WikiDer > Lambert Swerts

Lambert Swerts

Lambert Swerts (Hasselt, 13. April1907Antwerpen, 21. Juli1980) war ein Belgier Schriftsteller, Publizist, Journalist, Dichter, Geschichtenerzähler, Biograph und Kritiker.

Einen Namen machte er sich mit seinen frühen Romanen über die Limburgse Schwerindustrie. Er verfasste auch mehrere Studien über Limburger Schriftsteller und war auch als Förderer des kulturellen Lebens in seiner Provinz sehr aktiv.

Lebenszyklus

Swerts wurde als Sohn eines Marmorarbeiters in einer Familie mit acht Kindern geboren. Er besuchte die Grundschule in Hasselt und das Gymnasium in chaumont.

Er arbeitete zunächst als Kassierer bei der Kreditbank (1923-1935). 1935 wurde er Journalist bei Die Bedeutung Limburgs.

1938 wurde er arbeitslos und 1940 zum Amtsübersetzer bei der Limburger Landesregierung ernannt. Die Ernennung erfolgte unter der Aufsicht des Interimsgouverneurs Gerard Romsee. Im September 1940 wurde er Kabinettssekretär von Romsée und dessen Nachfolger Jozef Lysens. Bei dieser Gelegenheit wurde er Mitglied der VNV. 1943 veröffentlichte er die Broschüre Galerie Limburg in Flandern, über gefallen Soldaten an der Ostfront. Er hat mitgearbeitet an Volk und Staat, zur pro-deutschen Zeitung Limburger Kurier im Maastricht und weiter Die Zukunft, die Limburger Wochenzeitung des VNV. Letzterer war Mitbegründer und Herausgeber.

Er arbeitete eng mit Theo Brons, Privatsekretär des Gouverneurs. Nach dem Krieg musste er sich vor Gericht verantworten.

Das Kriegsgericht van Hasselt verurteilte ihn zu lebenslanger Haft und 250'000 Franken Schadenersatz an den Staat. Das Kriegsgericht in Lüttich die Strafe auf 15 Jahre Gefängnis und 125'000 Franken herabgesetzt. 1950 wurde er freigelassen und seine Haftstrafe auf sechs Jahre verkürzt. Am 4. Juli 1961 wurde ihm sein Bürgerrecht wieder zuerkannt.

Die freigelassenen Swerts arbeiteten zunächst für einen Verlag. Es war auch die Zeit, als er Bahnhofsromane schrieb überwiegend Übersetzungen ähnlicher französischer Werke, die er unter seinem Pseudonym L.M. d'Osterwijers. Von 1955 bis 1959 war er Chefredakteur von Ultramare, eine Agentur für Nachrichten aus katholischen Missionsgebieten. Anschließend wurde er Redaktionssekretär von Kirche und Leben in Antwerpen und blieb es bis zu seiner Pensionierung.

1974 war er auch Chefredakteur von Schaum und vom Blatt Eigene Natur. Er trug dazu bei, das Andenken an Theo Brouns und van . zu ehren Simon Lindekens, Gouverneur des VNV in Limburg (1942-1944). 1951 wirkte er an der Herausgabe eines Teils von Brouns' Gefängnistagebuch mit und 1969 an der vollständigen Herausgabe. 1976 verfasste er eine Kurzbiographie über Lindekens, der 1946 hingerichtet wurde.

Nach seinem Tod wurde er auf dem Parkfriedhof beigesetzt Schoonselhof.Eine umfangreiche Sammlung seiner Briefe und Manuskripte befindet sich im Antwerpen Haus der Buchstaben. Seine Bibliothek befindet sich im Heimatbibliothek Hendrik Gewissen.

Organisationen

  • 1928 gründete er in Hasselt . den flämischen nationalen Studienkreis Für Altar und Herd und unter dem gleichen Namen die Monatszeitschrift der Limburgse Flämische Nationalgarde.
  • 1932 gründete er die Alfons Jeurissen Komitee, als eine Gruppe von Schriftstellern, die in Hasselt leben. Er hat auch einen Gedenkstein für Alfons Jeurissen wurde gegründet.
  • 1936 wurde er Mitbegründer der Verein der Limburger Schriftsteller.
  • 1976 gründete er mit einigen Limburger Freunden die Verein der Limburger Autoren, dessen Vorsitzender er wurde.

Veröffentlichungen

In seiner Anfangszeit beschrieb Swerts den Eintritt der Industrie in Limburg. Davon zeugen Romane baltus und Matthias. Engagiert und mit muskulöser Sprache machte er auf Limburg aufmerksam, das sich durch den Bergbau verändert. Daneben hatte er ein reges Interesse an der literarischen Tätigkeit in Limburg. Sein Interesse am Menschen und seinem Schicksal war immer präsent.

Er schrieb zahlreiche Beiträge in Das Ankündigungsblatt, Die Bedeutung Limburgs, Limburg, Die Zukunft, Druckschnur, Kreuz und Liebe, Die Flamme, Pittem-Mission, Gemeindeleben, Begegnungen, Detroit Gazette, Die Traube, Franziskus Bote etc. Swerts machte auch Radioarbeit und schrieb zahlreiche Lieder und Gelegenheitsarbeiten.

Swerts unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht: L.M. d'Osterwijers, A. Augusteijnen, Reporter, Sante quante, L.R. Swembaers und Goekwaed. Er benutzte die Pseudonyme hauptsächlich in den Jahren nach der Zweiter Weltkrieg als ihm im Rahmen der Strafe für Zusammenarbeit ein Veröffentlichungsverbot erteilt wurde.

  • 1919: Die Jüdin, eine kindliche Geschichte über die Bekehrung der Jüdin Francisca Van Leer, geschrieben, als Swerts zwölf Jahre alt war.
  • 1930: Der letzte Werwolf, Kempen-Geschichte, George Michiels Druckerei, Tongeren.
  • 1930: Der schöne Mut. Kempener Geschichte für die Jugend basierend auf einer historischen Tatsache über das Schloss von Mombeek.
  • 1934: Der Herdfreund, George Michiels Druckerei, Tongeren.
  • 1930: Nelis Luyt, humorvolle Geschichte über einen Stadttyp, Borgerhout, Vlaamsche Geluiden.
  • 1931: Die Peto-Familie, humorvolle Geschichte über Stadttypen, Borgerhout, Flämische Klänge.
  • 1933 Matthias, Gesellschaftsroman, hg. Tut mir leid, Hasselt.
  • 1933 Alfons Jeurissen, Monographie, Turnhout, Van Mierlo-Proost & Hasselt: Uitg. Jeurissen-Komitee.
  • 1935: Literatur in Limburg, Studie, Herentals, Unser Kempen.
  • 1937: Limburger Schriftsteller, Studie, 54 Biobibliographien der Limburger, Hasselt, Vereinigung Limburger Schriftsteller.
  • 1937: baltus, Gesellschaftsroman über das Limburger Bergbaugebiet, Turnhout, Herausgeber J. Van Mierlo-Proost.
  • 1937: bergauf, Reisebericht über die Schweiz. Maaseik, Van Der Donck-Robyns Verlag.
  • 1937: Was ist Schwimmen?, Propagandabroschüre, Veröffentlichung Koninklijke Hasseltse Zwemvereniging.
  • 1938: Lenin, politische Biographie, Hasselt, Pekano-Kreis.
  • 1938: Die Geheimnisse der Erde, ein Besuch der Limburger U-Bahn in Eisden, in: Het Belang van Limburg.
  • 1939: Figuren, 13 Studien zu Kempener Schriftstellern, Tongeren, G. Michiels-Broeders.
  • 1939: Londons Herz der Städte, Reisebericht, Tongeren, G. Michiels–Broeders.
  • 1940: Ellipsen, Novellen, Tongeren, G. Michiels-Broeders.
  • 1941: Irgendwo in Europa…, die Flucht nach Frankreich 1940 der Familie Swerts, Tongeren, G. Michiels-Broeders.
  • 1941: Dieses alte Land, Studien, Tongeren, G. Michiels–Broeders.
  • 1942: Elend auf dem Tisch, Vortrag, Tongeren, G. Michiels-Broeders.
  • 1942: Hier bin ich !, Veröffentlichung NSJV, Tongeren.
  • 1942: Die Bekehrung des Heiligen Lempes, Geschichte in der Kurzgeschichtensammlung: Bloom, einundzwanzig Geschichten von flämischen Schriftstellern, Diest, ProArte.
  • 1943: Limburg-Galerie im Heldentempel von Flandern, Nachruf auf an der Ostfront gefallene Limburger, Antwerpen, Volk en Staat.
  • 1944: Der Liebessänger Gottes Hilarion Thans, literarische Biographie, Mechelen, Sint Franciscusdrukkerij.
  • 1949: Marc und Magda, Roman, Turnhout, J. Van Mierlo-Proost.
  • 1949: Der Kreuzweg Übersetzung von 'Le chemin de Croix' von Paul Claudel, Izegem, Strobbe.
  • 1951: Geld oder Liebe, Roman nach Ponson du Terrail, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1951: Avanti!, eine Radtour nach Rom, Mechelen, Sint Franciscusdrukkerij.
  • 1951: Theo Brouns, Einführung in Fragmente aus seinem Tagebuch, Brüssel, Brederode.
  • 1952: Und danach?, Geschichten, Antwerpen, 't Grows.
  • 1952: Zellfieber, Gedichte, Izegem, Strobbe.
  • 1952: Magda, Roman, nach Xavier de Montépin, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1953: Der wahre Jakob, Novelle nach dem Leben von Pater Damiaan De Veuster, Antwerpen-Tilburg, hrsg. P. Vink.
  • 1953: Der lebende Talisman. Novelle, basierend auf dem Leben des spanischen Malers Ribeira, Antwerpen-Tilburg, hrsg. P. Vink.
  • 1953: Peter van Doorland, Novelle, basierend auf dem Leben von „Elckerlyc“, Antwerp-Tilburg, N.V. Verlag P. Vink.
  • 1953: Die grausame Tortur.Übersetzung von Werken von N. Belina Podgaetski, Brügge, Franciscan Standard.
  • 1953: Die Straßensänger, Roman, nach Xavier de Montépin, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1953: degenerieren, Roman nach Emile Richebourg, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1953: Der Bastard, Roman, nach Emile Richebourg, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1953: Der Ausgestoßene, nach Emile Richebourg, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1954: Die Bettelgräfin, Roman, neu adaptiert nach Jan Van Brabant, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1954: Heimliche Liebe, Roman, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1954: Ein Blick auf die Siebziger von Pater Hilarion Thans, Mechelen, Sint-Franciscus-Drucker.
  • 1954: Heimliche Liebe, Roman, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1955: Odette das Waisenmädchen, Roman, Antwerpen, hrsg. Distrigo.
  • 1955: Die Mallemolen, Novellen, Mechelen, Sint-Franciskusdrukkerij.
  • 1955: Das Drama von JerusalemPassionsspiel, Izegem, Drukkerij Strobbe.
  • 1956: Blut und Gold, die Verfolgung der Kirchen in Mexiko, Mechelen Sint-Franciscus Drukkerij.
  • 1958: Kreuzung, Reiseberichte über sieben europäische Städte, Izegem, Strobbe.
  • 1958: Die Lilie und die Distel, Roman, Löwen, Davidsfonds.
  • 1959: Säulen, Ausarbeitung, Izegem, Strobbe.
  • 1960: …und das Feuer brannte! Geschichte der Maristenbrüder in China, Genval, Herausgeber Maria-Middelares.
  • 1960: Spiegelpalast, 100 biografische Skizzen von Weltstars, Mechelen, Sint Franciscusdrukkerij.
  • 1961: Die kleine Hornpipe, Poesie, Izegem, Strobbe.
  • 1962: St. Lukas Schirmherr der Grafik, Antwerpen, Kengele Verlag.
  • 1962: Der Prozess gegen Jesus von Nazareth im Reportagestil, Antwerpen, Halewijn.
  • 1962: Riesen sterben nicht, Novelle, Borgerhout, 't Fonteintje.
  • 1962: Das Grabtuch von Turin, St. Katelijne-Waver, Ed. Passionisten.
  • 1963: Tante Nonneke, Novelle, Antwerpen, Halewijn.
  • 1964: schwache Anstrengung, Artikel im Magazin Begegnungen von 1959 bis 1964, Sammlung Christliche Pastoraltheologie.
  • 1966: Limburgische Augen sahen Amerika an, Essay, Hasselt, De Tijdspiegel.
  • 1967: lod. lavkic, Menschen und Arbeit, Monographie, Antwerpen, VTB.
  • 1968: Die Katze, Roman, Gazet van Antwerpen.
  • 1968: Die Virga Jesse van Hasselt: von lokal bis weltweit. Antwerpen, VTB.
  • 1968: Drei Jahrhunderte des Lebens, Familiengeschichte, Izegem, Strobbe.
  • 1969: Vom Bauern zum Bürger, Familiengeschichte, Izegem, Strobbe.
  • 1969: Kleine Heide-Saga, Familiengeschichte, Izegem, Strobbe.
  • 1969: Aus gestern wird morgen, Genealogie, Heraldik, Berchem-Antwerpen.
  • 1969: Swertsiana, genealogische Biographie der Namensträger, Izegem, Strobbe.
  • 1969: Tagebuch einer schwarzen Zeit. Repressionsjahre 1944/1950, Gesamtausgabe des Tagebuchs von Theo Brouns, Antwerpen, De Nederlandse Boekhandel.
  • 1970: Das irdische Paradies, Geschichten über Griechenland, Amerika und Guatemala, Berchem-Antwerpen.
  • 1970: Der Idealist Willem De Meyer, in: Willem De Meyerhuldeboek, Antwerpen, De Meyer-Komitee.
  • 1972: Für Gutenberg war Lukas …, Izegem, Strobbe.
  • 1972: Spätromantik, Verse, Izegem, Strobbe.
  • 1973: Der Tierkreis, Verse, Izegem, Strobbe.
  • 1974: Armand Preud'homme Tributbuch.
  • 1974: Unvollendete Symphonie, Geschichten, Izegem, Strobbe.
  • 1975: Aphorismen, Izegem, Strobbe.
  • 1976: Recht auf Glück, Izegem, Strobbe.
  • 1977: Minus von Tan, Antwerpen, VTB.
  • 1978: Spiegel, Lebensskizzen, Antwerpen, Serie Die Buchweizenserie.
  • 1979: Papiervögel, komponieren, Opglabbeek.
  • 1981: Limburgisches Literaturlexikon in topologischer Reihenfolge, Herk-de-Stad, Mikron (posthum)

Hörspiele

Vor allem 1938-1939 verfasste er zahlreiche Hörspiele, Biografien oder Erzählungen für die N.I.R., u.a.

  • Norwegen, übersetzt in Ralph Oxnevatt.
  • Dänemark, übersetzt in Margot Brill-Rördam.
  • der Tyrann, übersetzt in Jules Romains.
  • Silberhochzeit, übersetzt auf Fritz Rosenfeld.
  • Albrecht Rodenbachsein Leben seine Arbeit zijn.
  • August Cuppenssein Leben seine Arbeit zijn.
  • Hilarion Thanssein Leben seine Arbeit zijn.
  • auf der Ebene, nach Alfons Jeurissen.
  • Die Maas entlang Limburg.

1962 fügte er hinzu:

  • Der Preis des Lichts – ausgestrahlt von der BRT am 26. Juni 1962 unter der Leitung von Robert Maes. Diane de Goey spielte die Rolle der Heldin. Im Juli 1968 wurde es mit dem Flandern-Preis ausgezeichnet und in die Ausgabe 100, 1968, der Zeitschrift aufgenommen Flandern.

Literatur

  • Paul HARDY, Lambert Swerts. Menschen und Arbeit., 1966.
  • Monda DE MUNCK & Louis ROPPE, Leben und Werk von Lambert Swerts, Hertoghs Druckerei, Wijnegem, 1972.
  • Trocknet JANSSEN, Lambert Swerts, ein Goldgräber, Limburg Monographien der KVLS. Nr. 1, 1990.
  • Evrard RASKIN, Lambert Swerts, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.

Tribut

  • Literaturpreis von Brabant für den Roman Matthias
  • Van Veldeke-Preis für den Roman baltus
  • Flandern-Preis für das Hörspiel Der Preis des Lichts

Externer Link