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Golo Mann
Golo Mann, 1978
Mit seiner Schwester Erika Mann in der Schweiz, 1936 (Foto Annemarie Schwarzenbach)

Angelus Gottfried Thomas ("Golo") Mann (München, 27. März1909 - Leverkusen, 7. April1994) war ein DeutscheHistoriker und danach Erika Mann und Klaus Mann - das dritte von sechs Kindern des deutschen Schriftstellers und NobelpreisträgerThomas Mann und Katia Mann (geb. Pringsheim). Er war Tschechoslowakei Bürger von 1936, amerikanisch von 1943 bis 1968, danach schweizerisch und auch wieder von 1976 Deutsche.

Leben und Arbeiten

1932 emigrierte er in die Schweiz, dann nach Frankreich, wo er Universität Rennes deutsche Geschichte gelehrt. 1933-1935 arbeitete er auch für die Literaturzeitschrift vor dem AuswandererliteraturDie Sammlung, Welche em. Queridos Verlag in Amsterdam herausgegeben von seinem Bruder Klaus. 1940 floh er über Spanien in die USA.

Er schrieb eine berühmte Biografie über Wallenstein (1971). 1968 erhielt er den Georg-Buchner-Preis. 1979 behielt Golo Mann die Universität Leiden das Wohnungsvorlesung unter dem Titel: 1914-1980: Eine einzige Ansicht.

Ein bekanntes Zitat von Golo Mann über Otto von Bismarck lautet: "Bismarck hat Deutschland vereint, aber nicht die Deutschen".

Kurze Werkliste

  • 1947 Friedrich von Gentzo
  • 1958 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • 1964 Wilhelm II
  • 1970 Von Weimar nach Bonn. Fünfzig Jahre Deutsche Republik
  • 1971 Wallenstein
  • 1986 Erinnerungen und Dank. Eine Jugend in Deutschland
  • 1989 Wir alle sind, wir lesen wir
  • 1992 Löschen und trauern
  • 2009 Man muss über sich selbst schreiben. Erzählungen, Familienporträts, Essays (Hrsg. Tilmann Lahme), S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

Über Golo Mann

  • Tilmann Lahme, Die Familie Mann. Geschichte einer Familie. Die Arbeiterpresse, Amsterdam, 2017. ISBN 978-90-2950733-2
  • (das) Tilmann Lahme, Kathrin Lussi (Hrsg.), Golo Mann: Kurz 1932-1992, Göttingen, 2006.
  • (das) Tilmann Lahme, Golo Mann. Biografie, Frankfurt am Main, 2009.
  • (es) Juan Luis Conde, El Abrigo von Thomas Mann. Golo Mann y sus amigos espanoles, Reino de Cordelia, Madrid, 2016. ISBN 978-84-15973-84-3
  • (das) Urs Bitterli, Golo Mann – Instanz und Außenseiter. Eine Biografie, NZZ, Zürich / Kindler, Berlin 2004, ISBN 3-463-40460-5 , auch: Rowohlt, Reinbek, 2005. ISBN 3-499-24078-5
  • (das) Klaus W. Jonas, Holger Stunz, Golo Mann. Leben und Werk. Chronik und Bibliographie (1929–2003). Harrassowitz, Wiesbaden, 2004. ISBN 3-447-05053-5
  • Jeroen Koch, Politik und Moral. Golo Mann und die deutsche Geschichte. Atalanta, Houten, 1994. (DissertationUniversität Utrecht). ISBN 90-8020352-1
    • (das) (Übersetzung) Golo Mann und die deutsche Geschichte. Eine intellektuelle Biografie. Schöningh, Paderborn 1998. ISBN 3-506-74662-6
  • (das) Uwe Naumann, Die Kinder der Manns. Ein Familienalbum. Rowohlt, Reinbek, 2005. ISBN 3-498-04688-8 .

Externe Links