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EIN Kelim ist ein flaches handgewebtes Teppich ohne Schwimmbad mit komplizierten oder geometrischen Mustern, meist orientalischen Ursprungs, aus der Balkan bis um Pakistan. Es stellt wahrscheinlich die früheste bekannte Form der Tapisseriekunst dar. Der Name Kelim ist Türkisch und kommt davon persischgelim (گلیم). Es werden verschiedene Formen des Wortes verwendet; auf dem Balkan, im griechisch: (κιλίμι) und im kurdisch wird es sein berr erwähnt.
Die Hauptherkunftsgebiete sind: Shiraz, senné und Bidzhar im Iran und Anatolien.
Das Besondere an der Kelim-Webtechnik ist, dass die Muster auf beiden Seiten meist gleich sind, es gibt also weder Vorder- noch Rückseite. Ein Kelim kann als Boden- oder Wandbehang verwendet werden. Sie werden auch von Muslimen als Gebetsteppiche verwendet. Das am häufigsten verwendete Material für die Muster von Kelims ist wolle und für die Kettfäden verwendet man Baumwolle. Die traditionell verwendeten Farben sind Rot, Pink, Elfenbein, Blau und Grün.
Quellen
- Allane, Lee (1988), Orientalische Teppiche: Ein Einkaufsführer.Themse & Hudson, ISBN 0-500-27517-3
- Davies, Peter (2000), Antike Kelims von Anatolien.W. W. Norton & Co., ISBN 0393730476 , 9780393730470, 9780393730470, 0393730476
- Yanni Petsopoulos, Kelims: Flach gewebte Gobelin-Teppiche, Rizzoli, 1979, ISBN 0-847-80245-0