WikiDer > Mart Stam
Mart Stam | ||||
Am Weißenhof 24 - 28, Stuttgart | ||||
| Persönliche Informationen | ||||
| Staatsangehörigkeit | ||||
| Geburtsdatum | 5. August1899 | |||
| Geburtsort | Purmerend | |||
| Sterbedatum | 23. Februar1986 | |||
| Ort des Todes | Goldach | |||
| RKD-Profil | ||||
| ||||
Martinus Adrianus (Mart) Stam (Purmerend, 5. August1899 – Goldach, 23. Februar1986) war ein NiederländischMöbeldesigner und Architekt. Er war ein Vertreter der neue bauen. Anfangs war er Kommunist und wurde 1920 für sechs Monate inhaftiert für Kriegsdienstverweigerung.
Stuhl
Stam war der Designer des ersten freitragenden Stahlrohrstuhls oder des Freischwinger. Er hat eine Skizze davon gemacht 22. November1926 beim Abendessen im Stuttgarter Hotel Marquart mit blauem Marker auf der Rückseite der Hochzeitsanzeige des Malers Willi Baumeister, in Anwesenheit von unter anderem Ludwig Mies van der Rohe. Diese Ankündigung wäre nun im Mies van der Rohe-Archiv der MoMA zu New York. Der Stuhl wurde erstmals 1927 von der deutschen Firma Lorenz in Produktion genommen. Stams geistiges Eigentum an diesem Stuhl war Gegenstand eines Rechtsstreits. Deutsche Richter schlossen 1932 nach langwierigen Gerichtsverfahren, die nicht Marcel Breuer aber Mart Stam hatte diesen Stuhl sechs Jahre zuvor entworfen.[1]
Im 1927 sowohl Mart Stam als auch Mies van der Rohe zeigten ihre unterschiedlichen Versionen dieser Idee in ihren Häusern im Weißenhofsiedlung zu Stuttgart. Er baute mehrere Häuser in dieser Stadt.
Van Nelle Fabrik
In dem Van Nelle Fabrik im Rotterdam klingt nach dem Einfluss des Russen Konstruktivismus nach dem. Stam, der 1926-28 als Architekt in der Fabrik arbeitete, war 1922 in Berlin mit den Russen in Kontakt gekommen Avantgarde.1926 organisierte Mart Stam für den russischen Künstler eine Architekturreise in die Niederlande El Lissitzky und seine Frau Sophie Küppers, Sammlerin avantgardistischer Kunst. Sie besuchten unter anderem James Oud, Cornelis van Eesteren und Gerrit Rietveld. Laut Sophie Küppers sprach Mart Stam über sein Fabrik. Dies war der Grund für seine sofortige Entlassung aus dem Büro Brinkman & van der Vlugt, den führenden Architekten der Van Nelle-Fabrik. Die großen Buchstaben auf den Dächern sowie anderen Teilen der Fabrik scheinen direkt aus der Welt des russischen Konstruktivismus zu stammen. Der konstruktivistische Aspekt wurde wahrscheinlich von Mart Stam und die runden Architekturformen (einschließlich des Bürogebäudes) von . eingeführt Leendert van der Vlugt.
Funktionalismus
Stam glaubte, dass die Funktionalität und Zweckmäßigkeit eines Gebäudes von größter Bedeutung waren. Das Gebäude musste den Menschen dienen. Mit dieser Vision könnte er in die Sovietunion von Stalinwo er von 1930 bis 1934 arbeitete. 1935 war er wieder in Amsterdam und entwarf eine Reihe von Drive-In-Häusern in der Anthonie van Dyckstraat.[2] Für dieses innovative Design erhielt er viel Lob. Von 1934 bis 1948 war er Direktor des Instituts für angewandte Kunsterziehung.
DDR
Als Direktor der Kunst- und Handwerksschule in Amsterdam wurde er wegen seiner autoritären Einstellung wenig geliebt. Er verließ 1948 für die Sowjetische Besatzungszone in Deutschland, wo er ein Institut für industrielles Design Gründer und Direktor der Kunsthochschule Weißensee. Doch die Absichten des Regimes wurden immer deutlicher: Stam musste helfen, Kunst und Industrie der Autorität der kommunistischen Partei zu unterwerfen. Seine Frau Olga half ihm lange Zeit, der Parteilinie zu folgen, aber das immer starrer werdende Klima unterdrückte den Bohème-Stamm.
Rückkehr
In der Silvesternacht 1952 kehrte er desillusioniert in die Niederlande zurück, wo er mit gemischten Gefühlen empfangen wurde. Er schloss sich zunächst Merkelbach und Elling an, machte sich aber bald wieder selbstständig. Aufträge, die er erhielt, kamen hauptsächlich durch Benjamin Merkelbachder sein Schüler gewesen war. Zu den Projekten, die er in dieser Zeit in Amsterdam realisierte, gehörten das Bürogebäude „De Geïllustreerde Pers“ an der Stadhouderskade (1957), ein Wohnhaus an der Beethovenstraat „Princesse Flats“ (1961) und ein Wohnturm an der Linnaeusstraat (1962 ).[3]
1966 schloss er nach einer Krankheit sein Büro und zog sich mit seiner dritten Frau zurück. Olga Stam-Heller, zurück in Schweiz wo er zwei weitere Häuser entwarf und im Alter dazu umbaute römischer Katholizismus.
Siehe auch
- Liste niederländischer Architekten
- 90 Top-Denkmäler aus dem Zeitraum 1959-1965 (Prinzessin Wohnung Amsterdam Süd)
Literaturverzeichnis
- S. Lissitzky-Küppers, El Lissitzky, Dresden 1976
- Simone Rümele, Mart Stam, Zürich/München 1991
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Siehe die Kategorie Mart Stam von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |