WikiDer > Ludwig Berger

Ludwig Berger

Ludwig Berger (geboren als Ludwig Bamberger) (Mainz, 6. Januar1892Schlangenbad, 18. Mai1969) war ein DeutscheRegisseur und Schriftsteller. Berger war ein Pionier im Bereich Fernsehdrama.

Berger ist ein Sohn des jüdischen Bankiers Franz Bamberger und Anna Klara Bamberger-Lewino. Er studierte Kunstgeschichte und germanisch im München und Heidelberg und schrieb seine 1914 Dissertation Über Johann Conrad Seekatz, ein deutscher Maler des 18. Jahrhunderts.

Berger inszenierte sein Stück 1916 am Stadttheater Mainz Gärtnerin der Liebe.Er war auch in der Filmwelt aktiv und gab nach 1920 mit den Filmen sein Regiedebüt Eine Gläserspülmaschine und Der verlorene Schuh (beide 1923). Sein erstes Tonfilm war die 1930 in der Vereinigte Staaten gemacht Der Vagabundenkönig. In Deutschland machte er die Walzerkrieg 1933 mit Renate Müller, Hanna Waag und Willy Fritsch.

1935 verließ er via Frankreich und Die Niederlande zu England. Kurz darauf ging er zurück nach Deutschland, wo er Schlangenbad wohnte. In Deutschland machte er Drei Walzer (1938). In den Niederlanden hat er die Filme gemacht Pygmalion (1937) und Irgendwo in den Niederlanden (1940) und im Vereinigten Königreich Der Dieb von Bagdad (1940).

Berger gehörte zu den Deutsche Auswanderer in den Niederlanden ab 1933, und ließ sich 1938 mit gefälschten Papieren in Amsterdam. Er hat den Text für das massiv bearbeitete historische Gelegenheitsspiel geschrieben Einheit von Orange, die 1938 anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Königin Wilhelmina unter der Regie von Eduard Verkade auf Anwesen Elswout uraufgeführt. Bergers Haus in Schlangenbad war während des Krieges durch einen Verwalter gesichert worden. 1940 tauchte er unter, unterrichtete aber weiterhin junge niederländische Talente. Während der Hunger Winter (1944) Berger inszenierte unter anderem Shakespeares Ein Sommernachtstraum. Die Aufführung wurde illegal im Wohnzimmer seines Hauses in Amsterdam gezeigt Vondelstraat.[1]

Nach dem Krieg unternahm Berger lange Reisen. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete in der Bundesrepublik als Theater-, Fernseh- und Hörspielregisseur. Er schrieb mehrere Theaterstücke, Prosawerke und Monographien.

Filmografie

  • 1920 - Der Richter von Zalamea
  • 1921 - Die Romantik der Christine von Herre
  • 1923 - Eine Gläserspülmaschine. Das Spiel der Königin
  • 1923 - Der verlorene Schuh
  • 1925 - Ein Walzer-Traum
  • 1927 - Der Meister von Nürnberg (auch Drehbuch)
  • 1928 - Die Dame aus Moskau (Die Frau aus Moskau)
  • 1928 - Sunden der Vater (Sünden der Väter)
  • 1929 - Das brennende Herz
  • 1930 - Der König der Vagabunden (Der Vagabundenkönig)
  • 1930 - Playboy von Paris
  • 1930 - Le Petit Café
  • 1932 - Ich bei Tag und Du bei Nacht
  • 1932 - A moi le jour, a toi la nuit
  • 1932 - Früh ins Bett
  • 1933 - Walzerkrieg
  • 1933 - La guerre des vales
  • 1937 - Pygmalion
  • 1938 - Drei Walzer (drei falsche)
  • 1940 - Irgendwo in den Niederlanden (auch Drehbuch)
  • 1940 - Der Dieb von Bagdad
  • 1950 - Ballerina (auch Drehbuch)
  • 1954 - dieser Spieler (FERNSEHER)
  • 1955 - undine (TV, auch Drehbuch)
  • 1957 - Der Tod des Sokrates (TV, auch Drehbuch)
  • 1958 - Was ihr wollt (TV, auch Drehbuch)
  • 1961 - Hermann und Dorothea (TV, auch Drehbuch)
  • 1964 - Ottiliens Tollheiten (TV, auch Drehbuch)
  • 1968 - Odysseus auf Ogygia (FERNSEHER)

Bibliographie (Auswahl)

  • Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind. Summe eines Lebens, 1953 (Autobiographie)
  • Die unverhoffte Lebensreise der Constanze Mozart, 1955
  • Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, 1957
  • Das Irdische und das Unvergängliche. Musiker der Romantik, 1963

Auszeichnungen

  • 1957: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1957: Gutenberg-Plakette der Stadt Mainz
  • 1961: Gebrüder-Grimm-Preis vor dem Hermann und Dorothea (FERNSEHER)
  • 1964: Deutscher Filmpreis: Filmband in Gold für langjährige und hervorragende Wirken im deutschen Film
  • 1966: Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

  • H. Holba, G. Knorr, P. Spiegel: Werbung deutsches Filmlexikon. 1984
  • Kathinka Dittrich: Hinter dem Tuch. Houten, Das Weltfenster, 1987. ISBN 90 293 9853 1