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Klaas Bolt | ||||
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Klaas Bolt in Haarlem, kurz vor seinem Tod 1990 | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Klaas Roelof Bolt | |||
| Geboren | Appingedam, 6. März1927 | |||
| Verstorben | Haarlem, 11. April1990 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Beruf | Organist, Organist | |||
| Instrumente) | Hauptorgel der Grote oder Sint-Bavokerk in Haarlem | |||
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Klaas Roelof Bolt (Appingedam, 6. März1927 - Haarlem, 11. April1990) war ein NiederländischOrganist, Organist und Komponist.
Lebenszyklus
Sein Vater war beides Lehrer wenn ChorDirigent und Kirchenorganist. Klaas Bolt war daher prädestiniert für Bildung (er besuchte kurz die Kindergarten), aber auch mit Musik kam er schon früh in Kontakt. Er wurde Schüler von Johan van Meurs auf der Arp Schnitger-Orgel in dem Der Aa-Kirche im Groningen. 1946 wurde er Organist der Bartholomäus-Kirche im Nordlaren und stellvertretender Organist der Martinikerk in Groningen. Dann studierte er in Utrecht zum Wintergarten, für die seine außergewöhnliche Begabung Improvisation hat sich herausgestellt.
1952 wurde er Stammspieler des weltberühmten Christian Müller-Orgel in der Große oder St.-Bavo-Kirche im Haarlemfür Gottesdienste. Er „teilte“ dieses Instrument mit den Organisten der Stadt Piet Kee und Albert de Klerk. Außerdem nahm er zusätzlichen Unterricht in Improvisation bei Cor Kee, der Vater von Piet Kee. An der Haarlem Internationaler Orgelimprovisationswettbewerb 1956 und 1957 wurde er Sieger.
Neben seiner Festanstellung in Haarlem fungierte Klaas Bolt auch oft als Konzertorganist im In- und Ausland und war sehr aktiv als Lehrer an der Sweelinck Konservatorium im Amsterdam. Er gab auch Improvisationskurse in der Vereinigte Staaten. Unter seinen Schülern war Masaaki Suzuki.
Klaas Bolt war nicht nur Organist, sondern noch mehr Kirchenmusiker der sein Spiel ausdrücklich in den Dienst der evangelischGemeindeSingen. Zu diesem Zweck hatte er ein Kantorium etabliert. Seiner Ansicht nach sollte die Orgel sowohl vom Gemeindegesang als auch vom Chor geleitet werden, anstatt die Orgel vom Gesang zu leiten. Also wandte er sich heftig gegen die musikologisch motivierte Tendenz bei Dirigenten und Organisten zu hoch tempi wählen.
Als Organist verfügte er über umfangreiche Kenntnisse über den Bau und die Geschichte des Instruments. Er war etwa 200 Mal als Berater für Orgelrestaurierungs- und Orgelneubauprojekte im ganzen Land tätig. Das letzte Instrument, von dem er Wiederherstellung begleitet wurde die Schnitger-Orgel in der Groninger Kirche Der Aa, wo er das Handwerk erlernt hatte.
Bolt hat eine begrenzte Anzahl von Zusammensetzungen (hauptsächlich Variation funktioniert) auf seinen Namen. Transkriptionen von registrierten Orgelimprovisationen erschienen posthum im Druck.
Kompositionen
- Orgelchoral: O Lamm Gottes unschuldig un. Danmarks Blindebbliotek, København 1999.
- Zwölf Psalmen und Hymnen: für Singstimme, Tasteninstrumente und Soloinstrumente. Lindenberg, Rotterdam 1980.
- Variationen über Hymne 405 und Psalm 91. Annie Bank, Amstelveen 2000.
- Variationen über "Erwache, der schläft". Hymne 462 aus dem Liederbuch für die Kirchen. Annie Bank, Amstelveen 1993.
- Variationen über Psalm 43. Annie Bank, Amstelveen 1994.
- Variationen über Psalm 75 und 88. Annie Bank, Amstelveen 1994.
- Variationen über Psalm 130. Annie Bank, Amstelveen 1996.
- Variationen über "See yonder coming the steamer" = Variationen über "Im Märzen der Bauer". Annie Bank, Amstelveen 1992.
Literaturverzeichnis
Publikationen (Auswahl)
- Charakter und Funktion der niederländischen Orgel im 17. und 18. Jahrhundert. In: Fenner Douglass: Charles Benton Fisk, Orgelbauer. Easthampton 1986, S. 1–18.
- Gemeindegesang in Krisensituationen. In: Cleveland Johnson (Hrsg.): Orphei Organi Antiqui: Essays zu Ehren von Harald Vogel. Westfield Center, Ithaka 2006, S. 191–220.
- Der Gemeindegesang in einer Krisensituation. Im: Das Organ, Bd. 75, 1979, S. 138–166.
- Die Geschichte und Zusammensetzung der Haarlemer Müller-Orgel. Arti*Novo, Amsterdam 1985.
- Der Orgelbauer Christian Müller und sein Werk. Im: Internationaler Orgelimprovisationswettbewerb 1970, Haarlem 1970, S. 20-24.
Über Klaas Bolt
- Wim Kloppenburg: Die Schönheit des ungeschliffenen Gemeindegesangs: Die Konzepte von Klaas Bolt. In: Cleveland T. Johnson (Hrsg.): Orphei Organi Antiqui: Essays zu Ehren von Harald Vogel. Westfield Center, Ithaca 2006, S. 221–228.
- Hans van Nieuwkoop: Haarlemer Orgelkunst von 1400 bis heute. Orgeln, Organisten und Orgelnutzung in der Grote oder St.-Bavokerk in Haarlem. Verein für niederländische Musikgeschichte: Utrecht 1988, (Musikhistorische Monographien 11).
- Peter van Dyke: Klaas Bolzen (1927-1990). Ein Leben im Dienste der Orgel. In: J. J. Steensma, P. van Dijk (Hrsg.): Ein himmlisches Juwel der Harmonie. Die Orgel der Wallonischen Kirche in Leiden in Perspektive. Erve Muziek, Gorssel, 2014, S. 195-212. ISBN 978-90-820510-2-5
