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Norbert Steger
Norbert Steger
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Geboren6. März1944
Wien, Österreich
Politische ParteiFPÖ
Vizekanzler von Österreich
Ernennung24. Mai1983
Schlussendlich21. Januar1987
VorgängerHannes Androsch
NachfolgerAlois Mock
Portal  Portalsymbol  Politik

Norbert Steger (*Wien6. März1944) ist ein österreichisch Politiker (FPÖ). Er war aus 24. Mai1983 bis um 21. Januar1987Vizekanzler von Österreich.

Biografie

Er studiert von 1964 bis um 1970Rechte zum Universität Wien. Während seines Studiums trat er der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), das Studentenwerk der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). Im 165 er wurde zum Präsidenten des RFS gewählt. Neben seiner Tätigkeit für den RFS war Steger Mitglied des Hochschulchores.[1] Im 1968 er hat die gegründet Atterseefahrt ("Atterseekreis") innerhalb der FPÖ weiter. Die Atterseefahrt brachte mehr weltoffen FPÖer zusammen, die gegen die Deutsche Nationalbewegung die in der Freiheitlichen Partei Österreichs traditionell dominant ist.

Im 1975 Steger wurde Vizepräsident der FPÖ in Wien und eröffnete seine eigene Anwaltskanzlei; im 1977 er wurde Präsident der Wiener FPÖ. Bei der Parlamentswahlen 1979 wurde Steger im Nationalrat gewählt. Ein Jahr später wurde er zum Präsidenten der FPÖ gewählt, die er in eine liberale Richtung lenkte. Er wurde auch zum Vizepräsidenten der Liberale Internationale.

Vizekanzler

Bei der Parlamentswahlen 1983 verlor die SPÖ ihr absolute Mehrheit im Nationalrat. Fred Sinowatz, der SPÖ-Chef, nahm daraufhin Koalitionsverhandlungen mit Stegers FPÖ auf. Obwohl die FPÖ nur 12 Sitze im Parlament hatte, konnte die FPÖ der SPÖ zu einer Mehrheit verhelfen und die beiden Parteien bildeten sich zu einem Bundesregierung das an 24. Mai1983 Amtsantritt. Es war das erste Mal in der Geschichte Österreichs dass die FPÖ Teil einer Regierung wurde.[2] Steger wurde Vizekanzler und Minister für Handel, Industrie und Industrie. Neben ihm traten zwei weitere FPÖ-Minister sowie drei Staatssekretäre ihr Amt an.

Während seiner Vizekanzlerschaft geriet er innerhalb seiner Partei mit deutschnationalen Elementen in Streit elements Jörg Haider. Während eines Partytages in Innsbruck auf der 13. September1986 Steger verlor und wurde als Parteivorsitzender durch Haider ersetzt, der ein bekennender Gegner einer Koalition mit den Sozialdemokraten war. Franz Vranitzky, der Sinowatz als Kanzler nachgefolgt war, beschloss in Absprache mit der Spitze der FP, die Koalitionsregierung aufzulösen und Neuwahlen auszurufen. Bei der Wahlen vom 23. November 1986 die FPÖ unter Haider hatte einen großen Sieg, aber da sich die Verhandlungen über ein neues Kabinett mit der SPÖ als unaussprechlich erwiesen, bildete Vranitzky eine "Große Koalition" aus SPÖ und VP. Damit endete die Vizekanzlerschaft von Steger, der 21. Januar1987 wurde abgelöst von Alois Mock (ÖVP).

Nach seiner Vizekanzlerschaft

Nach seiner Vizekanzlerschaft nahm Steger seine Tätigkeit als Rechtsanwalt wieder auf. Bis zu seiner Pensionierung blieb er Rechtsanwalt. Seine Rolle in der zunehmend nach rechts rückenden FPÖ war unter Haiders Führung beendet. Erst nach der Abspaltung Haiders und seiner Anhänger von der FPÖ wuchs Stegers Rolle innerhalb seiner Partei.[1] Seine Tochter, Petra Steger (*1987), seit 2013 Mitglied des Nationalrats der FPÖ.[3]

Im Auftrag der FPÖ wurde Norbert Steger 2010 Mitglied des Verwaltungsrates des Radio- und Fernsehsenders ORF.[4]

Siehe auch

Vorgänger:
Hannes Androsch
Vizekanzler von Österreich
1983-1986
Nachfolger:
Alois Mock