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Pierre Jansen (Roubaix, 28. Februar1930 – Saint-Pierre-Saint-Jean, 12. August2015) war ein französischer Komponist, der vor allem für seine Filmmusikpartituren bekannt ist Claude Chabrol.
Leben und Arbeiten
Bildung
Seine ersten musikalischen Schritte (Klavier und Harmonielehre) machte er im Konservatorium seiner Heimatstadt mit Alfred Desenclos. Er interessierte sich auch sehr für Literatur, Poesie und Malerei, hörte aber im Radio das Radio Sacre du Printemps von Igor Strawinsky ließ ihn seiner Berufung als Komponist folgen. Anschließend absolvierte er ein höheres Studium an der Königliches Konservatorium von Brüssel wo er den Preis für Klavier und Harmonie erhielt. Dann studierte er Harmonie, Kontrapunkt, Fuge und Orchestrierung mit dem belgischen Komponisten André Souris. Souris brachte ihm auch die Grundtechniken der Filmmusik bei.
Die fünfziger Jahre: die Avantgarde
Wie viele Komponisten seiner Zeit war er leidenschaftlich über die Avantgarde. So besuchte er im Sommer 1952 regelmäßig den Unterricht von Olivier Messiaen während der Darmstadter Ferienkurse im Darmstadt. Dort kam er in Kontakt mit der Musik von Zeitgenossen wie Pierre Boulez, György Ligetia, Luciano Berio und Henri Pousseur. 1958 komponierte er in Darmstadt eine „Suite concertante pour piano et dix-huit instruments“, die in Paris anlässlich eines Konzerts der 1954 von Boulez gegründeten Institution für experimentelle Musik organisiert wurde. Domaine musical. Seine Karriere als Komponist in der avantgardistisches Umfeld war jedoch nur von kurzer Dauer.
Die sechziger, siebziger und achtziger Jahre: Filmmusik
1960 distanzierte er sich von der Serialität und begann sich auf Filmmusik zu konzentrieren. Zwanzig Jahre lang (1960-1980) war er Hauskomponist der Nouvelle Vague Galionsfigur Claude Chabrol von denen er etwa dreißig Filme mit Musik versorgte. Sporadisch arbeitete er auch für andere Filmregisseure wie Francis Girod, Serge Moati, Claude Goretta und Pierre Schandœrffer.
Zusammen mit Antoine Duhamel 1985 komponierte er eine komplette Orchesterpartitur für den berühmten Stummfilm Intoleranz von David Wark Griffith. Das Werk wurde vom Orchestre National d'Ile de France aufgeführt und auf die Festival von Avignon.
Spätere Karriere
Ab Anfang der 1990er Jahre hörte er nach und nach auf, Filmmusik zu schauen und widmete sich mehr und mehr seinem Oeuvre Ecole Normale de Musique de Paris und bei der Conservatoire national superieur de musique et de danse de Paris.
Jansen starb im Alter von 85 Jahren.[1]
Filmmusik
(alle Filme sind unter der Regie von Claude Chabrol wenn nicht anders angegeben)
- 1960: Les Bonnes Femmes
- 1961: La Ligne droite (Jacques Gaillard)
- 1961: Les Godelureaux
- 1962: Les Sept Peches capitaux (Skizze Film, Folge L'Avarice)
- 1962: L'Œil du Malin
- 1963: Ophelia
- 1963: landru
- 1963: La 317. Abschnitt (Pierre Schandœrffer)
- 1964: Les Plus Belles Escroqueries du monde (Skizze Film, Folge L'Homme qui vendit la tour Eiffel)
- 1964: Le Tigre aime la stuhl fraiche
- 1965: Marie-Chantal Schalterärztin Kha
- 1965: Le Tigre se parfume à la dynamite
- 1966: Objectif 500 Millionen (Pierre Schandœrffer)
- 1966: La ligne de demarkation
- 1967: Le Scandale
- 1967: La Route de Corinth
- 1968: Les Biches
- 1968: Flammes sur l'Adriatique (Alexandre Astruc)
- 1969: La Femme infidèle
- 1969: Que la bête meure
- 1970: Le Boucher
- 1970: La Bruch
- 1971: Kurz vor der Nacht
- 1971: Le Sauveur (Michel Mardore)
- 1971: Wunderkind von La Decade
- 1972: Doktor Popaul
- 1973: Les Noces Rouges
- 1974: nada
- 1974: Le Pain Noir (Serge Moati) (Fernsehserie)
- 1975: Eine Party de Plaisir
- 1975: Les Innocents aux mains-Verkäufe
- 1976: Nuit d'or (Serge Moati)
- 1977: Alice ou la Dernière Fuge
- 1977: La Dentelliere (Claude Goretta)
- 1978: Les Liens de sang
- 1978: Violette Nozière
- 1978: L'État Sauvage (Francis Girod)
- 1978: Kinoroman (Serge Moati) (Fernsehfilm)
- 1980: L'Œil du maître (Stephane Kurc)
- 1980: Le Cheval d'orgueil
- 1982: Le Grand Frere (Francis Girod)
- 1985: Monsieur de Pourceaugnac (Michel Mitranic)
- 1988: La Croisade des enfants (Serge Moati) (zweiteiliger Fernsehfilm)
- 1989: La Folle Reise (oder Le Mariage de Figaro) (Roger Coggio)
- 1991: Boulevard des Hirondelles (Josee Yanne)
- 1995: L'Enfant und Erbe (Josee Dayan) (Fernsehfilm)
Andere Kompositionen
Jansen schrieb auch Werke für Orchester, Klavier, Kammermusik und Gesang.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |