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Das Sarekat Islam (Islamischer Verein) oder SI, in 1912 gegründet wurde, war ein Volksverein mit Mitgliedern durchweg Niederländisch-Ostindien die die größte und bekannteste aller nationalistischen Organisationen wurde.
Ursprünglich war Sarekat Islam eine Vereinigung von Batik-Händler mit dem Ziel, den Geist des Handels zu fördern, die Mitglieder zu unterstützen, die spirituelle Entwicklung und die materiellen Interessen der Indonesier zu fördern und Missverständnisse über die Islam kämpfen. Die SI wurde jedoch bald zu einer politischen Vereinigung. Zum Zeitpunkt seiner Gründung, Tirtoadisoerjo eine wichtige Rolle. Der Verein wuchs schnell und schon nach kurzer Zeit stieg die Mitgliederzahl in Batavia über 12000. Die meisten Mitglieder wurden in ländlichen Gebieten von . gefunden Ost-Java wo lokale islamische Führer aktiv rekrutiert wurden. Die Zahl der Mitglieder betrug 1919 nach eigenen Angaben zwei Millionen, doch diese Zahl wird von den meisten Experten als zu hoch angesehen.[1] Der Charismatiker Tjokroaminoto wurde das neue Aushängeschild, nachdem Tirtoadisoerjo ins Abseits gedrängt wurde. Tjokroaminoto sollte auch das große Vorbild des späteren indonesischen Präsidenten Sukarno werden.[1]
Wegen des Verbots politischer Organisationen bis 1915 betonte SI, dass es sich um eine soziokulturelle Organisation oder eine religiös-ökonomische Vereinigung handele. Nach 1915 änderte sich der Ton und Tjokroaminoto verkündete, dass Indonesien eine Selbstverwaltung haben sollte. Die SI verhielt sich gemäßigt und wollte ihre Ziele schrittweise erreichen. Die gemäßigte Haltung hatte auch mit der Politik des Generalgouverneurs politiek . zu tun Idenburg.[2]
Der Verband hatte ein klares islamisch und antikapitalistisch Charakter, der bemerkenswert war, denn in der jüngeren Geschichte Indonesiens prallten diese Strömungen oft heftig aufeinander. Der islamische Charakter drückte sich in der Regel aus, dass nur Muslime im Alter von achtzehn Jahren Mitglied werden konnten. An Orten, an denen die SI populär war, nahmen die Moscheebesuche zu und in einigen Bezirken wurde der Freitag zum Ruhetag. Der antikapitalistische Charakter manifestierte sich in einer Abneigung gegen ausländische Kapitalisten, die als Ausbeuter angesehen wurden, die die Löhne zu ihrem eigenen Vorteil niedrig hielten. Riesige Gewinne wurden in der Öl- und der Zuckerindustrie aber die Indonesier nutzten das nicht aus.[3]
Im 1919 wurde nach Unruhen in die sogenannte Abteilung B der Preanger von der Regierung unter dem Vorwurf der Verschwörung zum Sturz der Kolonialherrschaft aufgelöst.
Im Laufe der Zeit bildeten einige der Mitglieder die Partai Komunistisches Indonesien (P.K.I.), die „Kommunistische Partei Indiens“. Nicht selten waren Mitglieder der SI auch Mitglieder der PKI. Die Organisationen schlossen sich streikenden Gewerkschaften an, um Forderungen wie Lohnerhöhungen durchzusetzen. Die Zusammenarbeit endete 1923, aber Sarekat Islam hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Höhepunkt überschritten. PKI wuchs weiter und wurde immer bekannter.[4] Von 1926 bis 1927 vertrat die Regierung Niederländisch-Ostindiens eine härtere Haltung gegenüber Nationalisten. Die PKI wurde aufgelöst und Tausende Indonesier inhaftiert. Das Regime zeigte eine ganz andere Haltung als die wohlwollende Haltung des Generalgouverneurs Idenburg. Bis zum Eintreffen der Japaner hatte keine Organisation so viele Anhänger wie die SI in ihrer Blütezeit.[5]
Im 1927 die SI trat dem bei Permufakatan Perhimpunan Politik Kebangsaan Indonesien (P.P.P.K.I.), dem Verband der Nationalen Politischen Gesellschaften.
Quellen
- A. J. Eijkman und F. W. Stapel, Lehrbuch der Geschichte Niederländisch-Ostindiens, 9. überarbeitete Auflage, 1939, J.B. Wolters, Groningen - Batavia
- Hrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, Zutphen, Walburg Presse, ISBN 9789057304439
Nüsse
- ↑ einbHrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, S. 95
- ↑Hrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, S. 96
- ↑Hrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, S. 97
- ↑Hrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, S. 98
- ↑Hrsg. Leo Dalhuisen, Mariëtte van Selm, Frans Steegh (2006): Geschichte Indonesiens, S. 99-100