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Michael Enthoven

Michael Enthoven (7. Mai 1951) Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leiden und hat vor allem im Bankwesen Karriere gemacht. Nachdem er lange Zeit international tätig war, kehrte er 2002 in die Niederlande zurück. Von 2002 bis Anfang 2008 war er CEO von NIBC-Bank die er nach enttäuschenden Ergebnissen und einer gescheiterten Übernahme durch eine isländische Bank verließ. 2009 wurde er von Wouter Bos in den Aufsichtsrat der verstaatlichten Bank ABN AMRO berufen.

Werdegang

Enthoven begann seine Karriere im Bankgeschäft 1976 bei JPMorgan Chase und arbeitete in Büros dieser Bank in Amsterdam, London und New York. 1992 wurde er Chief Information Officer und Head of Global Technology & Operations und hatte rund 7.000 Mitarbeiter unter sich. 2002 verließ er diese Bank als Chief Operating Officer und wechselte als Chief Executive Officer zur NIBC Bank (CEO) werden.

NIBC-Bank

Er folgte bei der NIBC Bank Marc Gedopt auf.[1] Er war seit zwei Jahren im Aufsichtsrat der Bank. Enthoven plante, NIBC zu einer kleinen Handelsbank zu machen, die zwischen Großinvestoren und Familienunternehmen vermittelt. Nach zwei Jahren spaltete sich der Investmentzweig Alpinvest von NIBC ab, damit sich Enthoven voll auf das Bankgeschäft für Regierungen und (mittlere) Großunternehmen konzentrieren konnte. Er führte die sog Verbriefung; Kredite aus der Bilanz nehmen. Diese Kredite wurden gebündelt und an Investoren weiterverkauft.

Unter der Führung von Enthoven hatte NIBC Investitionen in riskante Vermögenswerte falsch eingeschätzt Hypotheken. „NIBC hat seine Hausaufgaben nicht gut gemacht“, sagte Enthoven bei seiner letzten Präsentation der Jahreszahlen 2007.[2]In diesem Jahr musste die Bank 137 Mio.[3] Er sagte sogar, er wisse nicht, was Subprime-Kredite seien, die riskanten US-Hypotheken mit geringem Wert, in die NIBC vollständig investiert habe.[2] Nach wiederholter Verschiebung eines Börsengangs ließ sich NIBC von Kaupthing Bank. Während der Kreditkrise war diese Bank verstaatlicht. Aufgrund einer deutlichen Abschwächung der NIBC-Ergebnisse – aufgrund dieser riskanten Investitionen – und des schwachen Finanzumfelds scheiterte die Übernahme Ende Januar 2008 in letzter Minute.[4] Enthoven, der mit der Übernahme 22 Millionen Euro hätte verdienen können,[2] nahm es sich zu Herzen und trat im Januar 2008 zurück. Damit übernahm er die Verantwortung für die Probleme bei NIBC. Bei NIBC, Jeroen Drost, Ex-ABN AMRO, sein Nachfolger.

Berater Finanzministerium

Seit Herbst 2008 ist er als Berater im Finanzministerium tätig. Im Oktober 2009 ist er gestorben Wouter Bos wenn Kommissar ernannt um ABN Amro und als Direktor der Muttergesellschaft RFS Holdings.[2] Sein Gehalt beträgt ca. 90.000 Euro brutto pro Jahr und er verzichtet auf Boni und Aufsichtsratshonorare.[2] Enthovens Ernennung war eine Überraschung,[2] angesichts der Erfahrung bei NIBC.

Im September 2011 wurde er zum Vorsitzenden der Stichting Administratiekantoor Beheer Finanzinstitute, auch bekannt als NL Finanzanlagen (NLFI). Ende 2017 ist er nicht mehr Vorsitzender von NL Financial Investments.

Im Juni 2018 wurde er in den Aufsichtsrat der Eneco-Gruppe N.V..[5]