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Gitter Drittes Streichquartett | ||||
| Komponist | Helmut Lachenmann | |||
| Art der Zusammensetzung | Streichquartett | |||
| Komponiert für | Streichquartett | |||
| Zusammensetzungsdatum | 2001 | |||
| Premiere | 2. November2001 | |||
| Gewidmet | Arditti SQ | |||
| Teuer | etwa 25 Minuten | |||
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Gitter ist der Titel des dritten Streichquartett von Helmut Lachenmann. Es folgte zwölf Jahre später Reigen Seliger Geister, sein zweiter. Gitter ist Italienisch für schreien ist Grido auch a Akronym für die damaligen Mitglieder der Arditti Streichquartett:
- Graeme Jennings (Violine)
- Rohan de Saram (Cello)
- Irvine Arditti (Violine)
- Dov Scheindlin (Viola).
Geschichte
Bei der Komposition seines dritten Streichquartetts hatte Lachenmann zwei Schwierigkeiten. Einerseits ist immer der Wille zur Innovation da, andererseits sollte Innovation nicht so sein, dass sich Menschen von der Arbeit abwenden. Hinzu kam die Forderung des Arditti String Quartet, der dieses Werk in Auftrag gegeben hatte, in Grido mehr Klang zu komponieren als in „Reigen“, das viel flüsterte und seufzte. Die Gesamtaufgabe war das, was Lachenmann selbst dachte, der sich gerne abseits der ausgetretenen Pfade wagt.
Musik
Das dritte Streichquartett schließt sich (eigentlich) nahtlos an sein zweites an, am Grundklang hat sich nicht viel geändert, die Innovation liegt in der Hinzufügung von klassisch Elemente. Das Werk setzt dort an, wo sein zweites Quartett aufgehört hat, doch schon nach einer Minute folgt ein langer ausgehaltener Ton im Cellostimme. Das hat zwar den Klang einer "normalen" Cello-Stimme, ist es aber gleichzeitig so widersprüchlich und im Unterschied zu den anderen drei Stimmen kaum wahrnehmbar. Die Musik setzt sich fort und entwickelt kleine Linien, die auf eine Melodie hindeuten, ohne dass diese Melodie tatsächlich kommt. Bei allen angewandten Techniken (Bügeln, pizzicato, col legno, flautando usw.) sind glissandi aufgetragen, auf und ab. Es gibt Spaziergänge in der fragmentarischen Struktur zu entdecken.
Darüber hinaus ist das Werk dreiteilig aufgebaut. Ein ziemlich lauter erster Teil, dann ein ruhigerer zweiter Teil (eher wie "Reigen") und dann ein lauterer und geschäftigerer Teil. Das Werk endet mit einer Pause in der Musik, a Fortissimotutti macht (vermutlich) Schluss mit der Arbeit; das Flüstern/Seufzen kommt zurück und wird durch einen auffallenden Ton der ersten Geige abgeschlossen tonal Geräusche.
Premiere
Die Arbeit wurde von dem bereits erwähnten Arditti SQ in Auftrag gegeben, dem Melbourne Musikfestival, das WDR, IRCAM und Centre Pompidou, das Salzburger Festspiele und das Musikfestival von Luzerne. Die Premiere fand in Melbourne statt. Dann hat Lachenmann es in Kürze bearbeitet 2002 danach folgte eine weitere Premiere und so weiter 27. April 2000, gleiches Streichquartett in aufhellen.
Diskografie
- Auflage Kairos : Arditti Streichquartett, eine Aufnahme vom Juni 2006 im Beethoven-Haus zu Bonn (auch Quelle)