WikiDer > Jean Ferniot
Jean Ferniot (Paris, 10. Oktober1918 - 21. Juli2012) war ein Französisch Journalist, Autor und Fernsehpersönlichkeit.
Lebenszyklus
Bretonischer Abstammung, Enkel eines Holzfällers, war dreimal verheiratet und hatte fünf Kinder, darunter den Gastronomiejournalisten Vincent Ferniot.
Mit seinem Schnurrbart und seiner gepflegten Erscheinung mit Fliege wurde er zu einer bekannten Persönlichkeit.
Als Gastronom entwickelte er allerlei Überzeugungen über Lebensmittel, in denen er sich vor allem für eine natürliche Ernährung einsetzte. Er hatte eine besondere Vorliebe für Pflanzen und verurteilte das Erhitzen im Ofen Möhren und Tomaten. Endivie und Artischocke waren seine Lieblinge. Darüber hat er ein Kinderbuch geschrieben.
Journalist
- Er begann seine Karriere als Journalist 1944 bei der Agence France Presse. Er wurde dann:
- Leiter der politischen Redaktion bei Franc-Tireur (1945-1957)
- politischer Chronist bei L'Express (1957-1958)
- Leiter der politischen Redaktion bei Frankreich-Soir (1959-1963)
- Mitherausgeber bei L'Express (1963-66).
- Gastronomie-Chronik bei L'Express (1963-1969).
- Redakteur bei France-Soir (1967-1970) und Chefredakteur (1969-70).
Radio und Fernsehen
- 1967 und bis 1983 war Jean Ferniot ein viel gehörter Chronist bei Radio Luxemburg.
- Ab den 1970er Jahren wurde er im französischen Fernsehen aktiv. Dort präsentierte er literarische Programme: L'Avocat du diable, (1970), Bestseller (1973), Kursivschrift (1974), de vive voix (1975), Le livre du mois (1976).
Er hat die Sendung mitproduziert La cuisine légere. Er nahm auch oft an politischen oder literarischen Debatten teil.
Herausgeber
- Ferniot war Regisseur der Serie 'L'Air du Temps' bei Gallimard (1973-77),
- Regisseur der Serie 'Humeurs' bei Grasset (1978-83),
- Regisseur, dann Berater bei der Zeitschrift Cuisine et Vins de France (1981-1991).
Andere Aktivitäten
Er war Vorstandsvorsitzender der L'Evenement du Jeudi (1992-1994). Er war auch Vorsitzender der Terminologiekommission des Nationalen Tourismusrates (1991-1997).
Er war Vorsitzender des „Centre national des arts culinaires“ und der Nationalen Kommission für die Vergabe von Labels.
Er war Jurymitglied der Prix Interallie und Mitbegründer und Präsident der Prix Aujourd'hui.
Er war ein schützendes Mitglied der Gesellschaft für das Recht, in Würde zu sterben.
Veröffentlichungen
- L'Ombre portee, Paris, Gallimard, 1961 (Prix Interallie)
- Pierrot und Aline, Paris, Grasset, 1973
- ein suff!, Paris, Grasset, 1973
- La Petite Hülsenfrucht Paris, Mercure de France, 1974, Slg. «Roue libre»
- Vous en avez vraiment assez d'être français ?, Paris, Grasset, 1979
- Le Pouvoir et la Sainteté, Paris, Grasset, 1982
- Heiliger Judas, Roman, Paris, Grasset, 1988
- Soleil-Orange, Roman, Paris, Grasset, 1988
- Ihre Empfehlung ist bien, Memoiren, Paris, Grasset, 1991
- La Mouffe, fotogr. de Camille de Moncan, Hrsg. du Mecene, Coll. « Villes écrites », 1995
- Chere pomme de terre, mit Ymelda Moreno, Hrsg. Zuerst, 1996
- Ce soir ou jamais, Paris, Grasset, 2002
- C'était ma France, Paris, Grasset, 2004 (Prix Louis-Pauwels)
- L'Enfant du Wunder, Paris, Grasset, 2006
- Vivre avec ou sans Dieu, Paris, Grasset, 2007
- Ah que la politique était jolie!, Paris, Grasset, 2010
- Caprices de la Stuhl, Paris, Grasset, 2010