WikiDer > Heinrich Proch
Heinrich Proch | ||||
![]() | ||||
Heinrich Proch Lithographie von Joseph Kriehuber 1840 | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Heinrich Proch | |||
| Geboren | 22. Juli1809 | |||
| Verstorben | 18. Dezember1878 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Genre(s) | Klassisch, HaFaBra-Musik, Oper | |||
| Beruf | Komponist, Musikpädagoge, Dirigent, Violinist | |||
| Instrumente) | Violine | |||
| ||||
Heinrich Proch (Böhmisch-Leipa[1], jetzt: Ceska Lipa, 22. Juli1809 – Wien, 18. Dezember1878) war ein BohemienKomponist, Musikpädagoge, Dirigent und Violinist.
Lebenszyklus
Proch erhielt ersten Musikunterricht in Pottendorf (mit einem Geiger der Eszterházyschen Kapelle) te Eisenstadt) und in Wiener Neustadt Biene Wenzel Smolik und Joseph Benesch, sein späterer Schwager, (Violine) und von Anton Herzog (Musiktheorie und Kontrapunkt). Von 1828 bis 1831 studierte er an der Universität Wien Jura und erwarb seinen Abschluss. Danach war er Beamter beim Wiener Magistrat.
Ab 1826 hatte er erste Erfolge als Geiger. Von 1851 bis 1878 war er Mitglied der Wiener Hofkapelle. Von 1837 bis 1840 war er auch Kapellmeister des Orchesters Theater in der Josefstadt und dann, rund 30 Jahre alt, erster Kapellmeister des Orchesters der Theater am Kärntnertor, die spätere Hofoper. 1874 wurde er Kapellmeister an der Komische Oper am Schottenring, das spätere Ringtheater. Er war nicht nur als Dirigent, sondern auch als Gesangslehrer bekannt. Zu seinen Schülern gehörten: Dustmann-Meyer, Amalie Materna, Minna Peschka Lentner und Angelika Dittrich.
Er übersetzte auch Libretti von Opern von u.a Giuseppe Verdic, Gaetano Donizetti und Victor Masse.
1854 wurde er Präsident der "Akademie der Tonkunst" in Wien und Ehrenmitglied der Philharmonie in Laibach, jetzt: Ljubljana und von der Mozarteum zu Salzburg. proch war Ritter im Orden von Franz Joseph und erhielt vom König von Preußen und dem König von Hannover die große Goldmedaille für Kunst und Wissenschaft.

Mit seinen Liedern wurde er in seiner Zeit als Nachfolger von Franz Schubert gefeiert, weil er rund 200 Lieder geschrieben hat. Außerdem schrieb er eine Oper, drei Operetten und Werke für Orchester und Blasorchester.
Seine Tochter Marie Louise Proch Pro studierte bei S. Marchesi und wurde Sängerin und Schauspielerin. Sie war bei der Opernsängerin Karl Eduard Katzmayr (1838–85) verheiratet. Die Enkelinnen von Proch Marie Seyff-Katzmayr und Berta Franziska Katzmayr waren auch Sänger.
Kompositionen
Arbeiten für Orchester
- Thema und Variationen: Deh torna mio bene, mio tenere amor, für Koloratursopran und Orchester, op. 164
Arbeiten für eine Blaskapelle
- 1848Gratzer Nationalgarde-Marsch, auf. 148 (gewidmet Graf Mathias Constantin von Wickenburg, Landeshauptmann der Steiermark)
- Das AlphornFantasie,
- Großer Walzer
- Solo die Klarinette, für Klarinette und Blasorchester
Musiktheater
Opern
| Abgeschlossen in | Titel | Taten | Premiere | Libretto |
|---|---|---|---|---|
| 1844 | Ring und Maske | 3 Akte | 4. Dezember1844, Wien |
Operetten
| Abgeschlossen in | Titel | Taten | Premiere | Libretto |
|---|---|---|---|---|
| 1846 | Die Blutrache | 5. Dezember1846, Wien | ||
| 1847 | Zweiter und Dritter Stock | 5. Oktober1847 | ||
| 1848 | Der gefährliche Sprung | 5. Januar1849, Wien |
Bühnenmusik
- Die schlimmen Frauen im Serail
Vokalmusik
- 1837Glaube, Hoffnung und Liebe, für Singstimme, Cello und Klavier, op. 34 - Text: I. F. Castelli
- zu 1840Das Alpenhorn, vor alt (oder Bariton), Horn und Klavier, op. 18
- 1846Wiederfinden, für Singstimme, Cello und Klavier, op. 129 - Text: Franz Hartmann
- 1847Wünsche, für Singstimme und Klavier op. 136
- 1850Ob sie sich meiner wohl erinnert?, für Singstimme, Horn und Klavier op. 22
- 1873Wiedersehen, für Stimme und Klavier
- 1882Morgenfensterln, für Stimme und Klavier
- Ein Lebenspsalm, für Singstimme und Klavier - Text: Henry Wadsworth Longfellow (1807-1882)
- Abschiedslied, für 3 Hörner und 4 Männerstimmen
- Eine Emma, für Singstimme, Horn und Klavier op. 5
- Ein sterben Sterne, für Singstimme, Horn und Klavier op. 6
- Antworten, für Singstimme und Klavier op. 99
- Calma o caro - Aria Di Concerto, für Singstimme, Horn und Klavier op. 110
- Der blinde Fischer, für Singstimme, Horn und Klavier op. 17
- Der Dschungel am Bach, für Singstimme, Cello und Klavier, op. 1 - Text: Friedrich von Schiller
- Der Sänger und der Wanderer, für Singstimme, Horn und Klavier op. 31
- Der tolle Musiker, Melodram für Sprecher, Stimme, Horn und Klavier, op. 91
- Die Mutter fragt mich, für Singstimme und Klavier op. 159
- Mach dir keine Sorgen!, für Singstimme und Klavier op. 83
- Gefangene Nachtigall, für Singstimme, Horn und Klavier op. 11
- Glockenton, für Singstimme, Cello (oder Violine oder Horn) und Klavier, op. 21
- Im Rhein, im schönen Strome, für Singstimme und Klavier op. 160 Nr. 1 - Text: Heinrich Heine
- Lebewohl!, vor alt (oder Bariton) und Klavier op. 35 - Text: vom Komponisten
- Mein Reichtum, für Singstimme und Klavier op. 4
- Mit frohem Herz, mit heitem Blick, für Sopran (oder Tenor) und Klavier, op. 74
- Nur wer die Sehnsucht, für Singstimme und Klavier op. 79 Nr. 2 - Text: Johann Wolfgang von Goethe
- Perl-Lied, für Singstimme und Klavier - Text: J.G. Seidl, aus dem dramatischen Gedicht "Der Mediziner und der Jurist"
- Schweitzers Heimweh, für Stimme, Klarinette und Klavier, op. 38
- Sterbeklänge, für Singstimme und Klavier op. 215 - Text: Ludwig Uhland
- Das Standchen
- Diese Orgel
- dass Drossel
- Türmers Nachtlied, für Singstimme, Horn und Klavier op. 58
- Unter ihnen Linden, für Singstimme, Horn und Klavier op. 122
- Wanderlied An Sie!, für Singstimme, Horn und Klavier op. 14 - Text: M. G. Saphir
Kammermusik
- 1830Streichquartett Nr. 1, auf. 12
- Lied ohne Worte, für Horn und Klavier op. 163
Verweise
- ↑Der in der deutschen und englischen Wikipedia angegebene Geburtsort (Wien) das ist nicht richtig! Siehe auch: Internetseite der ItalianOpera → Geburtsort: Česká Lípa sowie hier: Internetseite der Hymntime → Geburtsort: Česká Lípa
Literaturverzeichnis
- Jozef Robijns, Miep Zijlstra: Allgemeine Musiklexikon, Haarlem: De Haan, (1979)-1984, ISBN 978-90-228-4930-9
- Giacomo Meyerbeer, Heinz Becker, Sabine Henze-Döhring: Briefwechsel und Tagebucher: 1860-1864, Berlin: Walter de Gruyter, 2006. 993 S., ISBN 978-3-110-19231-5
- Paul E. Bierley, William H. Rehrig: Die Erbe-Enzyklopädie der Bandmusik: Komponisten und ihre Musik, Westerville, Ohio: Integrity Press, 1991, ISBN 0-918048-08-7
- Marie-Claire le Moigne-Mussat, Vorwort von Jean Mongrédien: Musique et Société à Rennes aux XVIIIe et XIXe siècles, Genf: Minkoff, 1988. 446 S., ISBN 978-2-826-60540-9
- Joachim Töche Mittler: Armeemärsche, 3. Teil - die Geschichte unserer Marschmusik, 2. Auflage, Neckargmünd, Kurt Vowinckel Verlag, 1977.
- I.-Chr. Volker: Heinrich Proch. Signalleben und Wirken, Wien, 1949. Dissertation.
- Constantin von Würzburg: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 23. Reifen. Wien, 1872.
- Mandyczewski: Heinrich Proch, in: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 26. Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 620 f.
- CH. Herzen: Heinrich Proch. in: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 8, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1983, ISBN 3-7001-0187-2 , S. 290 f. (Direkt links auf S. 290, S. 291)
Externer Link
- Noten von Heinrich Proch auf der Website der Internationales Bibliotheksprojekt für Musiknoten
