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Philipp-Hariolf Jenninger (rindelbach, 10. Juni1932 – 4. Januar2018) war ein DeutschePolitiker.
Lebenszyklus
Jenninger studierte ab 1952 Rechte zum Eberhard-Karls-Universität von Tübingen. 1957 promovierte er zu einem Thema der Deutschen Verfassungsrecht. Er arbeitete einige Zeit im Verteidigungsministerium und war dann politischer Referent der Ministerminister Heinrich Krone (Verteidigung) und Franz Josef Strauß (Finanzen).
1969, für seine Partei, die CDU, gewählt als Mitglied der Bundestag. Von 1973 bis 1982 war er Fraktionsvorsitzender von CDU und CSU.
1984 war Jenninger, nachdem er kurzzeitig als Staatssekretär in der Regierung von Jenninger tätig war, Helmut Kohli, zum Bundestagspräsidenten gewählt. Er sollte es bis 1988 bleiben. Im November desselben Jahres hielt er eine Rede zum Gedenken an die Kristallnachtdie fünfzig Jahre zuvor stattgefunden hatte. Aus diesem Grund suchte er nach den Ursachen für den Erfolg der Nationalsozialismus analysieren. Er las den Text jedoch so schlecht, dass dem Publikum nicht klar war, welche Worte Zitate waren und welche Jennigers eigene Meinung zum Ausdruck brachten. Dies erweckte den Eindruck, dass sich Jenniger nicht ausreichend von der NS-Vergangenheit distanzierte. Er musste als Bundestagspräsident zurücktreten. Später zeigten Linguisten, dass an der Rede an sich nichts auszusetzen war. Jenninger gab später zu, dass die Missverständnisse auf seine schlechte Präsentation zurückzuführen waren.
Nach seinem Rücktritt war Jenninger weiterhin als Botschafter, erster Österreich, später am Heiliger Stuhl. Er war Mitglied des K.D.St.V. Staufia Bonn im fortsetzen.
Quellen
- Birgit Nicole Krebs, Sprachhandlung und Sprachwirkung : Untersuchungen zur Rhetorik, Sprachkritik und zum Fall Jenninger (1993).
- Titus Ensink, Jenninger: Die Rezeption einer deutschen Rede in den Niederlanden : eine text- und kommunikationswissenschaftliche Analyse (1992).