WikiDer > Flüssige Mittel
In dem Wirtschaft und der Betriebswirtschaftslehre bezieht sich auf den Begriff flüssige Mittel zum Vermögenswerte in Form von Währung oder bargeldloses Geld oder andere Anlagen, die sehr kurzfristig in Bargeld umgewandelt werden können.
Der Begriff liquid bezieht sich auf liquide: Liquide Mittel können leicht bewegt und für beliebige Zwecke verwendet werden: Gehälter bezahlen, Schulden tilgen, ein Projekt finanzieren, unbewegliches oder bewegliches Eigentum kaufen, vorübergehend investieren usw. Ein Unternehmen hat immer ein gewisses Bedarf an liquiden Mitteln, um zumindest kurzfristige Verpflichtungen (weiterhin) erfüllen zu können. Andererseits ist ein Überschuss an liquiden Mitteln auch nicht vorteilhaft, da diese weniger Renditen erwirtschaften, als wenn sie im Unternehmen angelegt oder verwendet würden.
In der Regel - im engeren Sinne - handelt es sich um Bargeld, Guthaben auf Konten überprüfen und direkt anforderbare Credits auf Sparkonten. Im weiteren Sinne sind leicht erzielbare Bestände enthalten.
Das Eisenschaft und alle strategischen Aktien sind illiquide. Auch andere schwer verwertbare Posten wie nachhaltige Anlagen, Maschinen und Immobilien sind illiquide. Illiquide Geschäfte oder sogar ein ganzes Unternehmen können jedoch liquidieren, wodurch es in liquide Mittel umgewandelt wird. Das kommt fast immer auf den Verkauf an. Inkasso- und Konkursverfahren enden in den meisten Rechtsordnungen mit einer Zwangsliquidation von Vermögenswerten zur Begleichung der Forderung(en).
Es kann auch vorkommen, dass Flüssigkeit Verbindlichkeiten (z. B. negative Salden auf einem Kontokorrent außerhalb des Rahmens eines Überziehungskredits) In diesem Fall stellt die Differenz zwischen den liquiden Mitteln und den Verbindlichkeiten den Netto-Kasse.
Der Liquiditätsgrad von Vermögenswerten oder Schulden ist an die Laufzeit geknüpft, in der sie einbringlich (Aktiva) oder fällig (Verbindlichkeiten) sind. Zum Beispiel Forderungen an Kunden (ausgehende Rechnungen) typischerweise hohe Liquidität (positiv), ebenso wie Lieferantenschulden (Eingangsrechnungen) (negativ) - es sei denn, in beiden Fällen sind lange Zahlungsziele vereinbart. Im Allgemeinen gelten diese Rechnungen jedoch nicht als ultrakurz, sondern als kurzfristige Ressourcen.