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Journaille

Der Begriff Tagebuch ist ursprünglich ein - zugegeben Französisch klingend (französiert) - Deutsche Wort, verächtlich bezeichnend: eine verantwortungslose, sensationslüsterne Presse, die nicht auf Wahrheit(-findung) sondern nur auf Wirkung strebt oder interessiert; kurzum: Klatsch und Verleumdung. Der Begriff wird auch mit der gleichen Bedeutung verwendet für Journalisten für diese Branche tätig. Der Begriff wird oft verwendet ironisch benutzt.

Das Wort entstand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts neu und bezog sich auf Kanal (Deutsch: Kanaille) (lat.: canis = Hund) im Sinne von "gemeiner Kerl" oder "Bastard"; Plural: „Abschaum“, „Lappen“, „Pöbel“.

Erste Erwähnung vor 1902 im Aufsatz "Die Journaille" von Karl Kraus (1874-1936). In dem Essay "Der Freiherr" (1910) weist Kraus auf den österreichischen Dramatiker und Dramaturgen hin Alfred von Berger (1853-1912) als Urheber des Begriffs.

"...if in der 'Fackel' zum erstenmal das Wort "Journaille", dessen Erfinder ich nicht bin, zitierte, dazu geschrieben: "Ein geistvoller Mann hat mir neulich, da wir über die Verwüstung des Staates durch die Preßmafia klagten, diese für meine Zwecke wertvollen Empfehlung empfohlen, die ich hemit danbar dem Sprachgebrauch überliefere"."

Jan Vrijman

Der Holländer JournalistJan Vrijman benutzte das Wort als Pseudonym für seinen täglichen Säule, das vom 2. Januar 1985 bis wenige Wochen vor seinem Tod 1997 täglich auf der Titelseite erschien Die Parol Stand. Vrijman nannte sich auch Jean Journaille.

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