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Handlamineren

manuelle Laminierung ist ein Formgebungsprozess wo ein Teil in offener Form laminiert wird. Das Verfahren wird häufig zur Herstellung von Polyesterformteilen verwendet.

Prozess

Manueller Laminierprozess. (1) Form (2) Trennmittel (3) Gelcoat (4) Harz (5) Walze (6) Stoffmatte

In einer offenen Form (1) wird ein Trennmittel (2) aufgetragen. Das Auftragen des Trennmittels erfolgt in der Regel mit a Spritzpistole. Nach dem Aushärten des Trennmittels Gelcoat (3) angehoben. Der Gelcoat ist die Schicht im Laminat, die im Endprodukt sichtbar ist. Der Gelcoat verleiht dem Endprodukt somit seine Farbe und sein Aussehen. Dann wird das mit Harz (4) getränkte Gewebetuch (6) aufgebracht. Mit einer Walze (5) wird die Luft aus den Tissue-Matten herausgedrückt. Um eine ausreichende Steifigkeit zu erreichen, können mehrere Gewebematten aufgebracht werden. Nach der Reaktion des Harzes wird das Laminat entformt. Die Seiten des Laminats werden auf die gewünschte Länge gekürzt. Bei Bedarf werden Löcher in das Laminat gebohrt. Oft werden vorher „Einsätze“ in die Form gegeben.

Das Endprodukt hat nur auf einer Seite ein glattes (schönes) Aussehen. Die andere Seite des Produkts ist rau. Hier ist die Gewebemattenstruktur sichtbar.

Konzepte

  • Einsätze (Einlagen). Dabei handelt es sich um kleine Formteile, die vorher in die Form gegeben werden. Diese „Einlagen“ werden in das Laminat eingearbeitet. Die „Einsätze“ werden häufig verwendet, um Befestigungspunkte im Formteil zu schaffen.
  • offene Form (offenes Formular). Dies deutet darauf hin, dass der Aushärtungsprozess in „offener“ Form stattfindet. Mit dem HarzspritzpressenProzess wird in geschlossener Form gearbeitet.
  • Sprühlaminierung (Spray auflegen). Im Gegensatz zum manuellen Kaschierverfahren wird das Harz zusammen mit den Stoffen mit einer Spritzpistole (dt.: Zerhacker/Spritzpistole) aufgetragen. Da die Fasern eine begrenzte Länge haben (ca. 25 mm), ist die Festigkeit des Laminats begrenzt.
  • Vakuumfolientechnik. Am Ende des manuellen Kaschierprozesses oder der Sprühkaschierung wird das Ganze mit einer Folie abgedeckt und abgesaugt, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren.
  • PU-Sprühkaschierung oder strukturelles PU-Spritzen. Von in offener Form Polyurethan durch Aufsprühen können komplexe flexible Produkte hergestellt werden. Bei Verwendung unterschiedlicher Dichten von PU entsteht auf diese Weise eine Sandwich-Konstruktion.

Angewandte Materialien

  • Harz. Grundsätzlich können alle Arten von Harzen verwendet werden. Die gängigsten Harze sind: Epoxid, Polyester, Vinylester und phenolisch
  • Gewebe. Grundsätzlich können alle Gewebearten verwendet werden. Wichtig für die Festigkeit des Laminats ist die befeuchten der Fasern durch das Harz. werden die meisten Glasfasermatten angewendet. In besonderen Fällen, wenn eine starke Konstruktion erforderlich ist, werden spezielle Stoffe verwendet. Diese sind oft aus Kohlefaser oder aramid.

Leistungen

Einer der Vorteile dieser Technik besteht darin, dass Kleinserien von komplex geformten Teilen kostengünstig hergestellt werden können. Die Handlaminiertechnik wird auch verwendet, um eine Kopie einer bestehenden Form zu erstellen. Aus der vorhandenen Form wird dann ein Abguss hergestellt, der als Form für die Kopie dient.

Nachteile

Der Nachteil der manuellen Laminiertechnik ist, dass dabei viele Schadstoffe („freies“ Styrol) freigesetzt werden. Das Verfahren unterliegt daher strengen Umweltgesetzen. Der Trend geht dahin, dass ein Wechsel zum geschlossenen Werkzeugprinzip (RTM) stattfinden.

Anwendungen

Die manuelle Laminierung wird bei der Herstellung von großen Polyester-(Proto-)Teilen in Kleinserien eingesetzt.

Beispiele hierfür sind;

  • Schiffsdeck und Rümpfe
  • LKW (Fahrerhäuser)
  • Flugzeuge (Formteile)
  • Buchsen (vorne, hinten, Kopf)
  • Rotorblätter für Windkraftanlagen
  • Schutzbleche
  • Toilettenkabinen
  • Straßenmöbel
  • Ornament

Siehe auch