WikiDer > Jetzt auch nicht
Jetzt auch nicht ist ein MittelniederländischSotternie oder Farce. Es wird oft in einem Atemzug mit anderen alten Farzen erwähnt wie Lippenschmerzen und Der Busken Blaser. Ein Unterschied besteht darin, dass Nu Noch nicht zu den abel spielen gehört. Das Stück ist auch etwas neuer, was sich in der bereits etwas tiefergehenden Handlung widerspiegelt. Der Ursprung wird um 1400 datiert. Der Autor ist unbekannt.
Rollen
- der Mann
- der ghebuer
- Taube
- das papier
Inhalt
Der Mann beschwert sich bei seinem Nachbarn (ghebuer) über seine Frau, die ihn so schlecht behandelt. Der Nachbar hat einen Plan, um es besser zu machen: Der Mann muss immer jetzt noch (in der Übersetzung gehen Sie geradeaus) sagen: Was auch immer sie dir entgegenwirft oder was sie dir antut, Sag es jetzt nicht immer.
Der eher alberne Mann sieht darin ursprünglich keinen Sinn, aber leichtgläubig wie er ist, lässt er sich überzeugen. Als er zu seiner Frau zurückkommt, versucht er es fröhlich. Seine Frau merkt schnell, dass etwas nicht stimmt und probiert es aus jetzt noch auszuknocken. Wenn der Mann nach einer ordentlichen Tracht Prügel immer noch hartnäckig bleibt, gibt die Frau auf und bittet den Nachbarn um Rat: Liebe Nachbarn, profitieren Sie von mir!
Die Nachbarin rät der Frau, den Priester zu rufen (Pape) einschließen. Aber auch das Anrufungsritual des Priesters funktioniert nicht, der Mann beharrt darauf. Schließlich schlägt der Nachbar vor, dem Mann etwas Leckeres zu servieren. Der Priester willigt ein und die Frau bietet dem Mann ein Stück leckeren Kuchen an. Das scheint zu helfen, und als die Frau auf Drängen der Nachbarin den Mann um Verzeihung bittet, stellt sich heraus, dass er noch sprechen kann: Ich vergebe dir Gherne. Dem Priester dankt die Frau für seine 'Hilfe': "Sie haben mein Herz getröstet. Gott wird Sie dafür belohnen." Damit ist der Pfarrer jedoch nicht zufrieden: "Nun, so lange will ich nicht warten. Ich hatte eine kleine Zahlung im Sinn, etwa zwölf Kronen...".
Alles in allem scheint es gut gelaufen zu sein, doch als Mann und Nachbar in Erinnerungen schwelgen, werden sie von der Frau erwischt. Der Mann am Ende zieht also (wie in vielen Farzen) immer noch den Kürzeren. Auch der Nachbar bekommt Unterricht.
Das Stück wurde in der Vergangenheit mehrfach übersetzt, jedoch nie – dem Original entsprechend – in Reimen. drs. J.F.J. Volkers tat dies Anfang 2009 und in dieser Funktion wurde das Stück auch 2009 aufgeführt (siehe unten unter Aufführungen). Die Aussprache des Mannes (jetzt auch nicht) hat sich hiermit in das mehrdeutige "Weiter" geändert.
Aufführungen
- 1957 Schulabend Wilhelmina MULO Voorburg.
- 15. Juli 2004 während des Rembrandt Festivals Leiden.
- 15. Juli 2005 während des Rembrandt Festivals Leiden.
- 4. November 2006 in Utrecht
- 4. Juli 2009 während der Lakenfeesten Leiden.
- 19. Juni 2011 im Rahmen von Living History Amersfoort.
- 4. September 2011 während des Mittelalterfestes in Ter Apel.
Externer Link
- Jetzt auch nicht zur Digitalen Bibliothek für niederländische Literatur (als Teil eines Literaturbuches von 1838)