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Kandersteg
Kandersteg
Gemeinde in SchweizFlagge der Schweiz
Flagge von KanderstegWappen von Kandersteg
Kandersteg (Schweiz)
Kandersteg
Ort
KantonBern
KreisFrutigen-Niedersimmental
BFS/OFS/UST-Code0565
GemeindetypGemeinde
NachbargemeindenAdelboden, Blatten, Ferden, Früchte, Kandergrund, Kippel , lauterbrunnen, Leukerbad, Reichenbach im Kandertal, Wiler (Lotschen)
Koordinaten46° 30′ N, 7° 40′ O
Allgemeines
Oberfläche133,9 (4. größte Gemeinde in der Kanton Bern) km²
Einwohner(31-12-2013)1.271
(9 Einwohner/km²)
Höhe1178 ich
Andere
Postleitzahl3718
SpracheDeutsche, der lokale Dialekt ist "Chanderstägertütsch"
Detailkarte
Karte Gemeinde Kandersteg 2010.png
Portal  Portalsymbol  Schweiz
Reformierte Kirche (1910)

Kandersteg ist eine Gemeinde im Kreis Frutigen-Niedersimmental von dem schweizerischKantonBern. Die Gemeinde hat 1.271 Einwohner.

Der Name Kandersteg

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen Adler (Frutigadler) und den „Steg“ (Brücke), der die Kander überquert. Kander (der Fluss) und Steg (die Brücke über die Kander) bilden zusammen den Namen der Gemeinde. Die Bezeichnung der Kander hat ihren Ursprung im keltischen Wort "candara", was "weiß" (lateinisch: candidus) bedeutet ist analog zum weiß schäumenden Wasserfall, der aus dem Gasterntal Richtung Kandersteg Dorf hinabstürzt.

Wirtschaft

Der Tourismus stellt das ganze Jahr über eine wichtige Einnahmequelle in Kandersteg dar. Die Wirtschaftszweige gliedern sich in: Land- und Forstwirtschaft (4,73 %), Baugewerbe und verwandte Tätigkeiten (20,98 %), Handel, Tourismus und Dienstleistungen (74 %)

Tourismus

Der Tourismus konzentriert sich vor allem auf den Aufenthalt mit der ganzen Familie: Kandersteg verfügt über 19 Hotels mit ca. 1000 Betten, 800 Ferienhäuser mit 2000 Betten, einen Campingplatz und 22 Restaurants.

In den Sommermonaten stehen Wanderwege zur Verfügung, die von leicht zugänglichen Wanderwegen bis hin zu Wanderungen in den Bergen reichen. Eine Gondelbahn und zwei Seilbahnen bringen die Touristen in die höher gelegenen Gebiete. Zu den Extras gehören verschiedene Mountainbike- und Nordic Walking-Routen.Das Dorf selbst bietet ein beheiztes Freibad, Tennisplätze, Wellness, eine Eishockeyhalle und eine Kletterwand.

In den Wintermonaten ist es möglich, in der Nähe des Skigebiets Ski zu fahren Oeschinensee und in Sunnbühl. Für Langläufer gibt es 100 km präparierte Pisten.

Die beliebtesten Orte sind es Oeschinensee, Sunnbühl (Gemmipass), das Gasterntal (Kandergletcher und Lötschenpass), Allmenalp, das Ueschinental, der Blausee (Forellenzucht) und der Tierpark Riegelsee.

Weltkulturerbe

Seit 2007 gehört ein Teil der Gemeinde Kandersteg zum UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch, als Erweiterung des Gebietes um den Jungfrau, Aletschhorn und Bietschhorn.

Verkehr und Transport

Kandersteg kommt aus Bern über die zu erreichen A6. In der Nähe von Spiez man verlässt die Autobahn und kommt über eine Regionalstraße an Früchte. Kandersteg liegt am Talschluss. Von Kandersteg aus besteht die Möglichkeit mit dem Autozug durch die Lotschbergtunnel, durch Göppenstein, Richtung Wallis oder Italien Reisen. Das Bern Lotschberg Simplonbahn (BLS) bietet Schienenverkehr nach Bern und Brigg. Neben einem Ortsbus verfügt das Dorf über eine Busverbindung mit Früchte.

Aufgrund der guten Erreichbarkeit von Kandersteg wurde dieser Ort für den Bau des Regierungsbunkers der Schweiz, der Kommandozentrale K20.

Geschichte

Die Gemmi und der Lötschenpass haben es schon zu Zeiten des Römisches Reich möglich von Wallis zum Berner Oberland Kandersteg wird bereits 1374 als Übernachtungsort auf dem von Italien über den Lötschenpass kommenden Handelsweg (Gewürzhandel) erwähnt in Schwarenbach bezeugt den Handel über den Gemmipass.

1511 wurde mit dem Bau der allerersten Dorfkirche begonnen. Eines der bekanntesten Häuser in Kandersteg ist das 1753 erbaute, reich verzierte Ruedi-Haus.

Kandersteg gehörte bis 1850 zur Gemeinde Früchte und dann gebildet mit Kandergrund die Gemeinde Kandergrund. 1908 wurde Kandersteg eine selbständige Gemeinde.

Die Konstruktion von Lotschbergtunnel (von 1906 bis 1913) stellte eine wichtige Nord-Süd-Verbindung her und bildete die Grundlage für den noch heute weit verbreiteten Autoverlad der Lötschbergbahn. Der Anschluss an das Schweizer Bahnnetz förderte den Tourismus und viele der heutigen Hotels und Pensionen wurden in dieser Zeit gebaut. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Kandersteg bereits 30 Hotels und Pensionen mit rund 1.300 Betten.

1923 leitet es WOSM (Weltorganisation der Pfadfinderbewegung) in Kandersteg einer der ersten ständigen Treffpunkte für Pfadfinder auf. Heute ist das Pfadfinderzentrum Treffpunkt für ca. 10.000 . jährlich Pfadfinder. Dieser Ort heißt Internationales Pfadfinderzentrum Kandersteg.

1991 wurde die theravadaBuddhisten eine Zuflucht in Kandersteg mit dem Bau ihres Klosters Dhammapala.

Externe Links

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