die Entwicklung ihres inneren Ringens um die Entdeckung und den Umgang mit Wegeners Transsexualität deutlich.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise Externer Link
Verweise |