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Hunkerbunker ist ein Holländer Verspottung Bezeichnung für ein (Mehrfamilien-)Haus, dessen Bewohner überwiegend oder ausschließlich unverheiratete Frauen waren, da angenommen wurde, dass sich die Bewohner nach Männern (Gesellschaft) sehnen. (Der) Hunkerbunker ist wie Spitzname verbunden mit diversen Wohnungen in u.a. Rotterdam, Maastricht[1], Ede,[2]Amsterdam, Führen und Arnheim. Außerdem wurde der Begriff für Klöster und für den Frauenturm der Bijlmerbajes. Übrigens wurde das Wort auch für ein rein männliches Gebäude verwendet, wie zum Beispiel ein Wohnhaus für alleinstehende männliche Mitarbeiter auf dem UTwente.[3] Wegen seiner verächtlichen Natur wurde der Begriff manchmal als herablassend oder verletzend empfunden.
Hintergrund
In den 50er und 60er Jahren war es keine Selbstverständlichkeit, unverheiratet zu sein. Meist verließen die Menschen das Elternhaus erst kurz nach der Heirat, um gemeinsam einen Haushalt zu führen. Singles konnten nicht so leicht eine Wohnung finden und Frauen unter ihnen noch schwieriger, weil sie sich nicht als Wohnungssuchende registrieren konnten. Neben kulturellen Faktoren sind die Wohnungsnot spielte in dieser Zeit eine Rolle. Für Studierende war es jedoch nicht ungewöhnlich, außer Haus zu leben, und auch für andere junge Menschen gab es Möglichkeiten. Dies beinhaltete oft das Bewohnen von Gästehäusern oder das Leben in einem Wirtin.
Teilweise wurden in Ausbildungskursen alleinstehende Jugendliche untergebracht, zum Beispiel in Form von „Schwesterwohnungen“ für Krankenschwestern in der Ausbildung. Privatpersonen, Institutionen oder Firmen bauten manchmal auch Wohnungen für alleinstehende berufstätige Frauen. Einige dieser Gebäude sind im Volksmund als Hunkerbunker bekannt.
Anfänglich war Anleitung und vor allem Supervision durch Hausmeister, Mentoren oder Freiwillige in Schwesternwohnungen keine Seltenheit. Die Aufsicht bestand hauptsächlich darin, männliche Besucher einzuschränken oder sogar zu verhindern. Im Krankenhaus Düne und Bosch im Castricum 1960 wurden Männerbesuche im Schwesternheim noch von Parkwächtern mit Ermittlungsbefugnis.[4]
Andere Beispiele
- Rotterdam - De rostfreier Stahl-Wohnung in Rotterdam-Blijdorp, 1958 fertiggestellt, für alleinstehende berufstätige Frauen.[5] Das war in doppelter Hinsicht besonders: Frauen verließen das Elternhaus oft erst nach der Heirat und wurden nach der Heirat meist vom Arbeitgeber entlassen.[6]
- Leiden - Das Ausbildungszentrum der im Jahr 2020 abgerissen wurde AZL am Rijnsburgerweg gab es mehrere Stockwerke für die Unterbringung von Krankenpflegerinnen in Ausbildung. Auch hier war von einem Hunkerbunker die Rede.[7]
- Arnheim - Die ehemalige Schwesterwohnung des Krankenhauses Rheinland.[8]
- Utrecht - Die Wohnung in Oudenoord von 1957, von Helene Hulst-Alexander als Wohnraum für alleinstehende berufstätige Frauen gebaut.[9]
- Den Bosch - Die ehemalige Schwesterwohnung 'Huize Bloemenkamp' um 1970.[10]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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