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Louis Brassin
Louis Brassino

Louis Brassino (Aachen, 24. Juni1840 - St. Petersburg, 17. Mai1884) war Belgier Pianist, Komponist und Musikpädagoge deutscher Abstammung.

Leben

Louis Brassin wurde als Louis de Brassine in einer Familie mit Musik- und Theaterhintergrund geboren. Seine Eltern waren beide Schauspieler und sein Vater trat auch als Sänger (Bariton) auf. Brassin war ein Neffe des Flötisten Louis Drouet. Im Alter von sechs Jahren gab Louis de Brassine sein Konzertdebüt als Pianist in Hamburg. Nach dem Umzug der Familie Leipzig, Louis wurde Student in dieser Stadt am Konservatorium von Ignaz Moscheles. Zwischen den Akten hatte er auch Zeit, seinem drei Jahre jüngeren Bruder Leopold (1843-1890) das Klavierspielen beizubringen. Die beiden Brüder traten auch zusammen auf, unter anderem 1848 in Stade.

Ab 1857 verwendete er den Namen Brassin. 1866 wurde er Klavierlehrer am Stern'schen Konservatorium in Berlin und drei Jahre später eine Berufung an die Königliches Konservatorium von Brüssel. Dazu gehörten der Pianist und Komponist Edgar Tinel einer seiner Schüler. Zwischen 1869 und 1878 spielte er eine wichtige Rolle im Musikleben der belgischen Hauptstadt. Dort gab er zahlreiche Konzerte und unternahm Konzertreisen in verschiedene europäische Länder, auch zusammen mit seinen Brüdern Leopold und Gerhard (1844-1885), die sich als Geiger einen Namen machten.

1878 wurde er zum Nachfolger von Theodor Leschetizky als Klavierlehrer am Sankt Petersburger Konservatorium. Diese Position behielt er bis zu seinem Tod.Wassily Sapelnikov war hier sein berühmtester Schüler.

Musik

Als Komponist ist Brassin heute vergessen. Er schrieb hauptsächlich Musik für sein eigenes Instrument und für den eigenen Gebrauch. Er komponierte zwei Klavierkonzerte, mit denen er auf den europäischen Konzertbühnen glänzte. Einen Namen machte er sich auch mit Solostücken und vor allem mit Bearbeitungen von Melodien aus Opern von Wagner. Seine Anordnung von Feuerzauber von Die Walküre war viele Jahre lang seine populärste Komposition.

Arbeiten

  • Zwei Klavierkonzerte
  • Der Thronfolger (komische Oper, 1865)
  • Der Missionar (komische Oper)

Klaviermusik

  • Premiere Grande Polonaise für Piano.
  • Deuxieme Grande Polonaise für Piano.
  • 3eme große Polonaise für Klavier.
  • Feuillet d'album (Albumblatt) pour le Piano.
  • tude de concert pour le piano.
  • Impressions d'Automne, trois études pour le Piano.
  • Menuett, Gavotte und Gigue pour le Piano.
  • Polka de la Princesse pour le Piano.
  • Serenade.
  • Reverie pastorale pour le Piano.
  • Reverie pour le Piano.
  • Zweiter Gallop fantastique de Concert.
  • Les Adieux, morceau caracteristique pour Piano.
  • Grandes Etudes de Concert pour le Piano. Auf. 12 [Nr. 1–6].
  • Mazurka de Salon für Klavier. Auf. 14.
  • Au clair de la lune, Nocturne pour piano. Auf. 17
  • Deuxieme große Polonaise. Auf. 18

Pakete

  • Trois Morceaux pour le Piano d'Apres D. Scarlattic.
  • von R. Wagners Der Ring der Nibelungen. Nr. 1. Walhall, Nr. 2. Siegmunds Liebesgesang, Nr. 3. Feuerzauber, Nr. 4. Der Ritt der Walküren, Nr. 5. Waldweben.
  • Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565 van Johann Sebastian Bach (hier wird heute Bachs Urheberschaft angezweifelt).
  • Choeur des soldats de l'opera Faust de gounod, Transcription de concert pour piano Op. 27.