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Pierre Loti
Pierre Lotic

Pierre Lotic, tatsächlich Julien Viaud (Rochefort, 14. Januar1850Hendaye, 10. Juni1923) war ein FranzösischMarineoffizier und Schriftsteller. Er stützte seine Arbeit hauptsächlich auf seine langen Reisen, oft in exotische Länder.

Leben und Arbeiten

Loti stammte aus einer Seefahrerfamilie. Sein Vater war Schiffsarzt und auch er selbst entschied sich für ein Studium an der Marine Imperial Navy zu Brest. Nach seiner Ausbildung unternahm er gleich zwei große Seereisen und unternahm unter anderem Tahiti wo er sein Pseudonym wählte.

Loti-Haus in Rocheford

1879 debütierte Loti mit Aziyade. Literarischer Ruhm folgte, als die "Nouvelle Revue" Le Mariage de Lotic (1880) veröffentlicht: Eine autobiografische Geschichte, die auf Tahiti spielt. Es wurde die Grundlage für die berühmte Oper im Jahr 1883 Seeme von Leo Delibes.

Von diesem Moment an sind Lotis Marinekarriere und sein Schriftstellerleben untrennbar miteinander verbunden. Fast jede Reise führte zu einem neuen Roman oder Reiseeindruck. Bestimmtes Truthahn inspirierte ihn, na Aziyade auch für Les desenchantées (1906). Pêcheur d'Islande (1886, später auch verfilmt), oft als sein bestes Werk angesehen, war auch sein erfolgreichster Roman.

Lotis melancholische Romane und Reiseeindrücke waren sehr erfolgreich bei einem Publikum, das seinerzeit die Nase voll hatte Naturalismus. Er zeichnete sich durch Beschreibungen des Meeres und exotischer Länder aus, in einer eleganten, einfachen, manchmal impressionistisch wie Stil. Loti wird jedoch ein Mangel an kreativer Fantasie vorgeworfen, was oft dazu führt, dass die Intrige nicht weiter kommt als eine Liebesgeschichte zwischen einem Marineoffizier und einer fremden Schönheit. Die Charakteranalyse ist oft mager. Sein Pessimismus gegenüber vom Kolonialismus bedrohten indigenen Zivilisationen ist echt, führt aber oft nicht zu einer wirklichen Vertiefung.

Loti wurde 1893 Mitglied der Französische Akademie. 1910 beendete er seine Marinekarriere, aber während der Erster Weltkrieg er kehrte vorübergehend in den aktiven Dienst zurück. Nach dem Krieg zog er sich zurück Baskenland und widmete sich seinen Kindheitserinnerungen und seinen Tagebuch in der Zeit.

Er selbst verwandelte sein Elternhaus in Rochefort in eine Art prächtige Fantasiewelt voller exotischer Kuriositäten. Er ließ dort einen gotischen und einen Renaissancesaal sowie eine Moschee, einen türkischen Salon, ein arabisches Zimmer und eine Klosterzelle einrichten. Es ist jetzt ein historisches Denkmal, das der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Er starb 1923 im Alter von 73 Jahren an den Folgen von Hemiplegie.

Literaturverzeichnis

Pierre Loti, by Henri Rousseau
  • Aziyade (1879)
  • Rarahu, ebenfalls Le Mariage de Lotic (1880)
  • Le roman d'un spahi (1881)
  • Fleurs d'ennui. Pasquali Ivanovich (1882)
  • Mo freier Yves (1883)
  • Les Trois Dames de la Kasbah (1884)
  • Pêcheur d'Islande (1886)
  • Madame Chrysantheme (1887)
  • Vorschläge zum Exil (1887)
  • Japonerien d'automne (1889)
  • Au Marokko (1890)
  • Le roman d'un enfant (1890)
  • Le livre de la pitie et de la mort (1891)
  • Fantome d'Orient (1892)
  • L'Exilant (1893)
  • le matelot (1893)
  • Die Wüste. Jerusalem (1894)
  • La Galiläa (1894)
  • Ramuntcho (1897)
  • Judith Renaudin (1898)
  • Reflets de la düstere Route (1899)
  • Les derniers jours de Pekin (1902)
  • L'Inde sans les Anglais (1903). Gewidmet Paul Krüger, aus Protest gegen die britischen Besatzer
  • Frischer Ispahan (1904)
  • La troisième jeunesse de Mme Prune (1905)
  • Les desenchantées (1906)
  • La mort de Philae (1909)
  • Le château de la Belle au Bois schlafend (1910)
  • Un pelerin d'Angkor (1912)
  • La Turquie-Agonisante (1913)
  • La hyene enragée (1916)
  • Quelques aspekte du vertige mondial (1917)
  • L'horreur allemande (1918)
  • Erstklassige Jugend (1919)
  • La mort de notre chere Frankreich und Orient (1920)
  • Höchste Visionen d'Orient (1921)
  • Un jeune offizier pauvre (1923, posthum)
  • Lettres a Juliette Adam (1924, posthum)
  • Tagebuch in der Zeit (1878-1885)
  • Korrespondenz nicht bearbeiten (1865-1904, 1929)

Literatur

  • A. Bachrach et al.: Enzyklopädie der Weltliteratur, Bussum, 1980. ISBN 90-228-4335-1
  • Helene de Burgh: Sex, Matrosen und Kolonien, mehrdeutige Erzählungen in den Werken von Pierre Loti. Lang, Bern 2005, ISBN 3-03910-601-5
  • Michael G. Lerner: Pierre Lotis dramatische Werke. Mellen, Lewiston, N. Y. 1998, ISBN 0-7734-8247-4
  • Simon Leys: Der Victor Hugo a Pierre Lotic. Plön, Paris 2003, ISBN 2-259-19974-7
  • Ralf Nestmeyer: Französische Poet und ihre Häuser. Insel-Verlag, Frankfurt 2005, ISBN 3-458-34793-3
  • Lesley Blanch: Pierre Loti : reist mit dem legendären Romantiker, London : Tauris Parke, 2004, ISBN 1-85043-429-8

Externe Links

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