WikiDer > Parnasse
Das parnasse oder der Parnassiens ist ein Französisch Dichterbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, benannt nach dem antiken griechischen Götterberg mountain Parnass, aber mit einem Augenzwinkern zum Montparnassewo sich viele ihrer Mitglieder trafen.
Die Dichter der Parnasse rebellierten vor allem in der Form gegen die Romantik und förderte das Prinzip „l'Art pour l'Art“ (Kunst um der Kunst willen): Nur was nutzlos ist, kann schön sein. Ziel war es, eine Poesie von reiner Formschönheit zu schaffen, ohne moralische Bedenken.
Der Beginn der Parnasse-Bewegung ist mit der Veröffentlichung von Theophile Gautiers Gedichtsammlung Emaux und Camees (1852). Diese Arbeit war das Ergebnis von Gautiers Experimenten mit dem, was Edmond und Jules de Goncourt nannte seine "écriture artiste" und war von großer Bedeutung, weil sie die ästhetischen Ideen der "Parnassiens" und ihr Streben nach Perfektion par excellence illustrierte. Gautiers Name erschien auch prominent in Le Parnasse zeitgenössisch (1866), ein dreiteiliger von Alphonse Lemerre veröffentlichte Anthologie mit Werken von 99 Dichtern der Parnasse-Bewegung; mit dieser Ausgabe wurde auch der Name Parnasse endgültig festgelegt.
Bekannte 'Parnassiens', Dichter, die zu dieser Gruppe gehörten, waren neben Gautier: Leconte de Lisle, Theodore de Banville, NobelpreisträgerSully Prudhomme, Albert Giraud und José-Maria de Heredia. Die Bewegung hatte einen starken Einfluss auf die etwas spätere Dichter maudits, mit Charles Baudelaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud und Stephane Mallarme als Hauptvertreter.
Literatur und Quellen
- A. Bachrach u.a.: Enzyklopädie der Weltliteratur. Büsum, 1980-1984. ISBN 90-228-4330-0
- R. Ghesquière: Literarische Imagination 2, eine Geschichte der europäischen Literatur und Kultur von 1750. Acco, 2006. ISBN 90-334-6254-0 .