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Gravure
Albrecht Dürer, Melencolia (Gravur)
Farbige Gravur von Marie Antoinette
Stahlgravur ab 1853

EIN Gravur ist ein Druck in Tiefdrucktechnik eines Bildes oder Textes auf einer Metallplatte graviert (Schnitt). Im Gegensatz zu a Radierung, wo die Zeichnung durch Säureeinwirkung entsteht, wird bei einer Gravur das Bild direkt in die Platte eingebracht.

Die Gravur reicht bis in die Urzeit zurück, als Drucktechnik hat sie jedoch ihren Ursprung in den Werkstätten der Silber- und Goldschmiede im Südwesten Deutschlands im 15. Jahrhundert. Der Stich ist der Vorgänger der Radierung. Es wird auf einer Metallplatte hergestellt, vorzugsweise aus Kupfer, aber auch Eisen und Messing werden verwendet. Im 19. Jahrhundert wurde auch Stahl verwendet, der nach dem Gravieren zunächst angelassen und gehärtet wurde, um eine höhere Auflage zu ermöglichen. EIN Graveur verwendet a Stichel, ein Werkzeug bestehend aus einem Holzgriff, der in die Handhöhle passt, ausgestattet mit einem Stahl Meißel. Dieser Meißel hat einen quadratischen oder rautenförmigen Querschnitt und ist am Ende, der sogenannten Facette, angefast. Der Stichel wird nach vorne gestochen. Durch Drehen der Platte werden runde Linien geschnitten und der Graveur kann sich von ihm abhalten. Der Teller liegt auf einem mit Sand gefüllten Lederkissen. Wegen der Härte des Materials (Kupfer oder Stahl) zeichnet sich die Gravur durch ihren etwas kantigen Charakter aus.

Der Stich eroberte bald seinen Platz innerhalb der bildenden Kunst. Der Vorteil dieser Reproduktionstechnik war, dass sie in großen Stückzahlen gedruckt werden konnte. Aufgrund der Auflage war ein Druck (Sammelbezeichnung für alle handgedruckten Formen der bildenden Kunst) deutlich günstiger als ein Gemälde. Die Entwicklung der Druckgrafik ist nicht nur visuell, sondern auch gesellschaftlich interessant. Sie eröffnete vielen Menschen, die nicht die Möglichkeit hatten, ein Gemälde zu kaufen, die Möglichkeit, das Haus zu dekorieren.

Auch bei Darstellungen auf Glas spricht man von Gravur. Die Glasgravur wird heutzutage oft von Unternehmen mit a Laser- gemacht, sondern auch mit Diamantfräsern.

Bastler gravieren oft mit a dremel. Professionelle Graveure tun dies von Hand und einer Gravierfliese oder mit einer Oberfräse. In dem 15. Jahrhundert wurden die Kupferstiche nur durch Goldschmiede da sie die Technik des Gravierens in Gold und Silber beim Dekorieren von Gegenständen aller Art beherrschten. Ab dem 17. Jahrhundert wurden mit Stichel aktualisierte Radierungen verwendet, um Bücher zu illustrieren und Karten zu drucken. In dem 19. Jahrhundert viele Stahlstiche wurden zu diesem Zweck angefertigt. Angesichts der hohen Auflagen haben Stahlstiche wenig Wert. Daneben entstand zeitgleich auch der Holzstich. Die Holzgravur erfolgt in Hirnholz und kann als Reliefdruckverfahren mit den üblichen Buchdrucksorten ohne Aufwand gedruckt werden. Der Holzstich ist ebenfalls mit einem Stichel geschnitten.

Die ersten beiden datierten Stiche (1398) befinden sich in einem Museum in Colmar in Frankreich.

Das Gravieren mit einem Fräser ist eine Bearbeitungstechnik im Gegensatz zum Ätzen und Kratzen.

Die Abkürzung 'del.', nach dem Namen des Künstlers, die auf Stichen zu finden ist, stammt aus dem Lateinischen Deliniavit = (er) hat es gezeichnet. Nach Nennung des Namens des Graveurs findet man 'sculpsit', das heißt: geschnitzt. Diese Erwähnung wurde zuletzt im sogenannten „lettre“ hinzugefügt, und ein Beweis ohne letztere Erwähnung heißt „avant la lettre“.

Siehe auch

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