WikiDer > Radbruch Formel
Das Radbruch Formel ist eine Rechtsformel, die von . aufgestellt wurde Gustav Radbruch und lautet wie folgt:[1]
Grundsätzlich gilt immer positives (ausgerufenes) Recht, auch wenn es einen ungerechten Inhalt hat, es sei denn, die Kluft zwischen Gerechtigkeit und Rechtssicherheit wird unerträglich groß, dann muss die Rechtssicherheit der Gerechtigkeit weichen.
Radbruch formulierte den Satz nach dem Zweiter Weltkrieg ein Schuldenproblem zu lösen. Henker und Richter hätten während des Krieges Taten vollbringen sollen, die unmenschlich waren, aber gesetzlich vorgeschrieben waren Nazi-Gesetz.
Für die Rechtspositivisten dies war wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Legalitätsprinzip (dass man nicht für eine Straftat bestraft werden kann, für die es keine Strafe gibt).
Radbruch verteidigte sich und sprach von Rechtsunrecht und außergesetzlichem Recht. Gesetzliche Ungerechtigkeit ist ein unmenschliches, aber offizielles Recht, während das übergesetzliche Recht ein Recht ist, das alle Menschen von Natur aus genießen. Man kann darin Naturrecht, aber auch Menschenrechte sehen. Auf diese Weise wurde das Legalitätsprinzip gewahrt, denn was die Richter bestätigt hatten, war ein (Rechts-)Unrecht.
Die Radbruchsche Formel wurde in den Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg häufig verwendet; man spricht von der Wiedergeburt des Naturrechts im juristischen Denken. Auch nach dem Fall des Deutsche Demokratische Republik die Radbruchsche Formel wurde verwendet, weil dieses Regime auch Rechtsungerechtigkeit beinhaltete. Immerhin hatte man Soldaten befohlen, auf Zivilisten zu schießen, die die Berliner Mauer wollte klettern. Diese Bürger machten sich nach Angaben der Machthaber der „Republikflucht“ schuldig und konnten mit allen Mitteln gestoppt werden.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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