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Klingspor (vollständig: Tekstgiesserei Gebrüder Klingspor) war eine berühmte Schriftgießerei und Verlegerin.
Geschichte
Karl Klingspor (Vater) erwarb am 26. Juli 1892 die Rudhardsche Giesserei in Offenbach am MainDiese Schriftgießerei wurde bereits 1842 von Johann Peter Nees, Philipp Rudhard und Johann Michael Huck gegründet, nach 1904 führten seine Söhne Karl und Wilhelm Klingspor das Unternehmen und am 1. Januar 1906 wurde der Name in Gebrüder Klingspor geändert.
Seitdem sorgt das Unternehmen auf dem Schriftenmarkt für Furore. Namhafte Designer, darunter Rudolf Koch, Walter Tiemann, Peter BehrensKarlgeorg Hoefer, Otto Hupp, Otto Eckmann, Rudo Spemann, Victor Hammer und Hans Kühne lieferten einige Meisterwerke der Schriften für Klingspor. Willi Harwerth arbeitete ab 1936 als Zeichner in der Schriftgießerei, wo er die Wappenbilder malte, Illustrationen und Holzstiche gepflegt. Harwerth hat dort auch Buchillustrationen gemacht, Buchcover und Vignetten für Märchen und Liederbücher.
1956 schloss die Gießerei ihre Pforten. D. Stempel AG war seit 1917 Großaktionär und hatte das Unternehmen mehr als zehn Jahre lang übernommen und weiterhin Klingspor-Schriften herausgegeben.
Heute werden viele ihrer Schriftarten noch als digitale Versionen von verkauft Linoleum, das Stempel 1985 erworben hatte.
Museum
Ein großer Teil des alten Inventars der ehemaligen Klingspor, wie Zeichnungen von Rudolf Koch und anderen Gestaltern, Schriftbeispiele und Bücher mit ihren Schriften, sind in der Klingspor-Museum in Offenbach.[1]Dieses Museum sowie die ursprüngliche Schriftgießerei haben eine enge Verbindung zur Offenbacher Gestaltungsschule, die seit 1970 nach vielen anderen Namen HfG Offenbach heißt.