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Nono Reinhold
Nono Reinhold
Das Ehepaar De Wilde-Reinhold im Jahr 1984,
rechter Bürgermeister Ed van Thijn.
persönliche Daten
Vollständiger NameEisbrandina Sophia Wesselia de Wilde-Reinhold
GeborenHaarlem, 1929
GeburtslandDie Niederlande
Beruf(e)Grafiker, Fotograf
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Eisbrandina Sophia Wesselia (Nono) de Wilde-Reinhold (Haarlem, 1929) ist Holländer Grafiker und Fotograf.[1]

Leben und Arbeiten

Nono Reinhold wurde in Haarlem als Tochter von Dr. Thomas Reinhold (1890-1955) und Hendrika van Groningen (1895-1979) geboren und wuchs in Heemstede. Ihr Vater war Geologe und später Direktor des Geologischen Dienstes, ihre Mutter war Assistentin am Geographischen Seminar der Universität Amsterdam.[2] Reinhold besuchte das Stedelijk Gymnasium in Haarlem und wurde am Institut für Angewandte Kunstpädagogik (1947-1951) in Amsterdam. Sie sollte zunächst Innenarchitektin werden, entwickelte sich aber zur Grafikerin. Nach ihrem Studium zog sie nach Paris, wo sie von der Grafikerin unterrichtet wurde Jacques Houplain und Stanley William Hayter (von Studio 17). Sie kaufte eine Druckmaschine, auf der sie selbst und andere druckte,[3] und gestaltete Poster für Galerien Lafayette.

In den 1950er Jahren war Reinhold unter anderem Karel Appel, Corneille und Constant Nieuwenhuijs, einer der dreizehn Maler, die von Stoomweverij Nijverheid aus Enschede angesprochen wurden, um Stoffentwürfe zu entwerfen, die unter dem Namen veröffentlicht wurden Serie berühmter Künstler.[4] 1956 nahm sie an der Ausstellung teil Textilien als Kunst in dem Stedelijk Museum Amsterdam.[5]

Anfang der 60er Jahre zog Reinhold nach New York. Sie entwickelte sich als Grafikerin weiter, unterrichtete am Pratt Graphics Center und 1963 einen Kurs in grafischen Techniken an der Universität von Arkansas. Sie erhielt Auszeichnungen vom Print Club und der American Color Print Society, beide in Philadelphia, und der Society of American Graphic Arts in New York.[6]

In New York unterrichtete Reinhold ihren zukünftigen Ehemann Edy de Wilde (1919-2005), Direktor der Van-Abbe-Museum in Eindhoven. 1963 wurde er Direktor des Stedelijk Museum Amsterdam, danach zogen sie nach Amsterdam. 1967 zeigte Reinhold ihre grafischen Arbeiten in einer Einzelausstellung in der Galerie von Margaretha Sothmann in Amsterdam.[7] Ihre Arbeiten wurden auch in anderen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in der Ausstellungsreihe Diagramm jetzt (1986, 1988, 1990 und 1992-1993) in Sängerin Laren. Anfang der 1980er Jahre war sie Grafiklehrerin an der Königliche Akademie für Kunst und Design im 's-Hertogenbosch. Neben ihrer grafischen Arbeit fertigte sie Fotos und Metallreliefs an.[8] 2010 veröffentlichte sie eine Reihe von Fotobüchern mit Texten von u.a. Carel Blotkamp, Remco Camper und Lucebert.

Das Ehepaar De Wilde-Reinhold sammelte Kunst, 1998 wurde ihre Sammlung auf Papier mit dem Teylers-Museum, mit Werken von Reinhold und Künstlerfreunden wie Willem de Kooning, Roy Lichtenstein, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.[3][9] 2009 übertrug Nono Reinhold ihr Archiv an die Landesamt für kunsthistorische Dokumentation.[10] 2018-2019 war das Teylers Museum Gastgeber der Ausstellung Paris – New York – Amsterdam: Moderne Meister aus der Sammlung Reinhold De Wilde statt, die auch Werke von Reinhold selbst enthielt.[11] Ihre Arbeiten sind auch in den Sammlungen u.a. der Zentralmuseum in Utrecht, das Stedelijk Museum Amsterdam und das Rijksmuseum Amsterdam.[12]

Veröffentlichung

  • Nono Reinhold (2010) Nono Reinhold. Machu Picchu 2006, Petra 2007, Bolivien 2008. Drei Teile in einer Kassette. Eindhoven: Peter Foolen-Ausgaben.

Literatur

  • Bert Schierbeek (1984) Nono Reinhold : Radierungen = Radierungen. Amsterdam: Stadtmuseum. Katalog zur Ausstellung.
  • Edy de Wilde und Andrea Müller-Schirmer (2013) Nono Reinhold, Grafik. Eindhoven: Lecturis / Peter Foolen Editions.
  • Terry van Druten ua (2019) Paris-New York-Amsterdam : Nono Reinholds Leben in der modernen Kunst. Haarlem: Teylers-Museum.