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SC Union 06 Berlin
SC Union 06 Berlin
NameSportverein Union 06 Berlin e. V
Etabliert9. Juni1950
PlatzFlagge von DeutschlandBerlin
StadionPoststadion
Kapazität10.000
LigaBezirksliga Berlin
Zuhause
von
Portal  Portalsymbol  Fußball

SC Union 06 Berlin ist ein Deutsche Fußballverein aus der Hauptstadt Berlin, genauer gesagt der Bezirk Tiergarten. Der Verein wurde am 9. Juni 1950 gegründet und war einer der Nachfolger von SC Union 06 Oberschöneweide, ein Berliner Spitzenklub zwischen den beiden Weltkriegen. Im Ost-Berlin spielte noch ein anderer Verein, der sich Nachfolger des Vereins nennt. Dieser Verein, Union Oberschöneweide, spielt jetzt unter dem Namen 1. FC Union Berlin.

Geschichte

Nach dem Union Oberschöneweide ausgetauscht von der Berliner Stadtliga zum DDR-Oberliga Union 06 belegte den Platz des Vereins in der Berliner Stadtliga, einer der fünf höchsten Spielklassen des westdeutschen Fußballs. Union wurde gleich zweimal Vizemeister dahinter Tennis Borussia und es gelang 1952/53 Meister zu werden. Damit qualifizierte sich der Verein für die Endrunde um den deutschen Meistertitel und wurde damit Gruppenletzter.

Damals hatte der Verein viele Anhänger und spielte im Poststadion, vor der deutschen Endrunde spielte der Verein vor vollem Haus im Olympiastadion. Aufgrund des sportlichen Erfolgs und in der Zeit, in der die Berliner Mauer war noch nicht da, viele Anhänger aus Ostberlin kamen in den Verein. Im März 1952 bestritt der Verein vor 20.000 Zuschauern ein Freundschaftsspiel gegen seinen damaligen Ost-Berliner Gegenspieler BSG Motor Oberschöneweide hieß. SC Union gewann 2:0.

In den folgenden Jahren landete der Verein im Mittelfeld und fiel immer weiter ab, bis 1960 der Abstieg folgte. Nach einer Saison kehrte der Verein zurück, wurde dann aber Letzter. Nach dem Bau der Berliner Mauer blieben viele Unterstützer weg. Union 06 würde nie wieder in der höchsten Spielklasse spielen. 1963 wurde der Werd Bundesliga gegründet und die Oberliga verschwand. Das Regionalliga wurde nun als zweite Liga in fünf Regionaldivisionen aufgeteilt. Union 06 wurde letzter und stieg ab. Zwei Jahre später stieg der Verein sogar in die vierte Liga ab. Nach einer Saison stieg der Verein wieder auf und stieg 1970 wieder ab. Zwei Jahre später kehrte Union zurück und konnte mehrere Jahre in der dritten Liga bleiben. 1976 wurde der Verein Meister und nahm an der Endrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga und kam als Letzter in einer Gruppe mit Arminia Hannover und SC Herford. Der Verein hatte sich auch für die erste Runde der qualifiziert DFB-Pokal, wurde aber vom Feld gespielt von VfL Osnabrück (1-12). Bis 1982 spielte der Verein in der Oberliga Berlin und stieg dann ab. 1984/85 spielte der Verein noch einmal in der höchsten Berliner Spielklasse, schaffte es aber nie wieder hier zu spielen.

Gespielt von 1986 bis 1988 Hertha BSC im Poststadion nach dem Abstieg in die Oberliga und das Olympiastadion war zu groß geworden. Dies führte zu mehr Einnahmen für den Verein und auch die Zuschauerzahlen stiegen.

Nach dem Mauerfall schloss sich der Verein wieder der Ost-Berliner Union an und kooperierte sogar mit dem Verein, diese Zusammenarbeit wurde jedoch aus finanziellen Gründen eingestellt.

1993 stieg der Verein in die Verbandsliga Berlin, die damalige vierte Liga, auf. Nach einer Saison musste Union einen Schritt zurücktreten, aber durch die Wiedereinführung der Regionalliga und der damit verbundenen Ligastrukturen landete der Verein auf einen Schlag zwei Klassen tiefer.

1995/96 fusionierte der Verein mit SG Oberschöneweide und nahm in dieser Saison wieder den historischen Namen an SC Union 06 Oberschöneweide Auf. Dies führte zu Konflikten mit dem 1. FC Union und nach einer Saison wurde der alte Name wieder angenommen. Zwischen 1998 und 2000 erlebte der Verein nach drei Abstiegen in Folge seine dunkelste Zeit in der Geschichte. Union 06, die 1953 noch um den deutschen Meistertitel kämpfte, landete nun in der Kreisliga B, der neunten Liga.

2006 gelang dem Verein der Aufstieg. In diesem Jahr wurde das 100-jährige Jubiläum gefeiert. Es gab ein Demonstrationsspiel gegen den 1. FC Union, der damals in der vierten Liga spielte und mit 6:0 gewann. Im folgenden Jahr wurde der Verein erneut befördert. Union stieg ebenfalls wieder ab, gewann aber 2009 erneut und stieg erneut auf. 2014 stieg der Verein in die Landesliga auf, wo der Verein zwei Spielzeiten spielte.