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Magnus Hirschfeld
Der Kopf von Hirschfeld in Bronze, der in der Schwules Museum in Berlin
Was muss das Volk vom dritten Erase Geschlecht, eine Broschüre von 1901

Magnus Hirschfeld (Kolberg, 14. Mai1868nett, 14. Mai1935) war ein DeutscheArzt, Schriftsteller und Sexualforscher jüdischer Abstammung und ein früher Verfechter der Emanzipation der Homosexuelle.

Emanzipation von Homosexuellen

Hirschfeld studierte unter anderem Medizin und ließ sich ab 1895 als Arzt in Berlin nieder. Dort gründete er 1897 die Wissenschaftlich-humanitärer Ausschuss darauf wurde gezielt Emanzipation von Homosexuelle. Unter anderem verpflichtete sich der Ausschuss zu Reformen reform Absatz 175 des deutschen Strafgesetzbuches, das Sex zwischen Männern verboten. Er arbeitete mit dem Verlag zusammen Max Spohr zu Leipzig, die bereits eine Broschürenreihe zur Emanzipation von Homosexuellen gestartet hatte. 1896 veröffentlichte Hirschfeld bei Spohr seine erste Broschüre zu diesem Thema mit dem Titel Sappho und Sokrates. 1898 erschien das Werk des Pioniers in einer zwölfteiligen Serie Karl Heinrich Ulrichs im Nachdruck, die Forschungen über das Rätsel der mannmännlichen Liebe. Hirschfeld ging davon aus, dass Homosexualität eine angeborene Variante der sexuellen Präferenz sei und es daher keinen Grund für ein Liebesverbot für Männer (oder Frauenliebe) gebe. Damit stärkte er auch die Basis für die Auseinandersetzung der Medizin mit Homosexualität, was sich in späteren Jahrzehnten nicht immer positiv auswirkte – unter anderem mit Zwangshormonbehandlungen und Kastrationen als Auswüchse.

1899 begann Hirschfeld mit der Herausgabe der monumentalen Zeitschrift Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen, dessen dreiundzwanzigster und letzter Band 1923 erschien. Es behandelt Homosexualität, Androgynie, Transsexualität und verschiedene andere sexuelle Variationen in langen, streng wissenschaftlichen Artikeln und Buchbesprechungen, die von einer Vielzahl von Wissenschaftlern aus vielen Ländern verfasst wurden. Insgesamt umfassen die Bände dieses Jahrbuchs etwa 6000 Seiten. Hirschfeld veröffentlichte auch andere Zeitschriften, wie z Zeitschrift für Sexualwissenschaft (1908) und später das illustrierte Monatsmagazin Die Aufklärung. Er ist Autor eines sehr umfangreichen Oeuvres über Sexualität in vielen Variationen; darunter das fünfteilige Standardwerk Geschichte (1926-1930) mit rund 3.200 Seiten und 1.300 Abbildungen.

Institut für Sexualwissenschaft

1919 wurde Hirschfeld in Berlin zusammen mit dem Dermatologen Friedrich Wertheim und dem Neurologe Arthur Kronfeld das weltweit erste Institut für wissenschaftliche Erforschung der Sexualität, das Institut für Sexualwissenschaft, das sich in der von Hirschfeld gekauften Stadtvilla der Fürstenfamilie Von Hatzfeldt befand. Ein Jahr später wurde er in München von rechtsextremen Jugendlichen so schwer misshandelt, dass in einigen Zeitungen über seinen Tod berichtet wurde. In den 1920er Jahren widmete sich Hirschfeld unter anderem der Organisation von Konferenzen zur Sexualreform. Am 16. November 1923 hielt Hirschfeld in Den Haag einen Vortrag über seine Forschungen.[1] 1926 unternahm er auf Wunsch der russischen Regierung eine Reise nach Moskau und Leningrad. Fünf Jahre später ging er auf eine lange Welttournee nach Amerika, Asien und in den Nahen Osten. Sein Buch Die Weltreise eines Sexualforschers (1933, Neuauflage 2006) spiegelt dies wider.

Auch das Medium Film wurde von Hirschfeld in seinem Kampf für die Sexualerziehung eingesetzt. Er war die treibende Kraft hinter dem Film Anders als das Andere (1919), wo erstmals ein Homosexueller als sympathische Persönlichkeit präsentiert wurde - gespielt vom damals schon berühmten Schauspieler Conrad Veidt. Auch Hirschfeld spielte als er selbst eine Rolle in dem Film. Dieser Film wurde jedoch sofort verboten. Das gleiche Schicksal ereilte Hirschfelds späterer Informationsfilm Gesetze der Liebe (1927). Beide Filme sind erhalten und können auf DVD angesehen werden.

Exil

Angesichts der stark verschlechterten politischen Lage in Deutschland hielt es Hirschfeld für ratsam, nicht nach Berlin zurückzukehren. 1932 ging er ins Exil nach Ascona, dann zu Paris, wo er im Mai 1933 in den Filmnachrichten sehen musste, dass das Institut für Sexualwissenschaft war Nazis wurde geplündert und die Bibliothek zusammen mit seinem Bronzeporträt in die Flammen geworfen. Später zog er nach nett, wo er am 14. Mai 1935 (seinem 67. Geburtstag) starb.

Wahrscheinlich unter der Leitung von Magnus Hirschfeld die erste Operation für eerste Geschlechtsumwandlung aufgeführt, mit dem Künstler Lili Elbe, geboren als Einar Wegener, damaliger Ehemann des Künstlers Gerda Wegener.

Hirschfeld bat seine Gäste immer, etwas Persönliches in sein „Gästebuch“ zu schreiben. Obwohl es als Gästebuch bezeichnet wurde, schrieben die Leute, die er persönlich traf, darin. Einige davon waren: Norman Haire, ein australischer Arzt und Sexologe, Emma Goldmann ein amerikanischer Anarchist und Feministin, Fritz Heymann ein deutscher Journalist/Autor/Übersetzer, der niederländische Arzt Max Reiss und Charlotte Polak-Rosenberg eine niederländische Feministin/Kämpferin für das Frauenwahlrecht.[2]

1999 wurde der Deutsche KameramannRosa von Praunheim das Leben von Magnus Hirschfeld unter dem Filmtitel 'Der Einstein des Sex', der Spitzname die die Presse damals Magnus Hirschfeld gegeben hatte.

Literatur

  • Ralph Dosis: Magnus Hirschfeld. Die Ursprünge der Homosexuellen-Befreiungsbewegung. New York City, Monthly Review Press, 2014. Überarbeitete und erweiterte Fassung der deutschen Originalausgabe von 2005.
  • Ralph Dosis: Magnus Hirschfeld: Deutscher, Jude, Weltbürger. Berlin, Hentrich und Hentrich, Teetz 2005.
  • Manfred Herzer: Magnus Hirschfeld. Leben und Werk eines jüdischen, schwulen und sozialistischen Sexologists. Zweite überarbeitete Auflage. Hamburg, MannerschwarmSkript-Verlag, 2001.
  • Magnus Hirschfeld: Von einst bis jetzt. Geschichte einer Homosexuellenbewegung 1897-1922. Schriften der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Nr. 1. Berlin, rosa Winkel, 1986. Nachdruck einer Reihe autobiografischer Artikel von Hirschfeld, die ursprünglich in der Schwulenzeitschrift erschienen ist Die Freundschaft, 1920–21.
  • Elke-Vera Kotowski / Julius H. Schoeps (Hrsg.): Der Sexualreformer Magnus Hirschfeld. Ein Leben im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Berlin, Bebra, 2004.
  • James D. Steakley: Die Schriften von Magnus Hirschfeld. Eine Bibliographie. Toronto, Kanadisches Schwulenarchiv, 1985.

Siehe auch

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