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Han van Hagen
Simon und Sonatine. Asthöhe, Zuidwolde. Strichätzung. 2005

Han van Hagen (Voorburg, Der 9. Mai1944) ist ein Holländer Radierer. In seinen Radierungen stellt er Landschaften, Tiere und Pflanzen figurativ dar.

Lebenszyklus

Han van Hagen hat nach seinem Gymnasialdiplom Alpha studiert Dirk van Gelder zum Königliche Akademie der Künste in Den Haag, wo seine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Lithographie und Radierung gelenkt wurde. Nach seinem Studium lebte er zunächst einige Jahre in Nieuwkoop und dann in Zuidwolde (Drenthe). 1993 gründete er in Zuidwolde zusammen mit seiner Frau, der Keramikerin Lia van Rhijn, am Rande des Naturschutzgebietes Asthöhe im Reestdal im Kunstcentrum Hofstede Duett.

In seinen kunsthistorischen Vorträgen diskutiert Han van Hagen den Zeitrahmen und Stil der Kunstwerke sowie die Persönlichkeit und das Engagement der Künstler. Er schafft ein bestimmtes Ambiente, das zu einem tieferen Erleben der Kunst führt.

Für seine Studenten organisiert er regelmäßig Kunstreisen, unter anderem nach Flandern, Paris, Berlin, London, Rom, Florenz, Toskana, Umbrien. Seit 2002 ist er die treibende Kraft des 1984 von ihm und Simon Köne wiederhergestellt Der Haager Radierklub, eine Gruppe von Grafikern, die regelmäßig Ordner mit Radierungen herausgibt. Er ist Mitglied im Künstlerclub Pulchri Studio in Den Haag. Sowohl seine Heimatstädte als auch zahlreiche Reisen nach Irland, Südeuropa, Mexiko und auf die Philippinen waren eine reiche Inspirationsquelle für seine Arbeit.

Arbeit

Landschaft von Lia bei Aarlanderveen. Strichradierung, Nachnutzung. 1989

Inspiration

Han van Hagen zeigt in seinen Radierungen Landschaften, Tiere und Pflanzen; Realität ist immer präsent. Er geht darauf zurück alte Meister und bedankt sich für Albrecht Dürerder das Gewöhnliche in die Kunst einführte, Paulus Potter und Pieter Gerardus Os mit ihren Bullen, Jacob van Ruisdael und Hercules Segers der Landschaften geätzt hat.

Auch seine Lehrer an der Akademie lehrten ihn Einsicht; Dirk van Gelders Einfachheit, Willem Mindermans sublimierte Kunst, Co Westeriks intime Welt und persönliche Aufmerksamkeit, Wim Beunings Traumwelt, die Wirklichkeit wird. Mehr als ein Einfluss kann man hier von Fortführung und Aufbau einer Tradition sprechen. Dabei streben wir ständig nach neuen Wegen und Verfahren in der Ätzung. Von Anfang an widmete er sich fast ausschließlich der Radierung, was ihm eine Sonderstellung in der niederländischen Grafik einbrachte.

Arbeiten

Ruine in Ammerzoden. Strichätzung. 2009

Han van Hagen verfolgt in seiner Arbeit zwei Ziele im Zusammenspiel. Darstellung der Materialität der Natur einerseits und der handwerklichen Seite der Radierung andererseits. Wenn er schließlich zu dem Schluss kommt, dass für den Radierer die grafische Struktur wichtiger ist als die Darstellung, bedeutet dies nicht, dass die Handwerkskunst wichtiger ist als das Bild. Die Realität kann jedoch nur durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik richtig abgebildet werden. Durch ständig wechselnde Linienbewegungen und unterschiedliche Oberflächenbehandlungen soll das richtige Image erreicht werden.

Die Bearbeitung des Plattentons ist eines seiner Hauptthemen. (Highlander im Wasser) Die Komposition entsteht durch die Anordnung des Materials um das Hauptmotiv. Durch eine gewisse Balance zwischen Linien und unbedeutenden Teilen kann die Aufteilung der Fläche zu Spontaneität oder Ruhe führen. Die an sich abstrakte Komposition von Linien und Flächen führt zu einem Bild. Das Material der Ätzplatte bestimmt teilweise den Charakter des Bildes. In Zink geätzte Linien sind gröber und spontaner als Linien in einer Kupferätzung. Die Frage, wie viele Linien benötigt werden, wie fein sie sein sollen, ob abgeschattet werden soll oder ob bestimmte Plattentöne durch Schleifen der Platte oder durch Nachnutzung erreicht werden sollen, sind immer wieder Probleme. Bei einer Reihe von Radierungen wurden durch Techniken wie Chine collé besondere Effekte erzielt.

Formate

Han van Hagen ist ein Pleinairist unter den Radierern. Für die Arbeit in der Natur benutzte er eine Seifenkiste als Ätztablett. Viele Radierungen, die auf den Nieuwkoopse Plassen und der Drentse Heide oder in fernen besuchten Landschaften entstanden, sind daher nur wenige Zentimeter breit und hoch. Einige Landschaften sind 157 x 487 mm groß; eine Radierung des Zuidplas in Nieuwkoop hat die außergewöhnliche Größe von 166 x 1470 mm.

Kollektionen

Werk von Han van Hagen befindet sich in

  • Die Staatsdruckerei in Amsterdam te
  • Stadtmuseum Den Haag in Den Haag
  • De Buitenplaats, Museum für figurative Kunst in Eelde
  • Museum Møhlman in Appingedam
  • Der Drucksaal, Leiden
  • Viele private Sammlungen

Ausstellungen

  • 1976 Gemeentemuseum Den Haag – Gemeentemuseum Arnhem – Ausstellung und Präsentation der Kassette „Weed“ des Haagse Etsclub
  • 1978 und 1981 Institut Néerlandais, Paris
  • 1980 – heute Pulchri Studio, diverse Ausstellungen
  • 1983 Präsentation "Gekorven Diertjes", Text Midas Dekker, Aquarelle Han van Hagen
  • 1983 – heute Galerie Petit, diverse Ausstellungen
  • 1984 Präsentation anlässlich der Gründung des Haager Radierklubs – Biennale „Grafiek Nu“ (damals alle zwei Jahre)
  • 1986 Präsentation "Mumien", Text Midas Dekker, Zeichnungen Han van Hagen
  • 1987 Provinzmuseum Drenthe, Assen
  • 1987 – 2006 Ausstellungen in verschiedenen Galerien
  • 2002 Voorburg, Hofwijk, Präsentation des "The Hague Etching Club" (Faszination für Radierkunst) von Ina Verssteeg
  • 2002 – 2006 Regelmäßige Ausstellungen in De Buitenplaats, Museum für Figurative Kunst in Eelde und Museum Møhlman in Venhuizen
  • 2006 Ausstellungen in Nieuw-Amsterdam, Eelde, Middelburg, Den Haag, Amsterdam, Capelle aan den IJssel, Vlijmen, Venhuizen und Koekange anlässlich der Veröffentlichung des Buches Han van Hagen Radierung – in einigen Fällen zusammen mit Arbeiten der Keramikerin Lia van Rhijn
  • 2010 Ausstellung von Radierungen: "Auf den Spuren alter Meister", Dongha Museum, Dongen.

Veröffentlichungen

  • Han van Hagen. Radierungen, Zeichnungen und Fotos. In: Nieuwkoop, Bilder und Fragmente. 1982 (2. Auflage, 1988)
  • Midas Dekkers und Han van Hagen. Eingekorbte Tiere. 1983
  • Midas Dekkers und Han van Hagen. Mumien. 1986
  • Han van Hagen. "Die 'Haut' der Dinge". Im: Frans Jansen und Helen Stenfert Kroese, Federzeichnungen. 1988
  • Yvonne Kroonenberg und Han van Hagen. Zeit für eine Zigarre. 1991
  • Han van Hagen. Radierung. 2006. (Mit Beiträgen von Eric van der Bilt, Midas Dekker, Leo Divendal, Simon Köne, Yvonne Kroonenberg, Annette Kruisbrink, Frans Laurentius, Theo Laurentius, Ger Luijten und Aleid Rensen.)
  • Han van Hagen. Gräser. 2006. (Mit Beiträgen von Leo Divendal und Annette Kruisbrink. Mit CD)
  • Nationaler Skulpturenpark De Havixhorst. (Veröffentlicht Die Landschaft von Drenthe) 2005
  • Skulptur De Havixhorst. (Herausgegeben von: Stiftung Nationaler Skulpturenpark De Havixhorst). 2008
  • Han van Hagen. Ruinen. Dongen, 2010. (Mit Texten von Midas Dekkers, Ranko Hamelinck und Nancy Schellekens)
Als Illustrator arbeiten illustr
  • Erhaltung, Zeitschrift des Vereins zur Erhaltung von Naturdenkmälern. Die 80er
  • Convenience-Holz. Natur und Umwelt, Nr.20. 1984
  • Handbuch der Naturschutzgebiete und Wandergebiete in den Niederlanden. (Herausgegeben von Naturmonumenten.) 1985
  • Wer ehrt nicht die Kleinen… Wirbellose und Landbewirtschaftung. (Hrsg. Naturschutzrat) 1991
  • Rolf Roos und Volkert Vintges (Hrsg.) Die Umgebung der Natur. Versauerung, Eutrophierung und Austrocknung in der Natur erkennen. 1992
  • Bertus Boivin und Hans Elerie. Die Landschaft von Drenthe, Zeichnung. 1994
Weitere Literatur
  • Versteeg, Ina. Den Haag Radierklub (Faszination für Radierkunst). 2002
  • Versteeg, Ina. Den Haag Radierklub (Ausgabe "Gardens"). 2002

Externe Links

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