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Robert Musil
Robert Musil, 1900

Robert Musil (Klagenfurt, 6. November1880Genf, 15. April1942) war ein Experiment österreichischSchriftsteller und Gründer der Essayismus.

Leben

Robert Musil wurde wegen seiner adeligen Abstammung bis 1919 Robert genannt von Musil. Sein Vater war Ingenieur, der, als sein Sohn zehn Jahre alt war, Professor für Maschinenbau an der Technischen Universität Brunn wurde. Dort ging der junge Musil zum echte Schule, aber 1892 besuchte er te Eisenstadt Militärschule und zwei Jahre später Mährisch-Weißkirchen. Ein Jahr lang absolvierte er eine militärische Ausbildung Wien 1898 entschloss er sich jedoch, Ingenieurwissenschaften zu studieren. Nach seinem Studium war er freiwilliger Infanterist für die Donaumonarchie, wonach er 1902 kurzzeitig an der Technischen Hochschule University Stuttgart. Er hatte eine fünfjährige Beziehung mit Herma Dietz, bis 1907. In Berlin Anschließend studierte er Psychologie, Philosophie und Mathematik und promovierte mit einer Arbeit über study Ernst Mach 1908. Er heiratete den Maler 1911 Martha Marcovaldic, der Jude war (Musil war jedoch zum Protestantismus konvertiert). Er blieb bis zum Erster Weltkrieg lebte in Berlin, arbeitete dort als Bibliothekar und landete Anfang der 1920er Jahre im Verteidigungsministerium. Während des Krieges war er Südtirol zum Kapitän befördert. Nach 1923 lebte er ausschließlich von der Feder, was ihm oft schwer fiel. Musil lebte größtenteils von Spenden, auch vom Verlag Rowohlt. Nach dem Anschluss 1938 wurden Musils Bücher im Deutschen Reich verboten und er emigrierte. Er starb während der Zweiter Weltkrieg im Exil in Schweizverarmt und unbekannt. Die Neuauflage seines monumentalen, unvollendeten Romans im Jahr 1952 Der Mann ohne Eigenschaften (übersetzt ins Niederländische als Der Mann ohne Eigenschaften) machte ihn posthum weltberühmt.

Arbeit

Sprache und Arbeit

Musil kannte das Phänomen der Sprachkrise: der um die Jahrhundertwende vorherrschende Glaube, die Möglichkeiten der Sprache seien erschöpft. Als Mathematiker und Ingenieur reagierte er darauf mit einem neuartigen Erzählstil, den er "Essayismus" nannte: Mit pseudowissenschaftlichen Beschreibungen und betriebswirtschaftlichen Exkursen hebt er die Grenze zwischen Erzählprosa und philosophischer Abhandlung auf und verleiht dem Ganzen einen hohen ironische Wirkung. sein erstes Buch, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, ist eine auf eigenen Kindheitserfahrungen basierende Bewertung der Pubertät, in der Sexualität als psychologischer Prozess wissenschaftlich-technisch seziert wird. Seine Kurzgeschichten zeigen ein ähnliches Experiment mit einer instabilen Erzählperspektive und dem Hinterfragen des Geschriebenen.

Der Mann ohne Eigenschaften

Musils bekanntestes Werk ist Der Mann ohne Eigenschaften (1930-1932). Er schrieb diesen monumentalen Roman zwanzig Jahre lang, ohne das Werk zu beenden. Es ist eine gigantische, alles einbeziehende Darstellung des Niedergangs der bürgerlichen Kultur des späten Habsburg Österreich-Ungarn. Ulrich, der „Mann ohne Qualitäten“, gilt als zufällig Zeichen in a zufällig präsentierte Realität. Die Prämisse, dass es ein andere Realität ist für Musil die Dimension des mystisch: Trotz der angeblichen wissenschaftlichen Genauigkeit kann der Autor als Instanz die Erfahrungen der Charaktere nicht wirklich nachvollziehen: Es besteht immer die Möglichkeit, dass etwas anderes passiert als das Geschriebene. Der Roman hat eine satirisch Charakter, indem er sich ständig selbst unterbietet.

Musils essayistisches Experiment ist Joyce und proust im Vergleich: seine Prosa geht über die Geschichte hinaus (die sekundär oder bestenfalls ein Spielzeug ist); Musil analysiert die Welt „an sich“ und nutzt die Möglichkeiten in Stilregistern und Formensprache – und lässt letztlich alles völlig offen, wie die Realität. Musils Werk gehört nicht zu den am leichtesten zugänglichen Werken der Weltliteratur, was nichts daran änderte, dass Der Mann ohne Eigenschaften wurde in Deutschland zum größten deutschen Roman des 20. Das Buch wurde in die Liste der Die 100 besten Bücher der Weltliteratur, zusammengestellt von den gemeinsamen norwegischen Buchclubs und der Schwedische Akademie.

Arbeiten

  • 1906 Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
  • 1908 Beitrag zur Beurteilung des Lehren Machs (Dissertation)
  • 1911 Vereinigungen (Erzählungen: 'Die Vollendung der Liebe', 'Die Versuchung der stillen Veronika')
  • 1918 Skizze der Erkenntnis des Dichters
  • 1921 Die Schwärmer (Bühne)
  • 1924 Vinzenz und die Freundin bedeutenden Männer (Bühne)
  • 1924 Drei Frauen (Novellen: 'Grigia', 'Die Portugiesin', 'Tonka')
  • 1930-32 Der Mann ohne Eigenschaften, erste zwei Teile
  • 1936 Nachlaß zu Lebzeiten (Kurzgeschichtensammlung)
  • 1952 Der Mann ohne Eigenschaften, posthum mit unvollendeten Kapiteln ergänzt