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Janosch (Zabrze, 11. März 1931) Pseudonym von Horst Eckert, ist eine deutsche Kinderbuchautorin und Illustratorin. Janosch ist vor allem bekannt für seine selbst illustrierten Kindergeschichten wie Oh wie schön ist Panama, einige davon wurden zu Filmen gemacht. Er hat auch eine Reihe von Büchern für Erwachsene geschrieben.
Lebenslauf und Arbeit
Horst Eckert/Janosch wurde geboren in Zabrze (das damals noch Hindenburg hieß und Teil des Deutschen war Schlesien); er stammt aus einer Bergmannsfamilie nahe der deutsch-polnischen Grenze. Janosch hatte eine unglückliche Kindheit: Sein Vater war Alkoholiker und er wuchs in einer römisch-katholischen Umgebung auf, die er als bedrückend erlebte. 1946 emigrierte die Familie nach Deutschland, auch weil das Elternhaus im Krieg zerstört worden war.
Ursprünglich wollte er Maler werden, doch die Akademie lehnte ihn ab. Nach zahlreichen Jobs widmete er sich von 1956 komplett Kinderbücher schreiben und illustrieren. Er lebt in völliger Einsamkeit Teneriffa, aber als junger Mann lange Zeit in Bad Zwischenahn lebte (wo er Arbeiter in einer Textilfabrik war und über seinen Arbeitgeber Kurse im Textildruck, einschließlich Farbtheorie und Designzeichnung, besuchte).
Janosch hat mehr als hundert Bücher geschrieben. 1979 gewann er mit Oh, wie schön ist Panama! das Deutscher Jugendliteraturpreis. Auch in den Niederlanden wurden seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet.
Tiere und Spieltiere spielen in Janoschs Werk oft die Hauptrolle. Sie bieten Kindern Identifikationsmöglichkeiten und haben meist eine emanzipierende Rolle. Am bekanntesten sind die Geschichten über Kleiner Tiger und kleiner Bär. Janosch setzt sich in seinen Geschichten für die Benachteiligten ein und achtet auf soziale Probleme. Er schreibt mit viel Humor. Seine Bücher strahlen Optimismus aus, sie zeigen, dass es für alles eine Lösung gibt.
Janosch illustriert seine Geschichten selbst. Sein Zeichenstil ist verwandt mit Wilhelm Busch und Tomi Ungerer. Seine Farben sind hell und ausgeprägt. Illustrationen und Text bilden eine Einheit.
Janosch ist auch der geistige Vater der ZeichentrickserieJanoschs Traumstunde , davon eine übersetzte Version von 1986-1995 unter dem Titel Der große dicke Bär erzählt wurde im niederländischen Fernsehen ausgestrahlt.
Im 2010 Janosch hörte auf zu schreiben, veröffentlichte aber von 2013-2019 noch eine Artikelserie für ein Magazin der Tageszeitung Die Zeit.
Persönlich
2013 heiratete Janosch seine Lebensgefährtin Ines. Sie hatten viele Jahre zusammen gelebt.
Janosch ist Atheist und hält sich für Humanist. Er ist Vorstandsmitglied eines Deutschen, zu Giordano Bruno besagte Stiftung, die einen "evolutionären Humanismus" fördert. Für das Magazin dieser Stiftung hat Janosch eine Reihe von Karikaturen geprägt von einer Tendenz zur Kritik an den katholische Kirche.
Auszeichnungen, gewonnene Literaturpreise (Auswahl)
- Janosch hat seitdem 1993 Offizier in der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz 1.Klasse)
- 1979: für: Oh, wie schön ist Panama! der Deutsche Jugendliteraturpreis
- 1984: Silberner Granger
Quellen
- Buchbesprechung von Lemniscaat
- Angela Bajorek: Wer schnell nichts braucht, hat alles Janosch – die Biographie. Ullstein, 2016, ISBN 978-3-8437-1323-8 (deutsche Biographie)