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Johannes der Standhafte | ||
| 1468-1532 | ||
Porträt von Kurfürst Johann dem Standhaften von Sachsen von Lucas Cranach der Ältere 1509. | ||
| Kurfürst von Sachsen | ||
| Zeitspanne | 1525-1532 | |
| Vorgänger | Friedrich III | |
| Nachfolger | Johan Frederik I | |
| Vater | Ernst von Sachsen | |
| Mutter | Elisabeth von Bayern | |
Johann von Sachsen Spitzname der Standhafte (Meißen, 13. Juni1468 – Schweinitz, 16. August1532) war von 1525 bis 1532 Kurfürst von Sachsen.
Lebenszyklus
Johan war das fünfte von sieben Kindern des Kurfürsten Ernst von Sachsen und Elisabeth von Bayern, Tochter des Herzogs Albert III. von Bayern van. Ab 1486 war er offizieller Erbe seines Bruders, des kinderlosen Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen, und nach dem Tod Friedrichs III. im Jahr 1525 erbte Johan den Kurfürstentitel. Er trug seinen Spitznamen der Standhafte weil er die Politik seines Bruders entschlossen fortsetzte.
Nach Frederik III. stimulierte Johan die Entwicklung des Reformation. 1527 wurde es Luthertum als offizielle Landeskirche im Kurfürstentum Sachsen installiert, mit dem Kurfürsten als Erzbischof. Er war auch ein Anführer der Schmalkaldischer Bund der 1530 zum Schutz der Reformation gegründeten protestantischen Staaten. Johan stand der Reformation ebenso positiv gegenüber wie sein Bruder Friedrich III. und seine Standhaftigkeit und sein Mut, für seinen Glauben einzustehen, machten ihn unter seinen Zeitgenossen sehr bekannt. Auch seine politischen Entscheidungen basierte er auf seinem christlichen Glauben und hielt sie stets für sehr gerecht. In politischen Angelegenheiten empfand er jedoch oft Zweifel. In seiner Zusammenarbeit mit Landgraaf Philipp I. von Hessen, zu denen Johan eine sehr enge Beziehung hatte, weil sie denselben Glauben teilten, war Philip die treibende Kraft für eine aggressivere Außenpolitik. Johan selbst war besorgt, ob er sich als Protestant gegen den Kaiser wehren sollte.
Als Schirmherr von Martin Luther Johan unterhielt ein ziemlich enges, fast freundschaftliches Verhältnis zu dem führenden Theologen der Protestanten. Luther sprach oft positiv über Johan. Er lobte Johan für seine Haltung während der Augsburger Reichstag. Als überzeugter Anhänger des protestantischen Glaubens soll er selbst protestantische Theologen daran gehindert haben, dem Kaiser der Heiliges Römisches Reich. 1527 wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in Sachsen gegründet, deren Bischof der sächsische Kurfürst war. 1529 war er einer der fürstlichen Vertreter der protestantischen Minderheit an der Reichstag der Türme.
Vor seiner Thronbesteigung als Kurfürst von Sachsen war Johan fast vierzig Jahre lang Herzog von Kursachsen, wurde aber in dieser Position oft von seinem Bruder Friedrich III. überschattet, der als Familienoberhaupt und Kurfürst von Sachsen in der kursachsenischen Politik oft entscheidende Entscheidungen traf.
1532 starb Johan in Schweinitz. Nach seinem Tod wurde er wie sein Bruder Friedrich III Schlosskirche von Wittenberg. Sein ältester Sohn Johan Frederik I folgte ihm als Kurfürst. Da er in der deutschen Reformation eine wichtige Rolle gespielt hat, wird er von der Deutschen Evangelischen Kirche gedenken. Sein Jahrestag ist der 16. August, sein Todestag.
Ehen und Nachkommen
Am 1. März 1500 heiratete Johan in Torgau mit Sophia von Mecklenburg (1481-1503), Tochter des Herzogs Magnus II. von Mecklenburg. Sie hatten einen Sohn:
- Johan Frederik I (1503-1554), Kurfürst und Herzog von Sachsen
Nach Sophias Tod heiratete Johan am 13. November 1513 in Torgau wieder mit Margarete von Anhalt-Köthen (1494-1521), Tochter des Prinzen Waldemar VI. von Anhalt. Sie hatten vier Kinder:
- Maria (1515-1583), heiratete Herzogin 1536 Philipp I. von Pommern
- Margaretha (1518-1545), verheiratet 1536 mit Hans Buser, Freiherr van Liestal
- Johannes (1519)
- Johan Ernst (1521-1553), Herzog von Sachsen-Coburg
Vorfahren
| Vorfahren von Johan dem Standhaften | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Urgroßeltern | Friedrich I. von Sachsen (1370-1428) ∞ Katharina von Braunschweig-Lüneburg (1395-1442) | Ernst I. von Österreich (1377–1424) ∞ Cymburgis von Masowien (1394–1429) | Ernst von Bayern (1373-1438) ∞ Elisabetta Viscontic (1374-1432) | Erik I. von Braunschweig-Grubenhagen (1383–1427) ∞ Elisabeth von Braunschweig-Göttingen | ||||
| Großeltern | Friedrich II. von Sachsen (1412–1464) ∞ Margarete von Österreich (1416-1486) | Albert III. von Bayern van (1401-1460) ∞ Anna von Braunschweig-Grubenhagen (1415-1474) | ||||||
| Eltern | Ernst von Sachsen (1431–1468) ∞ Elisabeth von Bayern (1443-1484) | |||||||
| Johannes der Standhafte (1468–1532) | ||||||||
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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