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Harald Schmidt | ||||
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| Vollständiger Name | Harald Franz Schmidt | |||
| Geboren | Neu-Ulm, 18.08.1957 | |||
| Land | ||||
| Beruf | Moderator, Schauspieler, Komiker, Kolumnist, Entertainer und Autor | |||
| Bekannt aus | Late-Night-Shows | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
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Harald Franz Schmidt (Neu-Ulm, 18. August1957) ist ein Deutsche Moderator, Schauspieler, Komiker, Kolumnist, Entertainer und Autor.
Jugend und Bildung
Harald Schmidt ist der Sohn von Anton Schmidt (1916-2010) und aufgewachsen in Nürtingen. Sein Vater war von Karlsbad im Westböhmen und seine Mutter raus Brunn im Südmähren. In jungen Jahren war er Mitglied der katholischen Pfadfinder und wuchs in einer streng katholischen Familie auf. Später, nach dem Studium an der Kirchenmusikschule in Rottenburg am Neckar Kirchenmusiker und wirkte als Organist in der katholischen Gemeinde St. Johann in Nürtingen.Nach dem Abitur am Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen studierte er von 1978 bis 1981 an der Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Um Kontakte zum Fernsehen zu knüpfen, meldete er sich 1983 an der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, konnte sich aber nicht von 100 Kandidaten qualifizieren.
Werdegang
Als Theater- und Kabarettdarsteller
Harald Schmidt hatte seinen ersten Vertrag mit den Städtischen Bühnen im Jahr 1981 bis 1984 Augsburg. Seine erste Rolle dort war der zweite Mameluk in Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, in dem er nur den Ausdruck "Nur hierin!" durfte sprechen. Von 1984 bis 1989 wirkte er beim Düsseldorfer Kom(m)ödchen van Kay Lorentz, wo seine Karriere als Komiker unter der Regie von . begann Lore Lorentz. 1985 ging er mit seinem ersten Soloprogramm Ich hab' schon wieder überzogen auf Tour. Mehrere Soloprogramme waren Überstehen ist alles (1988) und Schmidt-Geschenk (1992) Im Frühjahr 2002 kehrte er als Luckys Diener im Stück ans Theater zurück Warten auf Godot von Samuel Beckett. Im April desselben Jahres wurde er Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses. Im Sommer spielte er auch in Bochum im stück Diese Direktoren von Daniel Besse die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden von Montparnasse. Ab Juli 2004 war er zusammen mit Manuel Andrack und seine eigenen zweistündigen Kabarettshows Sprechstunde, Einspruch und Summe cum auf dem Weg. 2007 spielte er den Doktor Diafoirus in dem Stück Der eingebildete Kranke von Molière auf der Bühne des Bolongaropalastes in Frankfurt-Hochsta.
Seit 2007 ist er Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart. Im Oktober 2007 die Premiere des Liederabends Elvis Lebt. Und Schmidt kann es beweisen. Im Oktober 2008 fand die Premiere des von Schmidt geplanten Weiler-Musical Der Prinz von Dänemark Unter der Leitung von Christian Brey, in dem er auch einige Rollen spielte. Schließlich trat er regelmäßig in Regieproduktionen auf René Pollesch. 2012 ging er auf Deutschland-Tournee mit dem Konzert Köln, sprach er im Singspiel Der Schauspieldirektor (Mozart) die Titelrolle und er sang eine Baritonpartie.
Als Filmschauspieler
1995 wurde Schmidt zusammen mit Jürgen von der Lippe Im Kino Nich' mit Leo. 1999 folgte eine Hauptrolle in dem Film Späte Show, in dem er die Programmdirektorin Conny Scheffer spielte. Außerdem trat er an der Seite zahlreicher Comedians mit einem kurzen Auftritt in Otto Waalkes Kinofilm 7 Zwerge – Männer allein im Wald. Im Film Vom suchen und finden der Liebe er spielte an der Seite von Anke Engelke eine unterstützende Rolle.
2004 wäre er in einem RTLFernsehfilm über die Flutkatastrophe von 1962 in Hamburg, der damalige Senator Helmut Schmidt Typ, aber er hat seine Teilnahme vor der Ankündigung seiner neuen Late Night-Show abgesagt Harald Schmidt (ARD). Seit Anfang 2008 spielt er in der ZDF-Serie Das Traumschiff die Rolle des Kreuzfahrtdirektors Oskar Schifferle. In der zweiteiligen TV-Serie Teufelsbraten (2008) war er als Vertreter der Unterwäsche zu sehen. In einer im November 2009 ausgestrahlten Folge der ZDF-Krimiserie SOKO Stuttgart er nahm eine Gastrolle als Leiter einer psychiatrischen Klinik an. 2011 trat er als Moderator seiner eigenen Late-Night-Show in dem Drama auf Halt auf freier Strecke. 2012 folgte eine Nebenrolle in der Komödie Zettl. Im Februar 2015 spielte er in Das Traumschiff erneut die Rolle des Kreuzfahrtdirektors Schifferle. 2016 spielte er wieder eine Nebenrolle in der Rosamunde Pilcher-filmen Ein Arzt & drei Frauen als Lord Hurrleton.
Als Moderator
Seine erste Bekanntschaft mit dem Fernsehen machte Schmidt im März 1988 an der Sender Freies Berlin mit dem Programm MAZ ab! (1989, Der Erste). Dann folgten die Quizshows Pssst… und Schmidteinander, die er zusammen mit Herbert Feuerstein bis 1994 präsentiert. Beide Sendungen waren WDR produziert und ausgestrahlt. Von Dezember 1992 bis März 1993 gab es ein kurzes Intermezzo mit der vierteiligen Show Gala! (ARD). Von Oktober 1992 bis Mai 1995 moderierte er die Show Verstehen Sie Spaß? (ARD), die er erworben hatte von paola und Kurt Felix.
Von Dezember 1995 bis Dezember 2003 präsentierte Schmidt die Harald Schmidt-Show. Sein oft respektloser und zynischer Humor brachte ihm den von den Medien geprägten Spitznamen Dirty Harry ein. Dieses Verhalten gegenüber seinen "Opfern" brachte ihm mehrere Anklagen ein.
Im Dezember 2003 gab er bekannt, dass nach seiner Late-Night-Show (Sat.1) wollte eine kreative Pause einlegen. Durch den Erwerb der ProSiebenSat.1 Media AG von Haim Saban Schmidts damaliger Freund und Manager Martin Hoffmann war wenige Tage zuvor entlassen worden, woraufhin Schmidt seinen Vertrag nicht verlängerte. Möglicherweise gab es mehrere Gründe für seinen Weggang: Die Besetzung der vakanten Stelle erfolgte am 17. Mai 2004 durch Anke Engelke mit ihrer Show Anke Late Night, die am 21. Oktober 2004 wegen schlechter Zuschauerzahlen wieder abgesetzt wurde. Während seiner einjährigen Pause ging er mit Manuel Andrach mit einer Kabarett-Tournee auf Welttournee.
Die erste reguläre Fortsetzung der neuen Late-Night-Show Harald Schmidt wurde im Januar 2005 ausgestrahlt und umfasste 60 Sendungen pro Jahr mit Kosten von 8 Millionen Euro oder rund 133.000 pro Sendung.
Neben der Moderation seines eigenen Programms war er in den folgenden Jahren immer wieder als Moderator in diversen anderen Programmen zu sehen. Im Februar 2006 moderierte er gemeinsam mit Sportreporter Waldemar Hartmann die 60-minütige ARD-Sendung Olympia mit Waldi & Harry während der Olympische Winterspiele 2006. Im Mai 2006 moderierte er das TV-Magazin Mainz melden, die ironisch und selbstkritisch zum 40-jährigen Jubiläum gestaltet wurde. Zusammen mit Eva Padberg im November 2006 präsentierte er die Bambi-Präsentation der Hubert Burda Medien im Stuttgart, sowie die Bambi-Verleihung 2007 und 2008. Im April 2007 wirkte er als Gastmoderator bei der heuteNachrichtensendung, die von 4,24 Millionen Zuschauern verfolgt wurde.
Ab Oktober 2007 ist Schmidt zusammen mit dem Komiker leidde Oliver Pocher das Programm Schmidt & Pocher. Diese Partnerschaft endete im April 2009. Im September 2008 übernahm er anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von NDR Info für einen Tag die Position des Chefredakteurs dieser Sendung. Im September 2010 wurde bekannt, dass Schmidt seinen Vertrag bei der ARD nicht verlängert und stattdessen bei Sat.1 unterschrieben hat.
Am 13. September 2011 wurde die erste Ausgabe des Harald Schmidt-Show auf Sat.1. Anfang Januar bekam die Show einen zusätzlichen Sendetag, doch im März 2012 wurde bekannt gegeben, dass die Show aufgrund schlechter Zuschauerzahlen beendet wird. Die letzte Ausstrahlung war am 3. Mai 2012. Am 2. Mai jedoch wurde der Pay-TV-Sender Himmel bekannt, die Show zu übernehmen und Schmidt wieder seine eigene zu geben Late-Night-Show präsentieren konnte, die zuletzt im März 2014 auf Sky zu sehen war. Schmidt hatte zuvor angekündigt, dass er sich bei einer Beendigung der Show komplett aus dem TV-Geschäft zurückziehen würde. Im Februar 2015 präsentierte er die SRF 1-Programm Kulturplatz. Er akzeptierte für zwei Folgen, um die Moderatorin Nina Mavis Brunner zu ersetzen.
Als Autor
Schmidt hat mehrere Bücher geschrieben. Außerdem schrieb er von 1994 bis 2013 eine wöchentliche Kolumne für das Magazin Fokus. Einige dieser Rubriken wurden auch gesammelt und in Buchform veröffentlicht. Im Oktober 2003 erschien das Hörbuch zu Horst Friedrichs Krimiroman Jerry Cotton – Mein erster Fall beim FBI, gelesen von Harald Schmidt.
Werbung
Sein erstes Werbeengagement bekam er bei Sat.1 während der during Fußballweltmeisterschaft 1998. Seit dem Jahr 2000 wirbt Schmidt regelmäßig bundesweit für mehrere Organisationen und Unternehmen. Im Sommer 2000 lobte er in TV-Spots von T-Online die Vorteile eines Internet- und ADSL-Anschlusses. Im Januar 2001 posierte er in einem Zeitungsartikel für die deutsche Stiftung Pfadfinden als unbezahlte Werbefigur. Ab 2002 gab es jährliche TV-Spots für die Kaffeemarke Nescafé des Unternehmens schmiegen. In den Anfangsjahren wurden die Spots komplett von Schmidts Firma Bonito TV produziert.
Weitere Aktivitäten
Harald Schmidt unterstützt das Zentrum gegen Vertreibungen (ZgV) nicht nur mit seinem Namen, sondern auch mit Geldspenden. Er ist auch Mitglied der Jury des Franz Werfel-Menschenrechte verbreitet.
Seit 2008 ist er Schirmherr der "Stiftung Deutsche Depressionshilfe", die er in ihrem Ziel unterstützt, die Situation depressiver Patienten durch finanzielle Unterstützung, Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation der Patientenkongress Depression".
Privatleben
Schmidt lebt mit seinem Partner und fünf Kindern in Köln-Marienburg.
Auszeichnungen
- 1986 - Salzburger Bulle – Bestes deutschsprachiges Nachwuchscabaretier
- 1988 - Telestar – Incentive-Preis
- 1992 - Europäischer Fernsehwettbewerb – 1. Preis für die beste Unterhaltungssendung
- 1992 - Adolf-Grimme-Preis in Bronze für Gala – Weihnachten mit Harald Schmidt (zusammen mit Anke Böttcher)
- 1993 - Goldenes Europa – Entertainer des Jahres
- 1993 - Telestar
- 1993 - Bambi
- 1994 - Goldene Kamera – Der lustigste Showmaster vor dem MAZ ab!
- 1997 - Adolf-Grimme-Preis für Die Harald-Schmidt-Show
- 1997 - Bambi
- 1997 - Goldener Löwe – Bester Show-Host für Die Harald Schmidt Show
- 1997 - Telestar - Bester Show-Host für Die Harald Schmidt Show
- 1998 - Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache
- 1998 - Prix Pantheon – Sonderpreis Reif und Bekloppt
- 1999 - Bayerischer Fernsehpreis für Die Harald Schmidt Show
- 1999 - Radio Rainbows-Preis – Lebenslange Komödie
- 1999 - Goldene Romy für Die Harald Schmidt Show
- 2000 - Deutscher Fernsehpreis – Beste Präsentation – Unterhaltung
- 2001 - Deutscher Fernsehpreis – Beste Präsentation – Unterhaltung
- 2001 - Goldener Wuschel van Brisant (ARD) "für seine Verbindung mit Brisant als unermüdlichen Kritiker"
- 2002 - Adolf-Grimme-Preis im Wettbewerb Besondere für Die Harald Schmidt Show
- 2002 - Goldene Kamera in der Kategorie Unterhaltung
- 2002 - Goldene Feder zusammen mit Manuel Andrack
- 2002 - Theater heute: "Bester Nachwuchsschauspieler" (für "Warten auf Godot")
- 2003 - Deutscher Fernsehpreis – Beste Komödie für Die Harald Schmidt Show
- 2003 - Deutsch-Französischer Journalistenpreis in der Kategorie Fernsehen (für Die Harald Schmidt Show – Le show en français)
- 2003 - Hans-Bausch-Medienpreis
- 2003 - Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik
- 2003 - NEO Award für die Sat.1-Homepage www.schmidt.de
- 2003 - OnlineStar für die Sat.1-Homepage www.schmidt.de.
- 2006 - Preis des beleidigten Zuschauers
- 2009 - Hans-Peter-Stihl-Preis
- 2011 - Romy für Scheitern, Scheitern, besser Scheitern wenn Bestes Dokumentationsfernsehen
- 2012 - Internationaler Mendelssohn-Preis Leipzig
- 2013 - Chevalier de la legion d'honneur
TV-Präsentationen
- 1988–1991: MAZ ab! (West 3, Das Erste)
- 1988–1989: Hollymünd (WDR)
- 1990: Satirefest (3Sa)
- 1990–1995; 2007: Pssst... (West 3, Das Erste)
- 1990–1994: Schmidteinander (West 3, Das Erste)
- 1991–1992: Gala (vier Ausgaben) (NDR)
- 1992–1995: Verstehen Sie Spaß? (Das zuerst)
- 1995–2003, 2011–2014: Die Harald Schmidt Show (Sat.1, Sky)
- 1998: McSchmidt-Studio (Sat.1)
- 2004–2007; 2009–2011: Harald Schmidt (Das Erste)
- 2006, 2007, 2008: Bambi-Verleihung (Das Erste)
- 2006: War tun, Herr Beckenbauer? (ARD-Spezial; Das Erste)
- 2007–2009: Schmidt & Pocher (Das Erste)
- 2006, 2008: Olympia mit Waldi & Harry (Das Erste)
- 2015: Kulturplatz (SRF 1)
Filmografie
Filme
- 1995: Nich' mit Leo
- 1999: Späte Show
- 2004: 7 Zwerge – Männer allein im Wald
- 2005: Vom Suchen und Finden der Liebe
- 2008: Teufelsbraten
- 2011: Halt auf freier Strecke
- 2012: Zettl
- 2016: Rosamunde Pilcher: Ein Arzt & drei Frauen
- 2016: Burg Schreckenstein
- 2017: Timm Thaler oder das verkaufte Lachen
TV-Serie
- 2002: Wilsberg (Folge: Wilsberg und der letzte Anruf)
- 2008: Unser Charly (Folge: Gesucht und gefunden)
- seit 2008: Das Traumschiff (zwei Rollen, 12 Folgen)
- 2009: SOKO Stuttgart (Folge Als Ganzes entwirrt)
Tonträger
- 1998: Die Besten Harald Schmidt Sprüche, Bd. 1 (Chlodwig Z / Sony Music)
- 1998: Die Besten Harald Schmidt Sprüche, Bd. 2 (Chlodwig Z / Sony Music)
- 2004: Schmidt-Geschenk (WortArt)
- 2005: LiveMitSchmidt (Deutsches Grammophon)
Videoalben
- 2000: Harald Schmidt – Respekt und Rezeptfrei re (WVG Medien GmbH)
- 2004: Schmidteinander: Das Beste (EuroVideo Medien GmbH)
- 2004: Die Harald Schmidt – Das Beste aus Vol. 1 & 2 Goldene Tore (Studiokanal)
- 2005: Harald Schmidt – Best of Harald Schmidt 2005 (Markieren)
- 2006: Harald Schmidt – Best of Harald Schmidt 2006 (Markieren)
- 2007: Harald Schmidt – Gala (EuroVideo Medien GmbH)
- 2008: Harald Schmidt & Oliver Pocher – Das erste Jahr: Best of (universelle Musik)
- 2011: Ich hab schon wieder überzogen / überstehen ist alles (Hoanzl)
- 2011: Die Harald Schmidt Show – Die Ersten 100 Jahre: 1995–2003 (Turbine Medien GmbH / Grobhandel)
- 2013: Die Harald Schmidt Show – Die Zweiten 100 Jahre: 1995–2003 (Turbine Medien GmbH / Grobhandel)
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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