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Alois Mock
Alois Mock
Alois Mock im Jahr 1986
Geboren10. Juni1934
Euratsfeld, Flagge von Österreich Österreich
Verstorben1. Juni2017
Wien, Flagge von Österreich Österreich
Politische ParteiVP
PartnerEdith Mock[1]
Religionrömisch katholisch
Vizekanzler von Österreich
Ernennung21. Januar1987
Schlussendlich24. April1989
VorgängerNorbert Steger
NachfolgerJosef Riegler
Portal  Portalsymbol  Politik
Alois Mock, Sarajevo

Alois Mock (Euratsfeld, 10. Juni1934Wien, 1. Juni2017) war ein österreichisch Politiker der VP. Er war vom 21. Januar 1987 bis 24. April 1989 Vizekanzler von Österreich und vom 21. Januar 1987 bis 4. Mai 1995 Bundesminister des Auswärtigen.

Biografie

Ausgehend von Euratsfeld, Niederösterreich, studierte Mock Rechte zum Universität Wien. dazu Promotion er 1957. Danach studierte er internationales Recht im Bologna (1957-1958) und Brüssel (1960-1961). Während seines Studiums trat er der katholisch Studentenvereinigung K.A.V. Norica Wien, die mit dem . verbunden ist Lebenslauf. Von 1960 bis 1966 war er im Büro der KanzlerJosef Klaus und beriet ihn bei Fragen zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EEG) und die Europäische Freihandelsassoziation (EVA). 1966 wurde er Leiter des Kanzleramtes und Beamter im Auswärtigen Amt. Von 1968 bis 1970 war er Österreichs jüngster Bildungsminister aller Zeiten.

Bei der Parlamentswahlen 1970 erlitt die VP eine Wahlniederlage und landete zum ersten Mal in ihrer Existenz in der Opposition. Mock war bei dieser Gelegenheit im Nationalrat gewählt. 1971 wurde er auch Bürgermeister von seinem Geburtsort Euratsfeld. Von 1971 bis 1979 war er Präsident der Christlich Demokratisch Mitarbeiterorganisation AAB.

Oppositionsführer

Mock wurde 1978 zum Vorsitzenden der ÖVP-Fraktion in den Nationalrat gewählt, der er bis 1987 blieb. Am 7. Juli 1979 wurde er auf einem Parteitag der ÖVP mit 97,5 % der Stimmen zum Parteivorsitzenden gewählt. Im selben Jahr war er an der Gründung der Europäische Demokratische Union (EDU). Er wurde zum ersten Präsidenten dieser Organisation gewählt, die er bis 1998 blieb. Von 1983 bis 1989 war Mock Vorsitzender des Internationale Demokratische Union (IDU), eine internationale Organisation konservativer und Mitte-rechts politische Parteien, deren europäische Tochtergesellschaft die EDU ist.

Vizekanzler und Bundesaußenminister

Bei der Parlamentswahlen 1986 verlor die SPÖ und der FPÖ ihre Mehrheit im Nationalrat, danach Kanzler Franz Vranitzky der SPÖ und Mock der ÖVP ein"Große Koalition". In der gebildeten Bundesregierung, Mock . war Vizekanzler sowie Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten (1987). Als Außenminister schloss er mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn ein Abkommen, das beschloss, die Grenze zwischen Österreich und Ungarn zu öffnen (hauptsächlich ein Stacheldrahtzaun, der von Grenzsoldaten bewacht wird). Am 11. September 1989 wurde die Grenze zwischen den beiden Ländern offiziell geöffnet, so dass Bürger der Deutsche Demokratische Republik (DDR) über Österreich in die Bundesrepublik Deutschland reisen könnte. Diese Maßnahme trug zum Sturz des kommunistischen Regimes in Ostdeutschland bei.

Alois Mock gilt als "Vater von Österreichs Eintritt in die Europäische UnionDie österreichische Regierung hat alles getan, um Österreich den Beitritt zur Europäischen Union (EU) zu ermöglichen. Mock und sein Staatssekretär Brigitte Ederer führte im Auftrag der österreichischen Regierung die Verhandlungen mit der EU, die am 1. März 1994 abgeschlossen wurden. In einem Referendum am 12. März 1994 stimmten 66,6 % der Bevölkerung für den EU-Beitritt ihres Landes. Österreich ist seit dem 1.1.1995 offizielles Mitglied der EU.

1991 forderte Mock die deutsche Regierung auf, die Unabhängigkeit der jugoslawisch konstituierende Republiken Slowenien und Kroatien. Die Anerkennung beider Republiken durch Österreich und Deutschland führte dazu, dass auch andere europäische Länder folgten. Mock erfreute sich in diesem Land wegen seines Engagements für die Unabhängigkeit Kroatiens großer Beliebtheit.

Alois Mock strebte eine enge Zusammenarbeit zwischen Österreich und anderen mitteleuropäischen Staaten an. Im November 1989 wurde ein erstes Kooperationsabkommen zwischen Österreich und anderen Ländern Mitteleuropas geschlossen. 1994 wuchs aus dieser Zusammenarbeit die Mitteleuropäische Initiative, zu dem auch osteuropäische Länder gehören.

Anfang der 1990er Jahre verhandelte Mock mit der italienischen Regierung über den Status der Südtirol, ein Italienische Provinz wo eine beträchtliche Minderheit deutschsprachig ist. 1992 wurde die sogenannte Südtirol Paket des Grundes, in dem die Autonomie Südtirols weiter geregelt wurde.

Nach seinem Dienst

Mock trat 1995 als Minister zurück. Anschließend nahm er einen Sitz im Nationalrat ein. 1999 zog er sich aus der Politik zurück, weil die Parkinson-Krankheit machte es ihm unmöglich, weiterzuarbeiten.[1] Im selben Jahr wurde er zum Ehrenvorsitzenden der ÖVP ernannt.

Auszeichnungen

Siehe auch

Externer Link

Vorgänger:
Norbert Steger
Vizekanzler von Österreich
1987 – 1989
Nachfolger:
Josef Riegler