WikiDer > Schaukeljugend
Das Swing Jugend war eine gruppe von jungen Jazz- und Swing-Liebhaber im Deutschland in den 1930er Jahren hauptsächlich in Hamburg (Im Distrikt St. Paulic) und Berlin. Sie bestanden hauptsächlich aus 14- bis 18-jährigen Schülern. Sie strebten einen britischen und amerikanischen Lebensstil an und fühlten sich besonders von der Musik aus diesen Ländern angezogen, die gegen die Nationalsozialist Leder. Die Swingjugend wandte sich gegen Militarismus und vor allem gegen die Hitler-Jugend, die Jugendorganisation der Nationalsozialisten.
Während des NS-Regimes (1933-1945) wurden deutsche Jugendliche ermutigt, sich der Hitlerjugend anzuschließen. Diese Organisation ermutigte junge Leute, Volkstänze zu lernen und deutsche Musik zu hören, anstatt das, was die Nazis als "entartete Negermusik" aus Amerika betrachteten, die oft von schwarzen oder jüdischen Musikern aufgeführt wurde.
Die Swingjugend zeichnete sich nicht nur durch Musik aus, sondern auch durch Kleidung und einen eigenen, mit Anglizismen durchsetzten Jargon. Die Jugendlichen trugen oft lange Haare, Hüte und Regenschirme. Sie organisierten Musikfestivals, Wettbewerbe und luden Jazzbands ein. Obwohl die Swing-Jugend im Prinzip unpolitisch war, verspotteten sie bei diesen Gelegenheiten die Nazis, das Heer und die Hitlerjugend, indem sie sich zum Beispiel gegenseitig grüßten Schaukel Hagel! Anstatt von Sieg Heil!. Als größere Versammlungen verboten wurden, trafen sich die Jugendlichen in Diskotheken und Wohnzimmern.
Ab 1941 nahm die Unterdrückung der Swingjugend erheblich zu. Von da an war der Besuch von Tanzlokalen für Jugendliche unter 21 Jahren verboten. Am 18. August 1941 wurden 300 Schaukeljugendliche verhaftet. Ihre Führer wurden in Konzentrationslager geschickt; ordentliche Mitglieder standen unter strenger Aufsicht.
1993 kam unter dem Titel Schaukel Kinder ein Film über die Swingjugend unter der Regie von Thomas Carter.