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Marie Anderson | ||||
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| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Anna Maria Anderson | |||
| Geboren | 1842 | |||
| Geburtsort | Den Haag | |||
| Land | Die Niederlande | |||
| Beruf | Schriftsteller, Publizistin, Feministin und Aktivistin | |||
| dbnl-Profil | ||||
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Anna Maria (Marie) Anderson (Den Haag, 2. August1842 - 19. Februar1912 oder 1917[1]) war Publizistin, Feministin und Schriftstellerin. Sie schrieb unter den Pseudonymen Frau Quarles und veritas.[2]
Leben
Marie Anderson wurde 1842 in Den Haag als Tochter von Peter Anderson und Maria Wijnanda van Goudoever geboren. Ihr Vater Peter (1800-1865) war Kommissar im Provinzrat von Südholland.
1862 kam sie nach einem Briefwechsel in Kontakt mit Eduard Douwes Dekker. Es würde zu einer Beziehung zu ihm und seiner zweiten Frau Mimi Hamminck Schepel führen. Sie schrieb 1888 über ihre Beziehung zu Dekker Multatuli-Wespen unter dem Pseudonym Veritas. Mit Douwes Dekker übersetzte sie Sacher-Masochs Novelle Maria Theresia und die Freimaurer. Nach Multatulis Tod hat Marie Anderson die Erinnerungen ihrer Freundin unter dem Titel aufgezeichnet Aus Multatulis Leben: Beitrag zur Kenntnis seines Charakters.[3] Durch Korrespondenz unterrichtete sie den Germanisten Frederik Anthony Hartsen kennt. Aus einer Beziehung mit der verheirateten Hartsen wurde ihr Sohn Frédéric Marie Anderson am 25. April 1870 in den Franzosen geboren pau. Nach der Geburt ihres Sohnes 'Fritz' zog Marie Anderson nach Deutschland, wo sie mit Unterstützung von Hartsen Köln einen Laden eröffnet.[4] 1872 zog sie mit ihrem Laden nach Wiesbaden, wo jetzt auch Douwes Dekker lebte. Die Jahre in Wiesbaden sollten zu den produktivsten ihres Lebens werden. Sie schrieb mehrere Romane und Kurzgeschichten. Die meisten Bücher hatten historische Themen, aber sie schrieb auch mehrere Sachbücher Bücher, darunter eines über Prostitution.
Aktivist
Anderson wurde protestantisch erzogen, verließ aber bald die Kirche und wurde Mitglied des niederländischen Freidenkerverbandes. Sie kämpfte gegen Antisemitismus und Kolonialismus. Sie engagierte sich auch in der Frauenbewegung. Sie war eine überzeugte Anhängerin des aufkommenden Vegetarismus. Neben dem Vegetarismus setzte sie sich für einen besseren Umgang mit Tieren ein, in ihren Augen setzte sie Menschen mit Tieren gleich, die daher die gleiche Behandlung verdienten. Wenn Sie Gerechtigkeit für alle wollen, müssen Sie auch Gerechtigkeit für die am meisten ungerecht behandelten Tiere wollen, schreibt Marie Anderson an den sozialistischen Führer Ferdinand Domela Nieuwenhuis.[5] Anderson kommt in die Komödie aleid von Multatuli als die Figur Temia gespielt, die Zar Nicholas aufforderte, etwas gegen das Rentiersterben in Lappland zu unternehmen.
Als weibliche Tierschützerin unterstützte sie die 1890 Caroline van der Hucht-Kerkhoven gründete die Nederlandsche Anleihe zur Bekämpfung der Vivisektion (NBBV).
Schriftsteller
Marie Anderson schrieb Skizzen, Romane oder Serien, Broschüren und Artikel. Wie viele Frauen, die heute schreiben, benutzte sie unter Pseudonym: Frau Quarles (latec-Quarles), Dr. A. Dondorf, veritas und Dr. (D.) F. van Goudoever.
Für Freidenkerverein Der freie Gedanke Anderson hat Artikel für das Magazin geschrieben Dämmerung. Ihr Auftritt bei De Dageraad erregte zwischen 1864 und 1865 so viel Widerstand bei anderen, dass sie die Zusammenarbeit einstellen musste. Marie Anderson schrieb in den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts erneut in De Dageraad. War damals auch in der Redaktion Titia van der Tuuk.
Sie war zum Beispiel an der Erstellung von Broschüren und Artikeln beteiligt, die über Tierversuche berichteten. 1908 veröffentlichte sie an sie gerichtete Briefe aus Wilhelm Busch (1832-1908), deutscher humoristischer Schriftsteller u.a. Max und Moritz. Diese Korrespondenz ist in Buschs Sammelbriefausgabe enthalten.
Literaturverzeichnis
- Offener Brief an Frau Storm-Van der Chijs. R.C. Meijer, Amsterdam (1868), (Digitalisierung).
- als Co-Autor bei: Keine Frauenemanzipation? Ein Wort an Frau de Wed. Sturm, v.d. Küken. Nach dem Offenen Brief einer gewissen Frau Calmée. Von einem Mitglied des X. Kongresses für Sprache und Literatur. Mit einem Nachtrag zum Schreiben von Marie Anderson. C. L. Brinkman, Amsterdam 1868, (Digitalisiert).
- als Übersetzer mit Multatuli: Leopold von Sacher-Masoch: Maria Theresia und die Freimaurer. Historische Novelle. Van Marle, Arnheim 1876, (Originalausgabe: Maria Theresia und die Freimaurer (= Wiener Hofgeschichte. Historische Romane. bd. 1). Günther, Leipzig 1873).
- Skizzieren zum Leben, 1880
- Aquarelle, 1881
- Ein Christ aus Holland und andere Novellen, ca. 1881
- Clebitius' "Nachtigall", 1882
- Cyriacus der klösterliche Wahnsinnige, 1882
- Sabine, 1882
- Ein Roman zum Leben, 1883
- Der Reiter mit dem roten Pferd, 1884
- Agnes, 1885
- Veritas (Pseudonym für Anna Maria Anderson): Multatuli-Wespen. A. van Klaveren, Amsterdam 1888, (Digitalisiert).
- DR. F. van Goudoever (Pseudonym für Anna Maria Anderson): Die Frau. Ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Beitrag zur Lösung des Prostitutionsproblems. A. van Klaveren, Amsterdam (1889)
- Aus Multatulis Leben: Beitrag zur Kenntnis seines Charakters, (1901)
- Breiteres drittes Geschlecht. Ein Wort zur Aufklärung über das konträre Sexualempfindung und die Abschaffung des § 175 des R. St. G. B. H. Bermühler, Berlin (1903).
- Aus Multatulis Leben. Beitrag zur Kenntnis seines Charakters. Daniels, Amsterdam 1901, (Digitalisierter "Dritter Druck"; Nachdruck mit Einleitung und Kommentaren von J. Kortenhorst. Reflex, Utrecht 1981).
Über sie und ihre Arbeit
- J. N. van Hall, G.A. van Hamel, Johan Hermann Christian Heyse, Jérome Alexandre Sillem, Gerard Valette und L. de Vlaming, Bibliographisches Album. In: Der Ratgeber. Band 45 (1881)
- Frank van der Goes, Multatuli-Literatur. Von F. van der Goes. In: Der neue Ratgeber. Band 4 (1889)
- Wilhelm Busch: Wilhelm Busch und Maria Anderson. Siebziger Brief. Volckmann Nachf., Rostock 1908, (Digitalisierung der zweiten Auflage. 1908).
- Wilhelm Busch: Platonische Briefe an eine Frau (= Insel-Bucherei. Nein. 358, ISSN0233-1047). (Nachwort und Neuverleger: Hans Balzer). Insel-Verlag, Leipzig 1942.
- Tristan Haan: Multatulis Legion von Insulinde. Marie Anderson, Deck und die anderen (= Der neue Schutzengel. 8). Lubberhuizen, Amsterdam 1995, ISBN 90-73978-26-2 .
- Joseph Kraus: Wilhelm Busch. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt (= Rowohlts Monographien. 50163). 17. Auflage. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek in Hamburg 2007, ISBN 978-3-499-50163-0 .
- Eva Weißweiler: Wilhelm Busch. Der lachende Pessimist. Eine Biografie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03930-6 .
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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