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Karl Josef Römer | ||||
| Geboren | 30. Dezember1899 Völklingen | |||
| Verstorben | 21. Dezember1984 Luxemburg | |||
| Ernennung | 1953 | |||
| Schlussendlich | 1973 | |||
| Präsident | Massimo Pilottia(1952–1958) André Donner(1958-1964) Charles Leon Hammes(1964-1967) Robert Lecourt(1967-1973) | |||
| Vorgänger | Nein | |||
| Nachfolger | Gerhard Reisschl | |||
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Karl Josef Römer (Völklingen, 30. Dezember1899 - Luxemburg, 21. Dezember1984) war ein DeutscheAnwalt. Von 1953 bis 1973 war er Rechtsanwalt Bei der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften.
Römer studiert politische Wirtschaft und Jurisprudenz im Köln, München, Freiburg und Bonn und wurde erster Gezielter Bewerter und dann Richter im Köln. Von 1933 bis 1937 arbeitete er bei der Deutschen Industriebank, danach war er bis 1946 Rechtsanwalt bei der Berliner Rechtsanwaltskammer. Nach dem Zweiter Weltkrieg Roemer fungierte als Verteidiger bei der Nürnberger Prozesse. Von 1947 bis 1952 vertrat er deutsche Interessen bei der Alliierte und anderen ausländischen Behörden und Gerichten und beriet (ab 1949) die Deutsche Bundesregierung unter anderem zum Völkerrecht. Am 29. Dezember 1952 haben die Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl stimme dem Beschluss der Bundesregierung zur Ernennung von Roemer zu Rechtsanwalt Bei der Gerichtshof der EGKS.[1] Er würde diese Position schließlich zwanzig Jahre lang bekleiden, von 1953 bis 1973.[2] Dabei zog er unter anderem Schlussfolgerungen aus dem Standardurteil Van Gend und Loos, wo er dem Gericht (vergeblich) nein riet direkte Auswirkung zu Artikel 12 EG-Vertrag und in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache Zuckerfabrik Schöppenstadt/Rat den Grundsatz der "wertenden Rechtsvergleichung" in die Rechtsprechung des Gerichtshofs eingeführt, wonach bei der Suche nach "allgemeinen Grundsätzen der Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten" betrachtet nicht das gemeinsame Minimum, sondern diejenigen Rechtsordnungen, die den Zielen der Gemeinschaftsverträge und den Besonderheiten der Gemeinschaftsstruktur am besten entsprechen.[3] Roemer starb am 21.12.1984 im Alter von 84 Jahren.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
- (das) Karl Römer im Katalog der Deutsche Nationalbibliothek (DNB), zuletzt eingesehen am 19. Februar 2015.
- (das) Karl Römer auf der Website der Bundesarchiv, zuletzt aufgerufen am 19. Februar 2015.
- (NL) Liste der ehemaligen Mitglieder des Gerichtshofs auf curia.europa.eu, zuletzt aufgerufen am 19. Februar 2015.
- ↑(das) 15. Ernennung eines Generalanwalts bei der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, AA, Protokoll des deutschen Ministerrats vom 12. Dezember 1952, zuletzt abgerufen am 19. Februar 2015.
- ↑2008 dienstältester Generalanwalt beim Gerichtshof; (und) G. Slynn oder Hadley, Gemeinschaftsrecht machen: Das Vermächtnis von Generalanwalt Jacobs beim Europäischen Gerichtshof, Edward Elgar Publishing 2008, p. 228.
- ↑(NL) Fazit des Generalanwalts K. Roemer vom 13. Juli 1971 in der Rechtssache 5-71 (Aktien-Zuckerfabrik Schöppenstedt t, Rat der Europäischen Gemeinschaften); (das) J. Isensee & P. Kirchhof, Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland: Deutschland in der Staatengemeinschaft, Huthig Jehle Rehm 2012, p. 202.