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Nicholas Thomas Bernhard (Heerlen, 9. Februar 1931 — Gmünden, 12. Februar 1989) war ein österreichisch Literat, das als eines der führenden Dramatiker seiner Zeit.
Lebenszyklus
Kindheit

Thomas Bernhard wurde am 9. Februar 1931 in der Hebammenschule bei Heerlen. Mutter Herta Bernhard wurde in Österreich von dem Tischler Alois Zuckerstätter, mit dem sie nicht verheiratet war, schwanger. Um die Schwangerschaft (auch vor ihren Eltern) zu verbergen und ein zusätzliches Einkommen für ihre Familie zu erzielen, reiste sie im Juni 1930 in die Niederlande, wo sie von Freunden aus ihrer Heimatregion betreut wurde. Sie arbeitete als Dienstmädchen an verschiedenen Adressen. Bis September 1931 hielt sich Bernhard auf einem Fischerboot bei Rotterdam auf; dann schickte Herta Bernhard ihr Kind zu ihren Eltern nach Österreich, um ein halbes Jahr später zu folgen.
Aufgrund einer Lungenerkrankung in jungen Jahren war Bernhard für den Rest seines Lebens in einem schlechten Gesundheitszustand. In seiner frühen Kindheit wuchs er bei seinen Großeltern auf. 1942 wurde er nach a . geschickt Internat in Salzburg gesendet.
Ausbildung
Im April 1947 begann er als Lehrling im Einzelhandel zu arbeiten. Seine Lehre beim Lebensmittelhändler Karl Podlaha in der Salzburger Scherzhauserfeldsiedlung bezeichnete er als entscheidend für seine schriftstellerische Entwicklung, da er unmittelbar mit sozialen Missständen und Ungerechtigkeiten konfrontiert war. Diese Erfahrungen standen der „Erziehung“ seines Großvaters Johannes Freumbichler, die sich vor allem auf theoretisches Wissen konzentrierte, diametral entgegen. Neben seiner Lebensmittelkaufmannsausbildung nahm der junge Thomas Bernhard Gesangsunterricht bei Maria Keldorfer und Musiktheorieunterricht bei ihrem Mann Theodor W. Werner. Zwischen 1951 und 1954 studierte er Musikwissenschaft in Wien. Anschließend nahm er Unterricht in Salzburg an der Mozarteum im Salzburger Land. Inzwischen arbeitete er als forensischer Reporter.
Schriftstellerei
1957 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband Auf der Erde und in der Hölle. Es sind düstere, stimmungsvolle Gedichte mit einem surreal schräg. Bernhard hat dann studiert Dramaturgie im Salzburger Land. Er ging ins Dorf Ohlsdorf Live.
Sein großer Durchbruch kam mit seinem ersten Roman Frost, über einen College-Studenten, der im heruntergekommenen, eisigen Bergbaudorf Weng einen exzentrischen Maler beobachten muss, der für verrückt erklärt wird. Die öde, graue Umgebung voller Hundekadaver ist eine Metapher für die Abscheu der Menschen im Allgemeinen und die abstoßende Natur der Zivilisation. Der Roman war eine Offenbarung, wenn auch auf sehr eigenwillige Weise: Das Werk ist voll von Abscheu und Abneigung Bernhards gegenüber den negativen Seiten seiner Heimat. Die Anerkennung, die er in Österreich erhielt, hat sein Urteil über dieses Land nie gemildert. 1965 gewann Bernhard den Bremer Literaturpreis.
Er wurde hauptsächlich als Dramatiker tätig und schrieb Theaterstücke am Fließband. Jeder einzelne von ihnen sind wütende, bittere und dunkle Bilder der Einsamkeit, Feindseligkeit und Dummheit des Menschen, der glaubt, lieben zu können, aber auf Dauer nur hassen und hassen kann. Darüber hinaus ist dieser Hass notwendig, denn Ekel hält die Menschen in Bewegung. Damit präsentierte sich Bernhard als ausgesprochener Kulturpessimist, mit viel schwarzem Humor und Sarkasmus. Ein Fest für Boris lieferte ihn 1970 aus Georg-Buchner-Preis An.

Bernhard stieg weiter an Prestige und war ständig in Bewegung. Als er zu Hause war, zog er sich in ein unansehnliches Dorf in Oberösterreich, was er hasste, aber immerhin waren nicht viele Leute da. Er wurde oft in Wiener Kaffeehäusern sitzend gesehen; er gab selten Interviews, weil er Journalisten nicht mochte. Er war Junggeselle und Misanthrop, der mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Er liebte es, mit seiner Frauenfeindlichkeit zu flirten. Bernhard hielt sich lieber von gesellschaftlichen Debatten fern und pflegte sein Image als Außenseiter. Wenn er in der spielt Burgtheater durchgeführt wurden, war sein Urteil oft vernichtend, obwohl diese Aussagen oft einen ironischen Unterton hatten. Minetti und Ritter, Dene, Voss er schrieb speziell für die gleichnamigen Schauspieler (Bernhard Minetti bzw. Ilse Ritter, Kirsten Denez und Gert Voss).
Seine ständige Ablehnung Österreichs und seiner Bewohner fand vor allem in intellektuellen Kreisen Resonanz. Bernhards Dramen und Romane sind manchmal ziemlich schwerfällig, mit einer bewusst elitären Einstellung. Bernhard verlangt von seinen Lesern ein ausreichendes kulturelles Gepäck und Vertrautheit mit Wissenschaft, Geschichte und seltenem Vokabular. Der exzentrische Bernhard hat ihn gefahren Nihilismus von seiner Generation bis zum Äußersten - auch Selbstmord ist ein gemeinsames Thema in seiner Arbeit. In Alte Meister, ein Roman, dessen erzählte Zeit dauert kaum drei Stunden und findet im Kunsthistorisches Museum von Wien — genauer gesagt auf einer Bank davor Mann mit weißem Bart von Tintoretto — lassen Sie die Hauptfigur, die nicht der Erzähler ist, die ganze menschliche Kultur in bisweilen eine ganze Seite umspannenden Sätzen in Bernhards dick-hypnotischer, rhetorischer Erzählweise, die bereits in seiner Lyrik zum Ausdruck kam, zu Schrott reduzieren.
Ende
1988 wurde Thomas Bernhard auf seinen bevorstehenden Tod aufmerksam. Er arbeitete noch an einem RomanNeufundland), von denen nur der Anfang, das Ende und einige Fragmente existieren, und zu einem Theaterstück (Die Schwerhorigen), aber auch das konnte er nicht beenden.
Im November 1988, drei Monate vor seinem Tod, löste Bernhard mit seinem Stück einen Skandal aus Heldenplatz. Darin behauptete er, Österreich habe sich seit der Faschismus und dass das Land sich immer noch in Opferrollen suhlte, anstatt Verantwortung zu übernehmen.
Nach all der Aufregung um den Skandal Heldenplatz sein allgemeiner Gesundheitszustand verschlechterte sich. Bernhard reiste nach Spanien, kehrte aber Anfang 1989 nach Wien zurück, wo er am 12. Februar 1989 starb.
posthum
Warum Bernhard so pessimistisch war und ob dies an seinen persönlichen Erfahrungen lag, hat nach seinem Tod, als sein allererster Roman veröffentlicht wurde, zu einigen Spekulationen geführt. In der Höhe — Rettungsversuch, Unsinn. Bernhard hatte sich zu Lebzeiten stets gegen eine Veröffentlichung gewehrt. Der Roman scheint weitgehend autobiografisch zu sein; es besteht aus einem einzigen Satz, der sich über fast zweihundert Seiten erstreckt und nur ganz am Ende mit einem Punkt endet. Es ist ein bitterer, zutiefst melancholischer Wortstrom, der einen schwachen, verletzlichen jungen Mann zeigt, der von allen verlassen wird, an nichts mehr glauben kann und alles hasst. In Bernhards späteren Werken wird der Ton noch kälter und distanzierter.
Bernhard hatte auch Verteidiger, die ihn mehr denn je lobten. Bernhard wurde als einer der größten Autoren Österreichs geehrt. Er nahm Rache am Land durch seine Wille, in dem er festlegte, dass bis fünfzig Jahre nach seinem Tod keines seiner Stücke auf österreichischem Boden aufgeführt werden durfte. Damit kann Bernhard erst 2039 in Österreich gespielt werden. Sein Erbe Peter Fabjan erleichterte jedoch 1999 die Bedingungen. Werke von Bernhard werden nun regelmäßig im Burgtheater intensiviert.
Arbeiten
- 1957 Auf der Erde und in der Hölle (Gedichtesammlung)
- 1958 Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtesammlung)
- 1958 In hora mortis (Gedichtesammlung)
- 1959 Die Rosen der Einode (Libretto)
- 1963 Frost (Roman) (Ned. transl. Frost, Amsterdam, 2002)
- 1964 Amras (Geschichte) (Ned. transl., Amsterdam, 1986)
- 1967 Störung (Roman)
- 1968 Ein Fest für Boris (Bühne)
- 1968 Ungenach (Erzählung)
- 1969 Watten (Erzählung)
- 1969 An der Baumgrenze (verh.) (Ned. Übers. Auf der Baumgrenze, Utrecht, 2016)
- 1969 Ereignisse (Kurzprosa)
- 1970 Das Kalkwerk (Roman) (Ned. transl. De kalkfabriek, Amsterdam, 1977)
- 1971 Midland in Stilfs (Kurzgeschichtensammlung)
- 1971 Der Italiener (Geschichte/Drehbuch)
- 1971 Gehen (Erzählung) (Ned. transl. Wandeling, Bleiswijk, 2019)
- 1972 Der Ignorant und der Wahnsinnige (Theater) (Der Dummkopf und der Wahnsinnige, Krommenie, 2004)
- 1974 Die Jagdgesellschaft (Bühne)
- 1974 Die Macht der Gewohnheit (Bühne)
- 1975 Korrektur (Roman)
- 1975 Der Präsident (Bühne)
- 1975 Die Ursache. Eine Andeutung (Autobiographie Teil 1) (Ned.vert. The Cause, Amsterdam, 1977)
- 1976 Der Keller (Autobiographie Teil 2)
- 1977 Minetti (Bühne)
- 1978 Immanuel Kant (Bühne)
- 1978 Der Atem (Autobiographie Teil 3)
- 1978 Der Stimmenimitator (Kurzprosa) (Ned. transl. The voice Imitator, Amsterdam, 1981)
- 1979 Erzählungen (Nerratives, Amsterdam, 1991)
- 1978 Ja (Erzählung) (Ned. Übers., Bleiswijk, 2019)
- 1979 Vor dem Ruhestand (Theater) Rotterdam 1995
- 1979 Der Weltverbesserer, Utrecht, 1997
- 1980 Die Billigesser (Erzählung) (Ned. transl. Die Tagesgerichte, Bleiswijk, 2019)
- 1981 Die Kälte (Autobiographie Teil 4)
- 1982 Wittgensteins Neffe (Roman) (Wittgensteins Cousin: eine Freundschaft, Baarn, 1992)
- 1982 Ein Kind (Autobiographie Teil 5) (Ned. transl. Een kind, Amsterdam, 1984)
- 1982 Beton (Roman)
- 1983 Der Schein trügt (Theater) (Ned. transl. Schein trügt, Amsterdam, 1985)
- 1983 Der Untergeher (Roman)
- 1984 Holzfallen. Eine Erregung (Roman) (Holzschnitt. Eine Siedlung, Utrecht, 2019)
- 1984 Ritter, Dene, Voss (Theater) (Ned., Den Haag, 1988)
- 1984 Der Theatermacher (Theater) (Ned. transl. De theatermaker, Krommenie, 2003)
- 1985 Alte Meister (Roman) (Ned. transl. Old Masters, Amsterdam, 1991)
- 1986 Auslöschung. Ein Zerfall (Roman)
- 1987 Elisabeth II. (Theater) (Ned., Amsterdam, 1994)
- 1988 Aus Gesprächen mit Thomas Bernhard (Mäuse, Ratten und Tagelöhner, Baarn, 1990)
- 1988 Heldenplatz (Bühne) (Ned., Den Haag, 1991)
- 1990 In der Höhe — Rettungsversuch, Unsinn
- 1991 Gesammelte Gedichte (In einem Teppich aus Wasser, Amsterdam, 1997)
- 2009 Meine Preise (Ned. transl. Meine Preise, Amsterdam, 2009)
- 2010 Dramatische Reflexionen: Einführungen in Dramen aus dem Weltrepertoire (Amsterdam, 2010)
Literatur
- Andreas Dorschel, 'Lakonik und Suada in der Prosa Thomas Bernhards', in: Thomas Bernhard Jahrbuch 2007/08, 215-233.
- Niels Bokhove, „Im Grunde bin ich ein Meermensch“. Die ersten Lebensmonate von Thomas Bernhard in den Niederlanden", Das Land der Herle. Historische Zeitschrift für Parkstad Limburg 61 (2011) 1, S. 1-30; unabhängiger Nachdruck: hrsg. Haus Clos, Rimburg, Feb. 2014. - Deutsche, bearbeitete Fassung mit dem Titel '"Im Grunde bin ich ein Meermensch", Thomas Bernhards erster Lebensmonat in den Niederlanden. Eine Dokumentation' in: Thomas Bernhard Jahrbuch 2009/2010, s. 155-175.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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