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Regina Grelinger
Regina Grelinger
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Geboren12. Dezember1888
Verstorben21. Januar1971
GeburtslandFlagge der Niederlande Die Niederlande
Singstimme(Mezzos)Sopran
Beruf(e)Musiklehrer, Cellist
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Regina Grelinger (Amsterdam, 12. Dezember1888Den Haag, 21. Januar1971) war ein Niederländisch Multiinstrumentalist und Sänger.

Sie ist die Tochter des Kaufmanns Arnold Grelinger und Henriëtte Coster. Sie war von 1912 bis 1921 mit dem Arzt Gerrit Jan van Leeuwen verheiratet und heiratete 1931 wieder den Theaterregisseur Ru Kolthoff. Sie ließ sich am 21. Januar 1941 von ihm scheiden[1], heiratete ihn aber 1945 wieder. Sie wurde in einem Familiengrab begraben am Zorgvlied. Sie ist eine Nichte eines Komponisten und Pianisten Charles Grelinger.

Sie erhielt eine Musikausbildung am Klavier, Violine, Viola, Cello, Flöte und Harfe. Sie erhielt in ihrer Jugend Cellounterricht von Isaac Muschel, Gesangsunterricht kam erst in einem viel späteren Alter (1931/1932) bei Roberto Tamanti, studierte aber auch Saarbrücken und Mailand. Schon in jungen Jahren war sie auf den niederländischen Konzertbühnen zu finden (an Klavier und Cello). Sie war eines der Mitglieder des lokal bekannten Trios aus Den Haag mit Harry Hus (Harry van Neste-Hus, Violine) und Marius Kerrebijn (Klavier). Sie war einige Zeit Cellistin bei der Wohnorchester, wo sie 1924 zurücktrat, um eine Konzertreise mit einer Operettenkompanie und einer italienischen Opernkompanie zu unternehmen Niederländisch-Ostindien. Dort sollte sie länger arbeiten mit einer kurzen Pause für den Gesangsunterricht. Sie kehrte erst 1933 endgültig zurück und feierte mit einer Aufführung der von ihr geschriebenen Kinderoper Frau Holle über einen Text von Stibbe-Onnen. Dass die Kinderoper einen angemessenen Erfolg hatte in Batavia bekannt. Nach ihrer Rückkehr nahm sie den Faden wieder auf und organisierte mit ihrer Grelingers Operettenkompanie selbst Operetten- und Opernaufführungen und wurde als Musiklehrerin an das Haager Departement berufen Gesellschaft zur Förderung der Musikkunst. Das Unternehmen ist im Laufe der Jahre hinzugekommen dreißig Es gab auch Benefiz-Auftritte für ein Heim für arbeitslose ältere Menschen und für Musiker in Not. 1940 gab sie die niederländische Erstaufführung der Oper mit ihrer Grelinger's Operagroep Rembrandt van Rijn, komponiert von ihrem Cousin Charles Grelinger, in Den Haag.

Trotz ihr jüdisch Abstieg konnte sie im ersten Jahr der Zweiter Weltkrieg noch durchführen. Eine Weigerung, eine Hinrichtung von Le Nozze di Figaro zu melden Kulturraum war letztendlich der Grund für ihre Festnahme. Es ist dann Herbst 1941. Sie sollte deportiert werden nach KZ Mauthausenhausen. Der SS-Offizier Franz Fischer des Gestapo hatte sie schon in Den Haag angefaucht: "Ich will sie nicht wiedersehen". Sie wurde innerhalb der Niederlande von Gefängnis zu Gefängnis gebracht und schließlich abgeschoben nach Camp Westerbork. Sie hat es geschafft zu überleben, weil sie Wahnsinn vorgab. Nach dem Zweiter Weltkrieg sie heiratete Kolthoff zum zweiten Mal. 1964 gab sie mit ihren Schülern ein Konzert in der Kuppelgefängnis in Breda. Beide Seiten im Streit in der Drei aus Breda machte jedoch so viel Aufhebens, dass sie Fischer am Ende nicht beweisen konnte, dass sie noch da war. In den letzten Jahren ihres Lebens leitete sie einen Chor in Führen die ihren Namen tragen würde (Opern- und Operettenchor Regina Grelinger). Sie war über sechzig Jahre in der Musikwelt aktiv, aber auch als Sozialarbeiterin tätig. Im November 1970 verabschiedete sie sich mit einem Auftritt von Die Fledermaus von Johann Strauß in dem Kongressgebäude in Den Haag.

Sie war Gesangslehrerin von Hans Gruijters, der nach einem kriminellen Leben sein Leben in Ordnung bringen wollte; er lebte einige Zeit bei seinem Lehrer.