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Richard Sorges (Baku, 4. Oktober1895 - Toshima, Tokio, 7. November1944) war ein Deutsche Journalist, der überzeugt Kommunisthat ausspioniert für die Sovietunion. Sorge gilt als einer der wichtigsten Spione während der Zweiter Weltkrieg.
Er schrieb meist unter dem Pseudonym R. Sonter. Sein Pseudonym war „Ramsy“.
Leben
Sorge war der Sohn von a Deutsche Bergbauingenieur und eine russische Mutter. Im Jahr 1898 die Familie von Aserbaidschan zu Berlinwo er das Gymnasium besuchte. Bei Ausbruch des Erster Weltkrieg er meldete sich freiwillig zum Dienst und wurde an der Westfront eingesetzt. Er wurde 1916 bei einem Granateneinschlag schwer verletzt, verlor drei Finger und brach sich beide Beine, was ihn ein Leben lang hinkte.

Während seines Heilungsprozesses vertiefte sich Sorge in die Arbeit von Karl Marx und Friedrich Engels, teilweise unter dem Einfluss seines Großonkels Friedrich Adolf Sorgez, ein Weggefährte von Marx und Mitbegründer der erste Internationale. Er hat auch ein Studium in Berlin begonnen Wirtschaft und später auch Philosophie. Er promovierte 1919 über den 'Verband Deutscher Konsumgenossenschaften' von a Syndikalist Perspektive. Er wurde Mitglied der Kommunistische Partei Deutschlands und nahm an der Kapp-Putsch 1920, danach musste er für einige Zeit untertauchen.
1921 heiratete Sorge Christiane Gerlach und wurde Journalistin bei einer Lokalzeitung in Solingen. 1922 ging er zu he Frankfurt am Main und ging dafür arbeiten Institut für Sozialforschung. Er blieb als Kommunist aktiv und organisierte den ersten Marxistische Arbeitswoche. Er knüpfte wahrscheinlich erste Kontakte mit dem Komintern.
1924 ließ sich Sorge mit seiner Frau im Hotel „Lux“ in Moskau, wo damals viele Ausländer lebten. Auf dem Papier blieb er dort als Journalist und Mitarbeiter der Marx-Lenin-Institut, aber tatsächlich wurde er als Agent der Tschekader russische Geheimdienst. 1925 wurde er auch Mitglied der Kommunistische Partei der Sowjetunion.
1929 ging Sorge zu China, auf dem Papier als deutscher Journalist, tatsächlich als sowjetischer Spion. Im Shanghai er lehrte den Eminenten japanisch Journalist Ozaki Hotsumic mit denen er später häufig zusammenarbeiten würde. 1933 reiste er nach Deutschland zurück, trat in den Dienst derFrankfurter Zeitung“ und ließ sich dann als Deutschkorrespondent auf Japanisch nieder Yokohama und später Tokio, wo er seine Spionageaktivitäten für die Sowjetunion fortsetzte.
Spion in Japan

Sorge gelang es vor allem mit Hilfe von Hotsumi, der ab 1937 persönlicher Berater des Premierministers war, in die höchsten japanischen Regierungskreise vorzudringen. Konoe Fumimaro früher gewesen. Sorge genoss großes Vertrauen, auch weil er mit der deutschen Botschaft in Japan zusammenarbeitete und auf dem Papier de Nationalsozialist Partei vertreten. Mit Hotsumi als seinem Hauptinformanten versorgte er aus dieser Position die Sowjetunion zwischen 1935 und Ende 1941 mit äußerst wichtigen Informationen, deren Auswirkungen auf die Geschichte nicht zu unterschätzen sind. Anfang 1935 erkundigte er sich Stalin über unmittelbar bevorstehend Anti-Komintern-Pakt zwischen Japan und Deutschland und die endgültige Ausrichtung auf die Sowjetunion, woraufhin Stalins strategische Vorbereitungen für die Zweiter Weltkrieg gestartet. 1941 wies er auf die geplante japanische Angriff auf Pearl Harbor, deren Informationen bewusst nicht an die Vereinigte Staaten durchgespielt wurde. Sorge informierte Stalin auch über die Operation Barbarossa, die auf die Stunde genau angibt, wann der deutsche Angriff auf Russland geplant war. Stalin wies diese Informationen jedoch als unzuverlässig zurück und ließ die Wehrmacht es rote Armee in der ersten Phase der Schlacht völlig überlaufen. Ausschlaggebend waren die Informationen, die Sorge zum Zeitpunkt der Schlacht um Moskau weitergegeben, nämlich dass Japan keine Pläne hatte, nach Russland einzudringen Sibirien bevor Moskau fiel und in Sibirien ein Bürgerkrieg ausbrach. Infolgedessen konnte Stalin die Truppen des Generals kontrollieren Georgi Schukowy Rückzug aus Sibirien, mit dessen Hilfe die deutschen Armeen bei Moskau zurückgeschlagen wurden. Es war die erste Niederlage der Wehrmacht seit Kriegsbeginn, und Historiker bezeichnen diesen Moment als Wendepunkt im Krieg und damit in der Weltgeschichte.
Ende 1941 gelang es dem japanischen Geheimdienst, Nachrichten von Sorge nach Moskau abzufangen und er wurde festgenommen. Im November 1944 wurde er zusammen mit Hotsumi im Gefängnis von Sugamo in Tokio. Die Sowjetunion erkannte Sorges Dienste erst 1964, in der Dämmerung des Chruschtschow 'Tauwetter', als er posthum als ausgezeichnet wurde Held der Sowjetunion. Historiker gehen davon aus, dass Stalin sich immer von Sorges Werk distanziert hat, weil seine Fehleinschätzung der Vorabinformationen zur Operation Barbarossa als Schandfleck auf seinem „Kriegswappen“ zu sehen ist.
Sorges Leben wurde mehrfach verfilmt.
Literatur
- Heiner Timmermann, Sergej A. Kondraschow und Hisaya Shirai (Hrsg.): Spionage, Ideologie, Mythos – Der Fall Richard Sorge. LIT-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-825-87547-4 .
- Robert Whymant: Stalins Spion – Richard Sorge und der Tokioter Spionagering. Tauris Publishers, London und New York 1997, ISBN 978-1845113100 .
- Robert Whymant: Richard Sorge – Der Mann mit den drei Gesichtern. Hamburg 1999, ISBN 3-434-50407-9 .
- Martin Kubaczek: Sorge. Ein Traum. wütend 2009, ISBN 978-3-85256-497-5 .
- Gordon W. Prange: Ziel Tokio. Die Geschichte des Sorge-Spionagerings. ISBN 0-07-050678-7
- Owen Matthews: Ein tadelloser Spion: Richard Sorge, Stalins Meisteragent. Bloomsbury Publishing, 2019 ISBN 9781408857786
Externe Links
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