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Han Schuil (Fortschritte, 1958) ist ein Holländer Künstler. Seit 1985 arbeitet er hauptsächlich mit Aluminium.
Biografie
Von 1979 bis 1981 besuchte Schuil die Akademie der Bildenden Künste im Rotterdam, unmittelbar gefolgt von Studios '63 im Haarlem von 1981 bis 1983. 1983 erhielt er den Königliches Stipendium für Malerei und er debütierte in der Galerie Kunstprojekt.
Arbeit
Der Ursprung von Schuils Motiven liegt in der alltäglichen Realität: von Details aus Comicstrips, Videospielen und Computerbildern bis hin zu Fahrbahnmarkierungen, einem Skateranzug, einem Infrarotfoto oder einer MRT-Untersuchung.
Material
Zunächst arbeitete Schuil auf Leinwand. Nach Versuchen mit Holz, Zinn und Kupfer entschied er sich ab 1985 wegen der glatten Oberfläche für Aluminium. Die Formen des Aluminiums spielen in Schuils Werk regelmäßig eine bestimmende Rolle, wie etwa die gefalteten Kanten oder die Nähte und Popnieten im Aluminium, die manchmal quer durch die Bildebene verlaufen. Auch der Träger tritt immer stärker in den Raum ein. Außerdem bearbeitet Schuil das Aluminium regelmäßig vor dem Lackieren: Dellen und Löcher werden dann Teil des Bildes. „Nicht um die Objektivität des Bildes zu betonen, aber ich benutze sie, weil sie ins Bild passen“, sagte Schuil im Jahr 2000 zu Dominic van den Boogerd.[1] 1993 machte er a unbetiteltes Werk vor dem Bahnhof Duivendrecht; 2003 wurde sein Kunstwerk werd Wolke platziert auf einem Transformatorenhaus im Rembrandtpark.
Entwicklung
Mitte der 1990er Jahre wurde Schuils Arbeit komplexer. Das Spiegeln, Verdoppeln oder Kombinieren von Motiven ergab kapriziösere Kompositionen. Neben diesen „geschäftigen“ Arbeiten spielte auch weiterhin die einfachere Bildsprache aus seinem früheren Oeuvre eine Rolle.
Ausstellungen
- Solo (Auswahl)
- 1983-1996 Kunstprojekt, Amsterdam
- 1985 Galerie 't Window, Rotterdam
- 1987 Museum Fodor, Amsterdam
- 1990, 1991 Deutsche van Eck Galerie, New York
- 1995 bis heute Galerie Unruhen, Amsterdam
- 2000 Gemälde / Gemälde 1983-1999, Stedelijk Museum Amsterdam
- 2000, 2004 Galerie Conrads, Düsseldorf
- 2008 Abgestürzt und verschlungen, Museum Jan Cunen, Ossi
- 2011, 2013 Galerie Hamish Morrison, Berlin, Deutschland
- Gruppenausstellungen (Auswahl)
- 1985 Was Amsterdam angeht..., Stedelijk Museum Amsterdam
- 1987 XIX Biennale von Sao Paulo, São Paulo, Brasilien
- 1991 Neun, Witte de With, Rotterdam
- 1992 Moments d'abstraccio, Palau de la Virreina, Barcelona, Spanien
- 1994 l'orrizonte, Castello di Rivolic, Turin, Italien
- 1995 Vers 4, Stedelijk Museum Amsterdam
- 1999 Panorama 2000, Zentralmuseum, Utrecht
- 1999 Problembemalung, MUHKA, Antwerpen, Belgien
- 2004 Begegnung mit der Moderne, Shanghaier Kunstmuseum, Kunstmuseum von Singapur, Pinacoteca do Estado de São Paulo und Museum der Arte Moderna do Rio de Janeiro
- 2005 Später werden wir die Dinge vereinfachen, Kulturzentrum, Andratx, Mallorca, Stadtgalerie Heerlenlen
- 2009 Echt/Malerei, S.M.A.K., Gent
- 2013 Von Dumas bis Cobra, De Heus-Sommerkollektion, Sängermuseum, Laren
Kollektionen
Schuils Werk ist unter anderem in folgenden Museen und Sammlungen vertreten:
- Städtisches Museum, Amsterdam
- Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam
- Städtisches Museum, Den Haag
- Bonnefantenmuseum, Maastricht
- Tuchhallen, Führen
- Museum Jan Cunen, Ossi
- Zentralmuseum, Utrecht
- Stadtmuseum Schiedam, Schiedam
- Rijksmuseum Twente, Enschede
- Museum für moderne Kunst, Brüssel, Belgien
- S.M.A.K., Gent, Belgien
- Boston Museum of Fine Arts, Boston, USA
- Sammlung KPN, Den Haag
- Niederländisches Institut für Kulturerbe
- Kollektion Jo und Marlies Eyck
- Sammlung ABN/Amro
- Kollektion AEGON
- Sammlung Akzo Nobel Art Foundation
- Kollektion De Heus-Sommer
- Caldic Collection, Rotterdam
Literatur
- Han Schuil, MaterialmetaphernLynne Cooke, Fordor Magazine, 1987
- Han Schuil, Gemälde - Gemälde 1983-1999, Text: Rudi Fuchs, Dominic van den Boogerd, Bert Jansen, Stedelijk Museum Amsterdam, NAI Verlag, Rotterdam, 2000
- Han Schuil, Blast, Text: Paul Kempers, Galerie Onrust, Amsterdam, 2009
- Han Schuil, Gemälde - Gemälde, Text: Ulrich Loock Hamish Morrison Galerie, Berlin, 2011
- Han Schuil, Gemalde/Gemälde, Text: Birgit Sonna, Galerie Andreas Binder, München, 2012
Externe Links
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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