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| Ort | |||
| Zustand | Rheinland-Pfalz | ||
| Landbezirk | Rhein-Hunsrück-Kreis | ||
| Gemeinde | Boppard | ||
| Koordinaten | 50° 11′ N, 7° 39′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Einwohner | 283 (30.06.2015) | ||
| Höhe | 152 m² | ||
| Andere | |||
| Postleitzahl | 56154 | ||
| Vorwahl | 06742 | ||
| Webseite | http://www.hirzenach.de | ||
| Fotos | |||
| Dorfblick | |||
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Der Ort Hirzenach liegt malerisch am linken Ufer des Rhein gegen den Hang des Rheinisches Schieferplateau und ist einer von zehn Ortsbezirke aus der Stadt Boppard. Am 31. Dezember 1975 hörte Hirzenach als eigenständige Gemeinde auf und wurde Boppard zugeschlagen. Der Ort hat eine Haltestelle an der Bahn Linke Rheinstrecke.
Erdkunde
Hirzenach liegt zwischen St. Goar und Bad Salzig. Der Ort liegt zentral in der Weltkulturerbe von UNESCO "Oberes Mittelrheintal", ein bei Touristen beliebtes Gebiet für seine schönen Schlösser, historischen Städte, Weinberge und landschaftliche Schönheit.
Geschichte
Im frühen 12. Jahrhundert, Kaiser Heinrich V ein Stück Land auf dem BenedektinerAbtei in Siegburg mit dem Auftrag übergeben, dort ein Kloster zu errichten. Papst Paschal II 1109 wurde die Schenkung gerichtlich bestätigt. Heute zeugt der vor 1110 erbaute romanische Bau von St.-Bartholomäus-Kirche der damals errichteten Propstei. 1802 wurde das Dekanat wegen der Säkularisierung Die Klosterkirche ist seither Pfarrkirche des Ortes. Zusammen mit dem ehemaligen Dekanatsgebäude aus dem 18. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert zur Villa Brosius umgebauten ursprünglichen Pfarrkirche (südöstlich der ehemaligen Klosterkirche) und dem barocken Dekanatsgarten zählt die Bartholomäuskirche zu den Hauptattraktionen des Ortes.
Ursprünglich bestand das Dorf aus zwei separaten benachbarten Siedlungen: Niederhirzenach und Oberhirzenach. Am 8. August 1924 einigten sich die Räte der Dörfer in zwei getrennten Sitzungen auf die Zusammenlegung zu einer Gemeinde Hirzenach.
In dem Zweiter Weltkrieg das Dorf wurde zweimal von Bombardements getroffen. In der Nacht vom 11. auf den 12. August 1942 warfen britische Flugzeuge ihre vermutlich für Mainz bestimmten Bomben über Hirzenach ab und töteten 7 Zivilisten; 7 Häuser wurden komplett zerstört und 47 beschädigt. Ein zweiter (diesmal amerikanischer) Bombenangriff fand am 19. September 1944 statt, bei dem 5 Zivilisten starben.
Bis in die 1960er Jahre war Hirzenach von Weinbergen umgeben. Die schwere Arbeit an den Steilhängen bei Hirzenach und die geringen Erträge ließen die Weinberge schnell verschwinden. Heute besitzt das Dorf noch einen Weinberg.
Seit 1988 ist die von Lea Ackermann, einer Missionsschwester Unserer Lieben Frau von Afrika, gegründete Hilfsorganisation im Presbyterium von Hirzenach (dem ehemaligen Propsteigebäude) ansässig. SOLWODY (Solidarität mit Frauen in Not).
Bilder

Proosdij-Gebäude

Prost Garten

Rheinblick bei Hirzenach
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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