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Integrated services digital network
ISDN-Telefon von Deutsche Telekom

Digitales Netzwerk mit integrierten Diensten (ISDN) ist eine Form von DigitalTelefonie. Es ist eine Alternative zum Analogen TÖPFE. Mit ISDN können über eine zweiadrige Kupferverbindung auf Kreisebene mehr Daten übertragen werden als normalerweise mit POTS (plag Öld TTelefon soService) (manchmal auch falsch PSTN erwähnt) ist möglich. ISDN wird auch als Annex-B-Telefonie bezeichnet.

Die englische Bedeutung steht in etwa für „service-integrating digital network“. Das bedeutet, dass Sie nicht für jeden Dienst ein eigenes Netz benötigen, sondern dass das Netz in der Lage ist, verschiedene Dienste abzuwickeln. Nicht nur Telefongespräche, sondern auch Video- und Datendienste (Teletex, datex, Fax, Telemetrie usw.) gefüttert werden. Da ISDN im Gegensatz zu einem analogen Anschluss die Daten digital über die Leitung sendet, kann die Kapazität der Leitung effizienter genutzt werden.

Ein ISDN-Anschluss besteht aus Kanäle: ein oder mehrere B-Kanäle (Träger=Träger) und einen D-Kanal (Daten). Der D-Kanal dient zur Signalisierung ankommender und abgehender Rufe (zB Wählen einer Nummer oder Klingeln eines angeschlossenen Telefons). Die B-Kanäle werden für die eigentliche Verbindung verwendet, beispielsweise für Sprache oder (Fax-)Daten. ISDN-Leitungen mit zwei B-Kanälen werden auch als "2B D" bezeichnet. ISDN-Anschlüsse mit 30 B-Kanälen werden auch als "30B D" bezeichnet.

Jeder Mitgliedstaat der Europäische Union über eine ISDN-Telekommunikationsinfrastruktur verfügte, die jedoch in den meisten Ländern abgeschafft wurde. ISDN erfreute sich in Deutschland, den Niederlanden und Belgien einer relativ hohen Beliebtheit, insbesondere bei Unternehmen, wo ISDN bis zu 33 % bzw. 20 % bzw. 17 % der Anschlüsse ausmachte.[Quelle?]

Eigenschaften

Schaltplan. Alle ISDN-Telefone und andere Geräte werden mit kurzen Kabeln (max. 10 m) an den 4-Draht-Bus angeschlossen. Der Bus fährt durch den NT1. An den Enden des Busses befinden sich Abschlusswiderstände.
NT1 (oben) und IS/RA (unten)

Allgemeines

Der wesentliche Unterschied zwischen ISDN und einem analogen Anschluss ist die digitale Signalübertragung von der Vermittlungsstelle zum Telefon. Dadurch ist es möglich, mehrere Telefoniekanäle über einen einzigen Anschluss anzubieten. Ein ISDN-2-Anschluss bietet zwei Kanäle, die völlig unabhängig voneinander für Telefonate, Fax oder Datentransfer genutzt werden können; So können Sie beispielsweise gleichzeitig telefonieren und im Internet surfen.

NT1

Das ISDN-Signal kommt beim Kunden am IS/RA und ist fertig auf einem NT1 (Netzwerkabschlusseinheit). Anfangs wurde dieses NT1 nur vom Techniker installiert, spätere Telekom-Installateure und später konnte der Kunde dieses NT1 selbst installieren. In Belgien wird NT1 immer von Proximus installiert.

Ohne NT1 ist kein ISDN möglich, da es sich um eine Art Abschlusswiderstand handelt. Es ist auch die Aufgabe des NT1, das eingehende Paar (2-Draht) in 2 Paare (4-Draht) umzuwandeln, ein Paar zum Senden (Transmit TX) und ein Paar zum Empfangen (Receive RX). Die Leitung zum NT1 wird auch als Y-Bus (2-Draht) bezeichnet. Es gibt zwei Anschlüsse am NT1. An diese Anschlüsse können ISDN-Geräte angeschlossen werden. Dies kann ein Telefon, Fax, Modem oder TK-Anlage (Telefonzentrale). Diese Verbindungen werden als S0-Bus (4-Draht) bezeichnet. Für ISDN-30 gilt das oben Gesagte nicht: In diesem Fall wird ein anderes Gerät installiert, das die 2 MB-Verbindung bereitstellt. Funktion und Bedienung unterscheiden sich geringfügig vom NT1.

Weitere Telefonnummern

Bei ISDN gibt es eine Trennung zwischen Leitung und Rufnummer. Pro ISDN2-Anschluss können maximal 8 Rufnummern vergeben werden. Diese Telefonnummern werden Mehrfachabonnentennummer, sogenannte MSNs, werden nicht Leitungen zugewiesen, sondern angeschlossenen Peripheriegeräten wie Telefonen oder anderen Endgeräten. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise zwei Telefone die gleiche Nummer haben und beide klingeln, wenn die entsprechende Nummer angerufen wird. Ist eines der Telefone besetzt, ist die zweite Leitung noch frei und es kann ein weiterer Anruf auf der gleichen Rufnummer eingehen, danach klingelt das andere Telefon. Ein Telefonapparat kann auch mehrere Rufnummern haben, wodurch das Telefon klingelt, wenn ein Anruf auf einer der entsprechenden Rufnummern eingeht. ISDN unterscheidet auch zwischen Diensten. Wenn beispielsweise ein Computer und ein Telefongerät dieselbe Telefonnummer haben und der Computer von außerhalb von einem anderen Computer angerufen wird, klingelt das Telefon nicht, da es keine Datendienste unterstützt. Wenn ein Sprachanruf eingeht, nimmt der Computer diesen nur dann entgegen, wenn er so eingerichtet ist, dass er auch Sprachanrufe entgegennimmt (z.

Wo noch unterschieden werden muss, ist das Profil, das einem ISDN-Anschluss zugeordnet ist, die Konfiguration des Profils erfolgt durch den Provider in der Ortsvermittlungsstelle, bei einem regulären ISDN-Anschluss entsprechend der Punkt zu MehrpunktPrinzip bedeutet dies, dass mehrere Geräte am S0-Bus verbunden werden können.Das zweite Prinzip ist Punkt zu Punkt, hier können Sie nur ein einzelnes Gerät an den S0-Bus anschließen. Dabei handelt es sich fast immer um eine ISDN-TK-Anlage, auf einer ISDN-Leitung werden oft standardmäßig mehrere Rufnummern vergeben. Dies können mehrere Einzelzahlen sein, aber auch Kleinserien von 4 oder 10 aufeinanderfolgenden Zahlen. Dies wird daher in der Regel zur Direktanwahl von Geräten/Personen verwendet. In jedem Fall wird eine der Nummern als Hauptnummer bezeichnet und auch als solche in Auskunftsdiensten, im Telefonbuch usw. aufgeführt.

Höhere Qualität

Die Digitaltechnik ermöglicht gegenüber der analogen Technik zahlreiche Qualitätsverbesserungen: Die Signale können verlustfrei übertragen werden, wenn ein Anruf nur über digitale Leitungen transportiert wird. Bei der analogen Übertragung wird das Signal nur verstärkt, nicht regeneriert. Das bedeutet, dass nicht nur das eigentliche Sprachsignal verstärkt wird, sondern auch Rauschen. Je länger eine Anschlussleitung ist, desto kleiner wird bei einer analogen Leitung der Signal-Rauschabstand (und damit die Tonqualität). Die Klangqualität digitaler Verbindungen ist daher deutlich besser. Zudem ist die Datenübertragung schneller, da kein Modem benötigt wird, das die Daten in analoge Signale umwandelt, sondern die Daten direkt in digitaler Form über das Telefonnetz transportiert werden.Bei ISDN wird eine Verbindung wesentlich schneller aufgebaut als bei POTS. Dies kann bei Anwendungen mit automatischem Verbindungsaufbau von großem Vorteil sein, beispielsweise bei einer DFÜ-Internetverbindung mit einem Modem.

Um analoge Geräte wie Telefone, Faxgeräte, Anrufbeantworter oder Modems an einen ISDN-Anschluss anzuschließen, benötigen Sie einen A/B-Adapter, auch Terminaladapter (kurz TA) genannt. Ein Beispiel hierfür ist die Quattrovox, die wie eine Haustelefonzentrale für analoge Telefone funktioniert, jedoch an eine ISDN-Leitung angeschlossen ist.

Varianten

ArtdGeschwindigkeitBGeschwindigkeit
ISDN-1116 kbit/s164 kbit/s
ISDN-2116 kbit/s264 kbit/s
ISDN-30164 kbit/s3064 kbit/s

ISDN wird in verschiedenen Ländern in unterschiedlicher Form angeboten. Im Die Niederlande und Belgien sind ein ISDN-2 (auch BRI, Basic Rate Interface genannt) und ISDN-30 (auch PRI, Primary Rate Interface genannt) für jeweils 2 bzw. 30 B-Kanäle von 64 kbit/s (Kilobit pro Sekunde, manchmal auch abgekürzt als ' kbit/s“). Ein B-Kanal von 64 kbit/s kann genau einen enthalten PCM- Sprachsignal transportieren. In den Niederlanden ist ISDN auch in den Varianten ISDN-15 und ISDN-20 verfügbar. Diese sind technisch äquivalent zu ISDN-30, jedoch mit geringerer Kapazität bzw. 15 und 20 B-Kanäle. Der D-Kanal hat a Bandbreite von 16 kbit/s bei ISDN-2 und 64 kbit/s bei ISDN-30. Der D-Kanal verwendet ein op X.25 basierendes Protokoll. Ein Kanal ist gut für den Verbindungsaufbau, man hat also zwei oder dreißig gleichzeitige Gespräche oder Datenverbindungen (zB Fax) Der B-Kanal ist der "Sprechkanal", während der D-Kanal ein immer geöffneter Steuerkanal ist. Der D-Kanal wird nun auch für Geldautomaten und Alarmanlagen genutzt. Dies wird als 'Digiaccess' bezeichnet. Digiaccess wird verschwinden, zugunsten von PIN und Alarm über ADSL. In den Niederlanden KPN Digiaccess wurde offiziell am 1. Januar 2015 eingestellt.

Technik

Das digitale Signal von ISDN wird über eine Modemverbindung zwischen der Ortsvermittlungsstelle und dem NT-1 transportiert. Das NT-1 selbst ist also ein Modem. Am S0-Bus steht das bekannte 2B D mit einer Gesamtbandbreite von 64 64 16 = 144 kbit/s zur Verfügung. Mit dem Overhead des Transportprotokolls selbst beträgt die Gesamtbandbreite 192 kbit/s. Dies macht auch den Unterschied zwischen ADSL-Modems für Annex-A (analog) und Annex-B (ISDN). Biene ADSL für Annex-A wird nur eine begrenzte analoge Bandbreite für Sprache benötigt (300–3400 Hz), wodurch die Signale für ADSL bei einer relativ niedrigen Frequenz beginnen können, siehe Erläuterung zu ADSL. Bei ADSL over ISDN (also Annex-B) wird insgesamt eine wesentlich größere Bandbreite verwendet, um die angegebenen 192 kbit/s Daten für ISDN senden zu können. Die Startfrequenz für ADSL Annex-B ist daher höher. Die logische Konsequenz ist, dass die Geschwindigkeiten, die über die Kupferadern erreicht werden können, wenn nur ein analoger Telefonanschluss aktiv ist, höher sind als bei einem ISDN-Anschluss.

Technisch (und mathematisch) könnte ein ADSL-Modem, das das gesamte verfügbare Frequenzspektrum über die Kupferdrähte nutzen könnte, schnellere Geschwindigkeiten erreichen als heute. Die zusätzlichen 25 kHz, die verfügbar werden, machen den Unterschied. Relativiert: Über analoge Telefonverbindungen, die einen Frequenzbereich von 300–3400 Hz übertragen konnten, konnte eine maximale Datenrate von 28,8 kbit/s erreicht werden. Da das ISDN-Netz für analoge Sprache etwas mehr Bandbreite zur Verfügung hat, war auch die maximal erreichbare Modemgeschwindigkeit höher; 33,6 kbit/s Durch die Nutzung der digitalen Eigenschaften des öffentlichen ISDN-Telefonnetzes könnten mit V.90-Modems sogar theoretische (Download-)Geschwindigkeiten von bis zu 56 kbit/s erreicht werden. In diesem Fall wurde das Signal zum Anschluss des Teilnehmers digital vom ISDN-Anschluss beim Diensteanbieter an die Ortsvermittlungsstelle des Teilnehmers gesendet. An die Ortsvermittlungsstelle mussten Modems noch "normale" V.34-Modulation verwenden. Zwei V.90-Modems können nur gemeinsam die V.34-Technologie nutzen, die maximale Geschwindigkeit in beide Richtungen beträgt 33,6 kbit/s.

Alle Spezifikationen zu ISDN sind beschrieben in ITU-TStandards. Diese Standards sind in eine Reihe von Kategorien unterteilt, wobei jede Kategorie durch einen Buchstaben gekennzeichnet ist. Alle Standards und Protokolle zu ISDN sind in einer eigenen Kategorie zusammengefasst, passenderweise beginnend mit dem Buchstaben ich. Eine Übersicht über diese Standards finden Sie auf der Website der ITU-T.[1]

Popularität

In der zweiten Hälfte des die 90er ISDN erfreute sich großer Beliebtheit. Mit ISDN konnte eine höhere Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit als mit einem analogen Modem erreicht werden und der schnelle Verbindungsaufbau machte es attraktiv, die Verbindung auf Kommando zu öffnen und zu schließen. Außerdem war es während einer (teilweise langwierigen) Internetverbindung möglich, über den zweiten B-Kanal ganz normal zu telefonieren. Besonders beliebt war ISDN beim Versenden großer Datenmengen durch Designabteilungen, Druckereien etc., da mehrere B-Kanäle zu einer schnelleren Verbindung gebündelt werden können. Der D-Kanal wurde häufig für Alarme und Debitkartenzahlungen verwendet.

Mit dem Aufkommen von ADSL wurde auch der Bedarf an einem zweiten B-Kanal zur Trennung von Sprache und Daten geringer. In den Niederlanden liefert KPN daher seit Februar 2005 auch ISDN-1. Der Kunde hat Zugang zu einem B-Kanal und zwei Telefonnummern zu einem Abonnementpreis, der nicht viel höher ist als bei einem analogen Anschluss. Wer ISDN-2 wegen der Vorteile der Internetnutzung genommen hat, jetzt aber über einen ADSL-Anschluss verfügt, vermeidet die Kosten für die Umstellung von ISDN auf einen analogen Anschluss und jegliche neue Ausrüstung und Verkabelung.

ISDN war eine wesentlich bessere Telefontechnik als die ältere analoge Technik. Viele ältere Firmentelefonzentralen sind noch über ISDN-2, -15, -20 oder -30 an das Telefonnetz angeschlossen. Viele dieser Telefonvermittlungen werden jetzt durch neuere Technologien, wie beispielsweise gehostete Telefonvermittlungen, ersetzt. Um Kosten zu sparen, sind auch viele ältere Telefonzentralen mit Modulen ausgestattet, um mit VoIP mit der Außenwelt kommunizieren zu können.

VoIP hat jetzt ISDN sowohl im Geschäfts- als auch im Privatkundenmarkt abgelöst. Gründe dafür sind die Flexibilität von VoIP und die geringeren Kosten, da keine separate Infrastruktur unterhalten werden muss. Der Nachteil von VoIP, das Fehlen von QoS (geringere Qualität, da der IP-Verkehr nicht zeitkritisch ist) ist aufgrund technischer Verbesserungen mittlerweile vernachlässigbar. Darüber hinaus ist es eine Tatsache, dass die verschiedenen Telekom- / Netzwerk- / Internetanbieter möglichst wenige Netzwerktechniken unterhalten wollen, weil dies Kosten spart. Alles über IP ist grundsätzlich günstiger als ein separates Netz für Telefonie, ein separates Netz für Internet und ein separates Netzwerk für Geldautomat. 'All-IP' ist ein passender Ausdruck. IP als Protokoll war bereits geeignet, um über alle Arten von zugrunde liegenden Netzwerktechniken hinweg zu arbeiten; Tendenziell werden daher immer mehr Netzwerkprotokolle über IP transportiert. KPN hat bereits angekündigt, ISDN1 und ISDN2 zum 1. September 2019 auslaufen zu lassen.[2] Für ISDN15/20/30 wird KPN diesen Dienst mindestens bis zum 1. Januar 2021 unterstützen.[3]

Gegen diese Ansicht kann argumentiert werden, dass die Kabel, über die der Internetverkehr läuft, oft in der Hand von Telefongesellschaften liegen und dass der normale (analoge) Telefonverkehr oft noch über dieselben Kabel läuft. Der Preisunterschied zwischen Internettelefonie und herkömmlicher Telefonie ist daher künstlich. Es wird daher erwartet, dass Telefongesellschaften ihre Telefoniedienste weiterhin wettbewerbsfähig halten können, und zwar über eine Infrastruktur, die für Telefonie viel besser geeignet ist als das Internet. Die Ankunft von Telefonie über ADSL veranschaulicht dies, und diese Technik basiert auf ISDN und kann dem Verbraucher sowohl als analoger Dienst als auch als ISDN-Dienst angeboten werden.

Ein weiterer Grund für den Rückgang der ISDN-Nutzer ist VDSL, auch in Kombination mit Bonding. Viele Verbraucher haben nur ein oder zwei Adernpaare. Eine Kombination von VDSL und ISDN auf einem Adernpaar ist nicht möglich. VDSL muss dann an ein freies Adernpaar angeschlossen werden, was nicht immer möglich ist. Bonding erfordert zwei Adernpaare, was bedeutet, dass auch Verbraucher mit zwei Adernpaaren ihr ISDN kündigen müssen, wenn sie schnelleres Internet wünschen.

ISDN ist mittlerweile so stark mit der Telefoninfrastruktur verflochten, dass viele neuere Technologien, wie z Handy und UMTS viele ISDN-Prinzipien finden.

Siehe auch