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Informationsmanagement ist ein Prozess, der sicherstellt, dass der Informationsbedarf aus unterschiedlichen Arbeiten und Geschäftsabläufe einer Organisation werden übersetzt in Informationsbereitstellung. Informationsmanagement professionalisiert die Nachfrageseite der ICT und fällt daher in der Regel nicht in eine ICT-Abteilung, sondern in die Nutzerorganisation. Das Informationsmanagement fungiert als Auftraggeber des ICT-Anbieters und repräsentiert die Nutzerorganisation als Abnehmer der Informationsbereitstellung.
In der Praxis wird der Begriff Informationsmanagement nur für strategische und Managementaktivitäten verwendet. Für operative Tätigkeiten lautet der Begriff in der Regel Funktionsmanagement benutzt. Ein De-facto-Standard für Informationsmanagement und Funktionsmanagement ist BiSL[Quelle?] .
Rolle
Das Informationsmanagement ist im Auftrag der Nutzerorganisation für die verfügbare Informationsbereitstellung und die dafür eingesetzten Informationssysteme verantwortlich.
Auf strategischer Ebene ist das Informationsmanagement verantwortlich für die Erarbeitung der Informationsstrategie, die Erarbeitung der Strategie für die Informationsbereitstellungsorganisation und die Informationskoordination (Koordination und Abstimmung zwischen diesen Strategien und anderen Politikplänen).
Darüber hinaus ist das Informationsmanagement für eine Reihe von Managementprozessen verantwortlich:
- Finanzverwaltung: Überwachung der Kosten der Informationsbereitstellung
- Planung & Kontrolle: Kontrolle der Zeit- und Kapazitätsaspekte der Informationsbereitstellung
- braucht Management: Überwachung der Qualität der Informationsbereitstellung und Umsetzung von Bedarfsentwicklungen aus Arbeits- und Geschäftsprozessen in Anpassungen der Informationsbereitstellung
- Vertragsmanagement: Gute Vereinbarungen mit dem ICT-Lieferanten treffen
Schließlich steuert das Informationsmanagement häufig Projekte, um sicherzustellen, dass neue Entwicklungen auf langfristige Ziele ausgerichtet sind.
Operative Aufgaben wie Benutzer unterstützen, Änderungen spezifizieren, neue Funktionalitäten spezifizieren, Änderungen testen werden in der Regel von Funktionsadministratoren oder ältere Benutzer.
Das technische Anwendungsmanagement und andere ICT-Prozesse fallen nicht unter die Nutzerorganisation, sondern unter den ICT-Anbieter. Das Informationsmanagement und das Funktionsmanagement geben dazu Befehle, aber das Informationsmanagement ist für solche Abteilungen nicht hierarchisch verantwortlich. ICT kann bei einer internen Abteilung platziert oder ausgelagert werden. Das funktionale Management kann manchmal auch ausgelagert werden, aber das Informationsmanagement, das eine solche Auslagerung leitet, kann niemals ausgelagert werden.
Informationsmanager
Wenn eine Organisation wächst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Informationsmanager obige Rolle nicht selbst ausübt, sondern dass er für das Team verantwortlich ist, das ihn dabei unterstützt. Ein solches Team besteht oft aus einem oder mehreren funktionalen Managern, Policy Officers und Organisationsberatern. Während die Rolle eines Informationsmanagers in kleinen Organisationen noch der eines Organisationsberaters oder Policy Officers ähnelt, kommen in großen Organisationen noch Managementaufgaben hinzu. Manchmal wird beispielsweise für die Führungsposition ein anderer Name verwendet Teamleiter Informationsmanagement. In einer solchen Organisation ist ein Informationsmanager eine Art Richtlinienbeauftragter.
Bildung, Kurse und Schulungen
Informationsmanagement ist ein relativ junges Feld. Inzwischen gibt es auch Informationsmanagement-Studiengänge, sowohl in der höheren Berufsbildung als auch an der Universität, aber weil das Feld noch nicht so lange existiert und Informationsmanager in der Regel mehrere Jahre Berufserfahrung erfordern, haben nur wenige Informationsmanager eine solche Ausbildung absolviert. Viele Informationsmanager haben einen Hochschul- oder Universitätshintergrund und haben diesen in der Regel durch andere Kurse und Ausbildungen ergänzt. Als inhaltliche Grundlage wird häufig das Zertifikat [BiSL] (auf Stiftungsebene) erworben. Andere Kurse und Schulungen, die sie häufig besuchen, zielen auf die Entwicklung sogenannter Soft SkillsB. Beratungskompetenzen und Beeinflussungstechniken.
Die von Hochschulen und Universitäten angebotenen Studiengänge zum Informationsmanagement haben einen multidisziplinären Charakter. Manchmal werden diese Kurse unter etwas anderen Namen angeboten, wie zum Beispiel: Bachelor ICT-Business-Lösungen, oder Master of Information Science.
Kompetenzen und Fähigkeiten
Der Informationsmanager sorgt in seiner Arbeit für Verbindungen zwischen verschiedenen Abteilungen und Organisationen und zwischen verschiedenen Aktivitäten. Kompetenzen, die hierher passen, sind zum Beispiel Beratung, analytische Fähigkeiten, Führungs- und Organisationssensibilität, Informationsanalyse, Unterstützung schaffen, Zuhören, Netzwerkfähigkeit, Planen und Organisieren, strategisches Handeln, taktisches Handeln und Visionen für die Zukunft. Wenn ein Informationsmanager ein Team leitet, ist auch Führung eine offensichtliche Kompetenz. Andererseits braucht der Informationsmanager keine vertieften Kenntnisse in Programmiersprachen oder bestimmten Softwarepaketen, er muss sich nur mit den zuständigen ICT-Spezialisten in einer ihnen verständlichen Sprache unterhalten können.
Andere
- Das Feld wurde unter anderem von Rik Maes kartiert, Professor Informations- und Kommunikationsmanagement am Universität Amsterdam. Die Form, die er dafür verwendet, ist ein Neun-Ebenen-Modell, das sogenannte Amsterdam Information Model.[1]
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |