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Koudpersen

Kaltpressung ist ein Designprozess wo ein wärmehärtend Kunststoff, der meist mit einer (Glas-)Fasermatte versehen ist, entsteht.

Heißpressen ist dem Kaltpressverfahren ähnlich, nur dass beim Heißpressen das Presswerkzeug erhitzt wird (mittels Dampf, Öl oder Strom). Dadurch läuft die chemische Reaktion (das Aushärten des Harzes) schneller ab.

Kalt-/Heißpressung. 1 Unterer Teil des Werkzeugs. 2 Fasermatte. 3 Harz. 4 Werkzeugoberseite. 5 Endprodukt 'Trimmen'. 6 Endprodukt.

Prozess

Die (Glas-)Fasermatte (2) wird in den unteren Teil des Presswerkzeugs (1) gelegt und das Harz (3) zugegeben. Beim Schließen des Werkzeugs drückt die Oberform 4 das Harz gleichmäßig in die Werkzeugkavitäten. Beim Pressen wird das überschüssige Harz aus dem Werkzeug herausgedrückt. Durch Heißpressen wird das Werkzeug erhitzt, um die chemische Reaktion zu beschleunigen. Da die chemische Reaktion beim Kaltpressen langsamer ist, muss das Werkzeug länger geschlossen bleiben. Nachdem das Harz (3) reagiert hat, wird das Produkt (6) aus dem Werkzeug (1) (4) genommen und die Endkanten werden zugeschnitten oder "besäumt" (5).

Leistungen

Der Vorteil der Kalt- oder Heißpressung besteht darin, dass sowohl die Innenseite als auch die Außenseite des Produkts eine schöne Form haben. Dies steht im Gegensatz zu den manuelle Laminierung, wo nur eine Seite des Produkts ein schönes Aussehen hat.

Nachteile

Durch die Reaktion des Harzes (exotherme Reaktion) im Presswerkzeug verschleißt dieses relativ schnell. Aus diesem Grund sind die Produktionszahlen begrenzt. Durch den Einsatz metallischer, verschleißfester Werkzeuge kann die Standzeit des Werkzeugs erheblich verlängert werden. Beim Pressen kann Luft in den Werkzeugkavitäten verbleiben. Dies ist meist gut sichtbar an der Oberfläche in Form von kleinen Luftbläschen. Im Vergleich zu Reaktionsspritzguss (RIM) Kalt- oder Heißpressen bietet weniger Formfreiheit. Rippen sind beispielsweise nicht möglich.

Anwendung

Kaltpressung wird häufig in mittelgroßen Serienproduktionen eingesetzt. Beispiele sind Badewannen und Boote.

Weil die Epoxidharz fließt leicht, kein hoher Druck ist erforderlich. Dadurch kann das Presswerkzeug relativ günstig bleiben.

Heißpressen (bei 80-140°C) wird oft nur bei größeren Serien und kleinen Produktformen eingesetzt. Um das Heißpressen zu ermöglichen, ist das Werkzeug (meist aus Metall) mit Heizelementen ausgestattet. Dies erhöht die Kosten des Werkzeugs. Da die Produktionszykluszeit beim Heißpressen kürzer ist als beim Kaltpressen, können die zusätzlichen Werkzeugkosten über die größeren Produktionsserien relativ schnell amortisiert werden.

Externe Links