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Tim Killiam | ||||
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Foto Suzanne Blanchard | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Geboren | 20. November1947 | |||
| Verstorben | 6. Februar2014 | |||
| RKD-Profil | ||||
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Timothy Scully Killiam (New York City, 20. November1947 – Amsterdam, 6. Februar2014) war Amerikaner Architekt, Fotograf und Zeichner.
Von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2014 lebte und arbeitete Killiam in Amsterdam und machte Zeichnungen, Fotos und Radierung insbesondere der Gebäude der Amsterdamse Kanalgürtel.
Killiam studierte Architektur an der Carnegie Mellon Universität (Pittsburg, Pennsylvania) und die Yale Universität (New Haven, Connecticut) und erhielt anschließend ein Stipendium für Göteborg (Schweden). Nach Abschluss dieser postgraduale Ausbildung 1974 kaufte er in England ein „historisches“ Holzsegelboot, restaurierte es und segelte nach Schweden. Unterwegs besuchte er Amsterdam, traf Marieke van der Zeijden, war fasziniert von der historischen Architektur der architecture Stadtzentrum von Amsterdam und nie gegangen. Killiam hat es dann zu seiner Lebensaufgabe gemacht Fassaden des Amsterdamer Grachtengürtels in ihrem jetzigen Zustand.
Amsterdamer Kanalführer
Nach dem Vorbild des niederländischen Plattenschneiders Caspar Philips (1732-1789) veröffentlichte Killiam 1978 bei 1978 Herausgeber The Spectrum seine 'Amsterdamse Grachtengids', eine Koproduktion mit Van der Zeijden mit Zeichnungen von ihm und Texten von Hans Tulleners. In diesem Taschenbücher (sowohl niederländische als auch englische Ausgabe) gibt es Zeichnungen der Fassaden aller Gebäude auf der vier Hauptkanäle des Kanalgürtels, nämlich: Single, Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht. Neben den rund 3000 Fassadenzeichnungen enthält die Grachtengiden unter anderem eine bebilderte Übersicht typischer Fassadentypen, eine Erläuterung der Fundamente des Kanalhäuser und ein illustriertes Glossar mit Dutzenden von architektonischen (Stil-) Elementen.
Wo Philips vermutlich de Camera Obscura (weil seine Zeichnungen laut Killiam komprimiert waren, wahrscheinlich auch, um die Häuserreihen innerhalb der maximalen Größe der Druckplatte zu halten), verwendet Killiam die Fotografie von ihm YashicaGroßbildkamera als Grundlage für seine Strichzeichnungen. Um die Perspektive zu bekommen vorspannen um sie so klein wie möglich zu machen (um eine Immobilie zu fotografieren muss die Kamera leicht nach hinten gekippt werden), Killiam von einer Trittleiter geschossen und in die in Dunkelkammer korrigiert die letzten Verzerrungen auf einem geneigten Tisch. Die Drucke waren an Kirchenstraße Nr. 81 im Grundriss des Buches zusammengeklebt, die Fassaden auf beiden Seiten des Kanals genau gegenüberliegend und nachgezogen Transparentpapier.
Killiams Grachtengids wurde mehrfach unter eigener Leitung (Cityboek Productions) nachgedruckt und blieb trotz der ständigen Veränderungen der Gebäude beliebt (auch antiquarisch) unter Amsterdam-Liebhabern, Bewohnern des Grachtengürtels und Immobilienmakler.
Der Amsterdamer Grachtengürtel in Farbe
Im Jahr 2000 veröffentlichte Killiam im Eigenverlag ein großes Rekordbuch in Farbe und ein kleines Taschenbuch über die Singel und 2001 ein großes Rekordbuch über die Herengracht. Für diese Bücher ist die digitalisiert Versionen der ursprünglichen Strichzeichnungen (ggf. aktualisiert) der Grachtengids de basis. Ergänzt mit Details wie Bürgersteigpfosten und Fassadenlaternen wird der Kanalgürtel in diesen Büchern als lebendiges Denkmal dargestellt; die Häuser sind bewohnt, hinter den Fenstern brennt Licht und hier und da hängen sogar Vorhänge. Die Zeichnungen wurden vom Grafiker Rolf Unger koloriert. Anhand von Informationen aus dem Stadtarchiv wurde jedes Gebäude mit einer kurzen Erläuterung versehen, unter Angabe des Architekten, des Bauherrn (sofern bekannt) und des originalen Fassadenmaterials. Die Herengracht, der Amsterdamer Grachtengürtel in Farbe auf der Stadtarchiv zum Amsterdam an Stadträtin Bea Irik übergeben.
Sonstiges
Killiam machte sein jährliches 'Osterpuzzle' von 1979 für Das Motto, ermutigt die Leser, durch die Stadt zu rätseln und etwas über die Geschichte zu erfahren Innenstadt. In seinem letzten Osterrätsel (2011) mussten die Zeitungsleser nach Bildern von Merkur, der römische Gott des Handels, der Reisenden und des Profits. Killiam selbst war der Schöpfer und außerdem war die Fotografie seine Hand. Er fotografierte auch Hunderte von Giebelsteinen in Amsterdam mit verschiedenen Motiven (einschließlich Tieren).
T. S. Killiam City Book Foundation
Killiam finanzierte den Aufbau seiner Sammlungen stets eigenständig und platzierte seinen Nachlass in der „T.S. Killiam Cityboek Stichting“, eine Stiftung, die unter anderem die Erforschung der historischen Stadtplaner Entwicklung der Amsterdamer Innenstadt, sowie die grafische Darstellung der Gebäude der Amsterdamer Innenstadt.
