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Graveur
Ein Handgraveur bei der Arbeit.
Der Handgraveur verwendet das Sandkissen und die Stichel als Hauptwerkzeuge.
Die andere Arbeit des Graveurs ist die Herstellung von Formen, zum Beispiel eines Stahlstempels zum Pressen von Token.
Gravur mit einer Kopierfräsmaschine. Mit der rechten Hand bedient der Graveur den Stift, mit dem er die Schablone scannt.
Dieselbe Maschine, aber aus einem anderen Blickwinkel gesehen. Rechts ist gerade noch der Schablonentisch zu sehen, links der Stahlblock, in den die Gravur eingefräst ist.
Die computergesteuerte Graviermaschine arbeitet nach Eingabe des Befehls völlig autonom.

EIN Graveur (aus dem Griechischen: Graphein, Schreiben) ist ein Handwerker/eine Handwerkerin, die Zahlen, Initialen oder Namengraviert. Mit scharfen Instrumenten schnitzt der Graveur in Metall- oder Glasgegenstände. Der Beruf des Glasgraveur unterscheidet sich vom Beruf des gewöhnlichen Graveurs.

Der Handgraveur

Das Hauptwerkzeug des Handgravierers ist der Stichel (auf den ersten beiden Bildern). Im modernen Fachjargon wird er als Gravurstecker bezeichnet und das zeigt seine Funktion gut. Ein Stichel besteht aus hartem Werkzeugstahl und es ist möglich damit Nuten in alle Arten von Metallen zu schneiden. Geeignete Metalle sind Weichmetalle wie Zinn und führen, aber auch etwas härtere Metalle wie Kupfer und Silber-, Messing-, Gold und sogar Hartmetalle wie Stahl. Ein erfahrener Graveur ist in der Lage, mit einem Stichel von Hand anmutige Locken in die Oberfläche der genannten Metalle zu schneiden.

Anwendungen dieses Handwerks sind
  • Kupferstich: Auf ein Kupferblech wird eine Strichzeichnung angewendet. Die Linien werden dann nacheinander in das Kupfer eingefügt, wodurch eine Druckplatte entsteht, die wie eine Ätzung gedruckt werden kann. Kupferstiche werden daher oft verwechselt mit Radierung.
  • Stahlgravur: Die obige Technik kann auch für die Blechgravur verwendet werden. In der Vergangenheit wurde diese Technik hauptsächlich verwendet, um Briefmarken und Banknoten drücken.
  • Gravur Schmuck und Artefakte. Dies könnte eine Inschrift in einem Ring beinhalten, a Monogramm auf einen Dichtring, aber auch alle Arten von Silbergegenständen, wie z Tabakschachteln, Tabletts, silbernes Kaffee- oder Teeservice.
  • Münz- und Wertmarkenstempel: Die Herstellung von Stahlstempeln, mit denen Wertmarken oder Münzen geprägt werden, ist heute teils Handarbeit, teils Maschinenarbeit (siehe auch Rubrik Maschinengravur). In der Vergangenheit war die Herstellung von Münze- oder Medaillenmarken komplett in Handarbeit hergestellt, ein Handwerk, das heute nur noch von wenigen ausgeübt wird. Um einen Münz- oder Token-Stempel zu machen, Stempelschneider wie die gewöhnlichen Stichel, aber auch Stanzen und Meißel, mit denen man sozusagen in Stahl modellieren kann.

Maschinengravur

Ab dem 19. Jahrhundert steht dem Graveur eine Vielzahl von Maschinen zur Verfügung, die die manuelle Arbeit erheblich erleichtern. Die meisten Maschinen basieren auf dem Prinzip der Pantograph. Grundsätzlich zuerst der Graveur Vorlage Manufakturen, auf denen das zu gravierende Bild mehrfach vergrößert und reliefartig dargestellt wird. Diese Schablone kann mit einem Taststift gescannt werden, der über einen beweglichen Stahlarm mit einem Fräser verbunden ist, der auf jede gewünschte Tiefe eingestellt werden kann. An diesem Arm befindet sich eine Skala, die in jedem gewünschten Maß eingestellt werden kann, so dass beim Fräsen jede Bewegung mit dem Taststift um eine voreingestellte Anzahl reduziert wird.

Anwendungen der Maschinengravur sind
  • Textplatten fräsen
  • Ein Schmuckstück maschinell gravieren, zum Beispiel mit einem Text mit Vorlagebuchstaben
  • Herstellung aller Arten von Industrieprodukten
  • Herstellung von Münz- und Wertmarken

In den letzten Jahrzehnten hat die Graviermaschinen mit Stromabnehmer (auch Kopierfräsmaschinen genannt) nach und nach ersetzt durch Computer-gesteuerte Maschinen. Vorlagen werden hier nicht mehr verwendet. Der Graveur erstellt ein digitales Design und die zu gravierenden oder zu fräsenden Informationen werden dann direkt über den Computer übertragen. Die Bedienung dieser Maschinen und das Schärfen der Messer bleibt jedoch eine Spezialität.

Die meisten Graveure verwenden eine Kombination aller oben beschriebenen Techniken. Es ist ein vielseitiges Handwerk, das noch wenig praktiziert wird, aber dennoch gefragt ist.

In den Niederlanden gibt es keine Fachausbildung mehr, in der der Beruf des Graveurs erlernt werden kann. Die Berufsschule in Schoonhoven für Juweliere, Gold- und Silberschmiede sowie Uhrmacher, gibt Kurse in Gravieren.

Siehe auch

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